x Roachware: Ulisses
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Dienstag, 11. Oktober 2011

Und täglich grüßt das Cybertier

Freelancer: Reenact 2332 / Reenact 2332 Cyberspace

Freelancer - eine Serie von Rollenspiel-Kampagnen, die in unserer Welt, 'morgen in einem Tag', spielen. In bester Tokusastsu-Manier finden die Spielercharaktere sich mit besonderen Fähigkeiten ausgestattet, und bekämpfen sie ähnlich befähigte Bösewichte.

Tokusatsu? Wer obigem Link nicht gefolgt ist und sich fragt 'Häa, wasndattenn?': Tokusatsu - wörtlich übersetzt: spezielles Filmen, auf Englisch SFX / Special Effects, auf Deutsch: Spezialeffekte - bezeichnet Live-Action-Filme und Serien aus Japan, in denen Monster, Superhelden etc. aktiv werden. Die bekanntesten Beispiele hierfür dürften die Gojira/Godzilla-Filme, Kamen Rider sowie die Super Sentai (Power Rangers) sein. Aber Japan bietet noch viel mehr - so gibt es auch Live-Action-Versionen von Sailor Moon oder auch Cutie Honey...


Am ehesten dürfte die Freelancer-Reihe mit den Super Sentai oder auch Kamen Rider zu vergleichen sein: sowohl die Sentai als auch die Rider bestehen aus vielen abgeschlossenen Staffeln, die jeweils eine Situation mit einer neuen Heldengruppe (Sentai) bzw. einem neuen Haupthelden (Kamen Rider) aufzeigen. 'Alte' Versionen tauchen vor allem in der Kamen-Rider-Franchise immer wieder einmal auf, um den neuen zu helfen und so ein Gefühl der Kontinuität zu erschaffen, auch wenn die einzelnen Helden jeweils ganz eigene Quellen ihrer Fähigkeiten und Ausformulierung derselben haben.

Ich möchte das hier kurz am Beispiel von Kamen Rider verdeutlichen: jeder Rider hat eine andere Ursprungsgeschichte, einen anderen großen Bösewicht und eigene Fähigkeiten. Kamen Rider Amazon beispielsweise kam aus dem Amazonasgebiet und hatte 'naturgebundene' Kräfte, Den-O kunnte durch die Zeit reisen etc. Ähnlich verhält es sich mit den Freelancern, den Helden des Freelancer-Systems. Waren es in Hexxagon Fantasy-Gestalten, und in Dynamics Magier (nicht unbedingt im Sinne von Merlin, sondern schon eher moderne Versionen), sind es in Reenact Cyberpunk-inspirierte Gestalten, die eine Bedrohung bekämpfen, von der sie zu Beginn noch gar nicht wissen, dass sie überhaupt besteht.

Es beginnt nämlich damit, dass die Helden sich alle nach Japan gezogen fühlen, um dort jeweils ein eigenes Kunstwerk zu erstellen. Der erste Enthousiasmus schlägt aber dann um, als sich die ersten Steine in den Weg legen, und sich herausstellt, dass diese Kunstwerke, und auch der Drang sie zu erschaffen, ein tieferes Ziel haben. Es würde jetzt die Kampagne spoilern, wenn ich erwähnen würde, was die Zahlen 2.332 und 200, sowie Raketen mit dem Ziel zu tun haben, aber es erwartet die Freelancer ein sehr interessantes Abenteuer. Und zum Titel dieser Besprechung: ja, einen Teil des Abenteuers verbringt man mit einer 'Groundhog Day'-artigen Situation, allerdings findet das Geschehen nicht am 2. Februar (oder gar in Punxsutawney) statt, sondern am 20./21. Juni.

Wie bei den Kamen-Rider- und Super-Sentai-Serien passen die verschiedenen Serien-Prämissen auch hier nur bedingt zueinander - man sollte sich die Charaktere schon aus den speziell für die Kampagne angebotenen Archetypen erstellen, statt 'altgediente' Charaktere wiederzuverwenden. Wer das aber macht - und Tokusatsu-Serien allgemein mag, oder auch das ganzte als eine Art 'moderner Golden-Age-Comic' ansieht, dürfte aber auch mit der neuesten Installation von Freelancer nicht falsch liegen.

HerstellerUlisses-Spiele
AutorChristian Lonsing
Spieler RPG
Denken RPG
Glück RPG
Geschicklichkeit RPG
Preis 14,95 € (Spoielerbuch), 19,95 (Spielleiterbuch 'Cyberspace')
Hier klicken um mehr zu lesen...

Freitag, 13. Mai 2011

RPC-News

Die Neuigkeiten von der RPC

Vorweg: Dieser Artikel wird nicht nur Nachrichten enthalten, sondern bunt hineingemengt auch Kommentar. Ich werde aber versuchen, meine Kommentare als solche kenntlich zu machen. Dennoch ist eine saubere Trennung mMn nicht sinnvoll möglich, so dass ich diesen Weg beschreiten muss.

Und noch etwas: einige Punkte sind bereits im Vorlauf zur RPC bekannt geworden, was mich aber nicht hindert, sie hier zu erwähnen, weil sie hier in einen größeren Zusammenhang gestellt werden können. Einige sind wirklich interessant, und geben zu Spekulationen Anlaß. Viele dieser Punkt habe ich auch - da ich mich nun einmal nicht teilen kann um an allen Workshops teilzunehmen und dennoch mit allen Ausstellern sprechen zu können - von anderen erfahren. Meinen Informanten daher auf diesem Wege Dank.

Wie ich bereits schrieb, ist wohl die größte Veränderung, dass die Rechte am Schwarzen Auge, die bislang bei der Significant GbR lagen, vollständig (soweit möglich) an Ulisses übergegangen sind. Das heißt, dass nunmehr auch Lizenzen für Computerspiele, Filme und so weiter nicht mehr "außerhalb" von Ulisses, und damit nur unter indirekter Kontrolle lagen, nunmehr direkt durch Ulisses verwaltet und vergeben werden.


Dies wird der Konsistenz der Welt des schwarzen Auges sicherlich nicht schaden. Allerdings: inwieweit Ulisses bei der Vergabe von Lizenzen großzügiger, oder auch restriktiver sein wird als Significant, wird man noch abwarten müssen. Internetprojekte dürften es allerdings - angesichts der bekannten Internetaversion im Hause Ulisses (man beachte auch den ersten Kommentar) - schon etwas schwerer haben. Bestehende Lizenzen sollen jedenfalls laut einer späteren "Korrektur" durch Geschäftsführer Markus Plötz nicht angetastet werden.

Auch das Label FanPro, unter dem die Romane bisher erschienen sind, wird es weiterhin geben, wenn auch in neuer Hand: die Romane werden in Zukunft ebenfalls direkt von Ulisses herausgebracht.

Eine weitere Veränderung ist für das Supportteam von Ulisses angekündigt: die "Halbgötter in Rot" werden wohl in Zukunft eher in grün-schwarz herumlaufen: das Alveraniars-Team soll wohl aufgelöst werden und in das "normale" Supporter-Team integriert werden. 'mal sehen, wie viele von den wenigen noch verbleibenden Alveraniaren diese Herabstufung ohne Murren akzeptieren. Allzu groß war der Kreis ja schon nicht mehr, nachdem einige der wichtigsten Leistungsträger des Teams (zumindest in der Außenwirkung) bereits gegangen waren.

Damit ist dann wohl auch das Ende abzusehen von der Aktion "Bringe Deinen Helden ins offizielle Aventurien", in der man einen Helden, der fünfmal in einem offiziellen Alveraniars-Abenteuer bei fünf verschiedenen Alveraniaren gespielt worden war (wofür es dann auch fünf Stempel gab), über Nennung in einem Botenartikel oder Abenteuer "offiziell" machen lassen konnte. Stattdessen sollen in Zukunft mehr Ergebnisse von offiziellen Runden auf Cons in die aktuelle Geschichtsschreibung einfließen, einschließlich der Nennung von Spielerheldennamen. Wie das klappen wird, wenn mehrere Gruppen dasselbe Abenteuer spielen - man darf, denke ich, gespannt sein. Den Beginn machen soll hierfür das MPA auf der RatCon, aus dem einzelne gespielte Helden sich im Aventurischen Boten o.ä. wiederfinden können dürften.

Außerdem soll als 'umwälzende Neuerung' eine Kundenbefragung gemacht werden. Diese wurde als etwas Umwälzendes angekündigt, etwas, was es noch nie gegeben habe. Nun, ich kann mich an mindestens zwei Umfragen erinnern, die im Laufe der Jahre bereits gemacht wurden, vielleicht sind es ja die Details, in denen man die Neuerungen sieht. So soll jeder Teilnehmer (und natürlich nur eine Teilnahme pro Person soll zulässig sein) ein exklusives Abenteuer erhalten, das nicht anders erhältlich sein soll.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch der Kommentar aus dem Hause Ulisses, dass man genauer planen können wolle, der in auffallendem Gegensatz zu entsprechenden Kommentaren auf der RatCon ("Wir haben da eine gut funktionierende Kristallkugel") steht.

Uhrwerk und Prometheus


Der Kahlschlag, der zur Zeit im Hause DSA gepflegt wird, dürfte sich eher gut auf die Produkte von Uhrwerk auswirken - das Projekt, das ursprünglich als "Hobbyprojekt" vom damaligen Ulisses-Mitverantwortlichem Patric Götz aufgerichtet wurde, nimmt inzwischen so viel Zeit in Beschlag, dass er sich komplett aus dem Hause Ulisses zurückgezogen hat. Allem Anschein nach besteht die einzige Verbindung zwischen den beiden Firmen heute noch im "Westkontinent" Myranor. Und bei Uhrwerk tauchen dann auch eine ganze Menge Leute wieder auf, die bei Ulisses mehr oder weniger freiwillig gegangen (worden) sind.

Uli Lindner beispielsweise, der seine Tätigkeit bei Ulisses mit dem Band zur lange verzögerten Lichtsucher-Kampagne abschließen will, steht bei Uhrwerk bereits mit den Hufen zu scharren für einen Abenteuerband um myranische Gaukler (Arbeitstitel Vagabunden), sowie für, anscheinend mehrere, Anthologien zum Codex Monstrorum.

Uhrwerk hat sich auch anderweitig Unterstützung an Land gezogen: der Verlag arbeitet zusammen mit Prometheus Games, die eine kleine Ecke in der Uhrwerk-Ecke des Ulisses-Standes für sich hatten. Prometheus verkaufte nicht nur die bereits bekannten Produkte, sondern auch neu das 'Fantasy Kompendium' für Savage Worlds - und für das SciFi-Rollenspiel Nova ein Abenteuer, das eine Einsteigerversion für das System beinhalten soll und durch Downloadabenteuer in eine kleine Kampagne ausgeweitet werden soll.

Weitere


Pegasus war mit einer ganzen Reihe Neuheiten am Start: die 3. Ausgabe des Spielerhandbuchs, die 2. Ausgabe von Cthulhu Now!, Munchkin Zombies, Fronteinsatz für Shadowrun, und zuguterletzt noch Thunderstone: Doomgate. Da ich selber Pegasus-Supporter bin, werde ich wohl 'mal sehen müssen, was ich meinem Mitredakteur aufladen kann. Leider fiel die Werwölfe-Megarunde aus, die für die Nacht angesetzt war. Die wird man dann aber mit allergrößter Wahrscheinlichkeit auf der NordCon nachholen können.

13Mann zeigte ein neues System: Aborea (ohne 'r'!) ist wie auch einige andere Neuheiten der RPC speziell für den Anfänger gedacht, und verzichtet ausdrücklich auf das 'pen&paper' im Namen, sondern nennt sich ein 'Tischrollenspiel'. Die Pakete sind gut gefüllt: neben den Regelwerken sind auch eine kleine Karte eines Dorfes sowie eine riesige Karte mit einem Teil der Kampagnenwelt dabei - sowie zwei W10 (wenn man Glück hat: mir wurde eine Dose gereicht 'Mach mal auf, die RPC ist gerade begonnen, wir haben noch keine offene Dose zum Zeigen' - und prompt fehlten in der Dose die Würfel. Die anderen Dosen schienen aber korrekt gefüllt zu sein.

Die Mantikore hatten auch ein paar Neuheiten. Vor allem ist natürlich das "Mehrspielerbuch" zu Einsamer Wolf bemerkenswert, mit dem man Abenteuer in der Welt der Soloabenteuer von Joe Dever erleben kann. Außerdem gab es mit Drachen über Larm ein Abenteuer für Labyrinth Lord. Außerdem wurden bereits Proberunden angeboten für die - mittlerweile für Anfang Juni angekündigte - neue Ausgabe von Paranoia auf Deutsch.

Zu den Space Pirates gab es eine Erweiterung, klischeemäßig waren zu den Piraten dann natürlich die Space-Ninja dran. Das Space-Pirates-Buch gab es als Hardcover, das man auch zusammen mit den Space-Ninjas, einer Karte der Abenteuergegend und einem Button in einer Pizzadose als extrem limitierte Ausgabe (die 'Jonas Wagner'-Edition, von der nur rund 15 Exemplare existieren) erwerben konnte.

Die Redaktion Phantastik hatte zwar nichts neues vor Ort, kündigte aber für den Herbst ein neues Abenteuer für Private Eye an.

Überhaupt nicht gesichtet wurden einige andere. Am auffälligsten war es wohl bei Nackter Stahl, die auch auf der letzten FeenCon durch Abwesenheit geglänzt hatten.

Eine Besprechung der RPC als solcher folgt in den nächsten Tagen. Hier klicken um mehr zu lesen...

Freitag, 1. April 2011

Es geht weiter (Update)

Noch mehr Neues aus der DSA-Redaktion etc.

Erst vor ein paar Tagen habe ich berichtet, dass die DSA-Redaktion geschrumpft ist - und schon folgt der nächste Streich. Eigentlich hatte ich ja gehofft, dass jetzt erst einmal wieder ein wenig Ruhe einziehen kann, aber da war wohl der Wunsch Vater des Gedankens.

Es geht um Chris Gosse, dessen Austritt aus der Kernredaktion gestern bekannt gegeben wurde. Damit besteht die Kernredaktion, wenn ich das richtig überblicke, aus Daniel Simon Richter und Alex Spohr.

Ich kann mich jetzt so auf Anhieb an keinen Umbau bei DSA erinnern, der so umfassend gewesen wäre - vielleicht einmal abgesehen vom 30. Januar 1997.

Update: abends kündigte Andre Wiesler dann auch noch an, dass die sogenannte 'erweiterte Redaktion' - also das Gremium aus 'festen' (Kern-)Redakteuren und den freien Redakteuren - ebenfalls aufgelöst werde, und die dazugehörige Mailingliste eingestellt. Anstelle des großen Redakteurskonglomerats, dessen Mitglieder einen gewissen Überblick hatten welche Produkte kommen und mit wen man sich ggfs. außer der reinen Bandarbeit absprechen muss, sollen in Zukunft fallweise Bandredakteure eingesetzt werden, die für die Kommunikation mit den Autoren verantwortlich sind. Diese Bandredakteure gab es schon vorher, ihre Rolle ist nur hiermit deutlich wichtiger geworden, weil es eben keine 'kurzen Dienstwege' mehr gibt.

Man wird sicher abwarten müssen, welche Ergebnisse diese Umstrukturierung zeitigt, allerdings scheint der Titel der letzten Meldung darauf hinzuweisen, dass das vorläufig die letzte solche Meldung war.


In verwandten Nachrichten heisst es, dass Duke Nukem Forever der Fluch des Flussvaters, der schon lange angekündigt worden war, seit kurzen in neuen Autorenhänden liegt und doch kommen soll. Matthias Freund und Dominic Hladec übernehmen die Aufgabe von Tobias Radloff.
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Montag, 28. März 2011

DSA - Großreinemachen

Zur Zeit überschlagen sich wieder einmal die Meldungen zur Redaktion des Rollenspiels DSA.

Nachdem vor wenigen Tagen bekanntgegeben wurde, dass Uli Lindner und Patric Götz nicht mehr zur DSA-Redaktion gehören, wurde im Laufe des letzten Wochenendes auch der Auszug Thomas Römers aus der Kernredaktion bekanntgegeben. Außerdem wurde bekannt gegeben, dass Alex 'Disaster' Spohr neu zur Redaktion stößt, sowie dass die WunderWerk Online - ein Online-Newsletter zum Schwarzen Auge - eingestellt werde zugunsten der Veröffentlichungen von Einzelartikeln.

Ein ein wenig merkwürdiges Gefühl beschleicht einen schon, wenn man all das hört. Gerade Uli, Patric und (vor allem) Thomas gehören ja für den (halbwegs) Eingeweihten zum festen Inventar von DSA, so dass man sich unwillkürlich fragt, ob das denn gut gehen kann. Da kann auch die Berufung von Alex die Bedenken nur teilweise zerstreuen.

Für DSA scheint seit einiger Zeit der alte chinesische Fluch von den 'interessanten Zeiten' eingetreten zu sein, und man darf wohl gespannt sein, wie das weitergehen wird. Ich persönlich finde den Verlust der drei sehr schade (der Gewinn von Alex hingegen ist sicherlich ein Pluspunkt), und werde gespannt die weitere Entwicklung verfolgen. 'mal sehen, vielleicht ergibt sich ja irgendwann einmal eine Gelegenheit, mit dem einen oder anderen der Gegangenen und gegangen Gewordenen am Rande einer Con oder Börse ein kleines Interview zu führen, und davon an dieser Stelle zu berichten. Mich würde es jedenfalls freuen.

Persönlich wundert mich die Entscheidung doch ein wenig, denn die drei, die jetzt gehen, gehören zu den wenigen DSA-Machern, die auch dem weniger internet-affinen Spieler des Systems ein Begriff sind. Gerade Thomas Römer hat in der Rezeption der heutigen Spieler (wenn ich die Eindrücke auswerte, die ich auf verschiedenen Cons und bei gelegentlichen Besuchen in Deutschen Rollenspielläden erhalte) den Urvater des Schwarzen Auges, Ulrich Kiesow, längst überholt. Und die Liste der in den letzten 12 Monaten ausgeschiedenen liest sich beinahe wie ein Who's Who der Deutschen Rollenspielszene. Ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass man jetzt versuchen will, durch 'unbekanntere' Autoren den Eindruck zu erwecken, man sei der Indie-Szene zuzurechnen. Das ist dann doch eine etwas andere Welt...

Ich werde jedenfalls gespannt beobachten, wie es dem zweitältesten deutchen großen Rollenspielsystem in Zukunft ergehen wird.
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Montag, 21. Februar 2011

Neues von Riesenrobotern

BattleTech jetzt bei Ulisses

Es ist schon einige Zeit her, dass das letzte Mal etwas für BattleTech erschienen ist. BattleTech war eines der Opfer, die nach dem Ende von FanPro längere Zeit in der Schwebe gehangen haben Verglichen mit BattleTech war sogar die Wartezeit auf einen neuen Herausgeber für Shadowrun von sehr kurzer Dauer...

Heute hat Catalyst Games dann bekannt gemacht, wer das früher eimal auch in Deutschland ziemlich erfolegreiche System in Zukunft in Deutschland herausgeben wird.

Wie schon DSA landet auch BattleTech bei Ulisses Spiele, wie aus dieser Meldung hervorgeht.

Wie Randall N. Bills es in der Meldung auch sagt, dürfte es eine große Chance für Ulisses und BattleTech sein, denn das System hat auch heute noch in D/A/CH viele Fans. Ulisses und Catalyst dürfen daher mit einiger Berechtigung erwarten, dass diese Akquise sich auszahlen wird.

Leider bedeutet es aber auch, dass, angesichts der Internet-Schüchternheit der deutschen Herausgeber, man als Außenstehender sich fragen muss, ob und inwieweit diese Haltung der Franchise dann wiederum schaden kann.
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Mittwoch, 10. November 2010

Die Namenlose 13 schlägt zu

Wie auf der eigenen Homnepage angekündigt wird, soll Alveran.org per Jahresende vom Netz gehen.

Damit kommt das Ende einer Institution, die man wohl mit Fug und Recht als eine der ganz großen Konstanten im Internet betrachten konnte, was das Deutschsprachige Rollenspiel angeht. Ich wüsste jetzt auf Anhieb - außer vielleicht dem Vinsalt-Forum - keine so bekannte Institution. Seit insgesamt 13 Jahren fand man bei Alveran die News und eine - nicht immer leichte - Diskussionsgemeinschaft.

Wenn man zurückblickt: vor 13 Jahren, also 1997, war gerade der Konkurs von Schmidt Spiele, der Tod von Ulrich Kiesow, und die Übernahme von DSA durch FanPro. Von den heute bekannten DSA-Seiten existierten damals mW nur der Thorwal Standard, und der Vinsalt-Serive (heute: Vinsalt-Forum, nachdem der eigentliche Service seit 2005 nicht mehr upgedatet wird).  Vieles ist seither geschehen, und Alveran hat das System begleitet. 

Dass Alveran sich verändern würde, war wohl zu erwarten, seit Mark nicht mehr in der Redaktion ist und daher auch die Anlieferung von News aus der Aventurischen Produktion nicht mehr gewährleistet waren (dass Ulisses den Online-Publikationen nicht sonderlich gewogen ist, dürfte wohl inzwischen bekannt sein). Dass der Schritt aber ein so einschneidender sein würde - damit hatte ich, ehrlich gesagt, denn doch nicht gerechnet.


Es bleibt abzuwarten, inwieweit die Rolle von Alveran durch einen anderen Dienst übernommen werden kann - es sich auf jeden Fall ziemlich große Stiefel, die sich dafür jemand anziehen müsste.  Andreas, Florian, Johannes, Mark: ihr werdet vielen fehlen. Dennoch alles Gute bei euren zukünftigen Unternehmungen. Hier klicken um mehr zu lesen...

Montag, 23. August 2010

DSA - Schrumpfung geht weiter

Nachdem Mark Wachholz, Till Zybura, Ragnar und Michelle Schwefel vorige Woche die DSA-Redaktgion mehr oder weniger freiwillig verlassen haben, hat auch Katharina Pietsch, die sich in letzter Zeit vor allem um das Bornland, das Mittelreich und die RONdrakirche kümmerte, ihren Austritt aus der Redaktion erklärt.

Und wie um das Erdbeben in der DSA-Welt noch zu verstärken, hat auch Alveran.org angekündigt in Zuklunft keine Neuigkeiten zu DSA mehr zu veröffentlichen. Das dürfte weniger überraschen, da Mark Wachholz Webmaster für Alveran.org ist, und hiermit eine wichtige Kommunikationslinie abgeschnitten wird. Allerdings war Alveran.org auch für einen nicht zu unterschätzenden Anteil der Spielerschaft eine wichtige Informationsquelle. Wichtiger noch dürfte aber fast sein, dass Alveran.org laut dieser Meldung "sich (...) die Frage [stellt], ob [Alveran.org sich] mit [seiner] bald 15-jährigen Fanarbeit mit dem vom Verlag eingeschlagenen Weg für Das Schwarze Auge noch identifizieren können". Hier klicken um mehr zu lesen...

Donnerstag, 19. August 2010

Schwund bei DSA

Gestern wurde bekannt, dass Mark Wachholz nicht mehr in der Redaktion von DSA sitzt. Jetzt höre ich, dass der Schwund in der Redaktion weitere Kreise zieht...

Wie ich soeben mitbekomme, haben sich auch Tyll Zybura, sowie Ragnar und Michelle Schwefel aus der Redaktion zurückgezogen. Für alle drei ist ihren eigenen Kommentaren zufolge die Entlassung von Mark aus der Redaktion zwar der Anlass, nicht aber der Grund für diese Entscheidung - man habe es sich bereits länger überlegt (die Schwefels hatten ihren Rückzug ja bereits 2006 angekündigt und nur ausgestellt, weil ihnen der Fluch des Flussvaters am Herzen lag), und die jüngste Entwicklung habe nur den Anstoß gegeben,den Schritt tatsächlich zu tun.

Man darf gespannt sein, wie sich DSA in Zukunft entwickeln mag.
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Mittwoch, 18. August 2010

Neues von DSA

Obwohl mir zur RPC etwas anderes versprochen worden war, erhalte ich immer noch weder Rezensionsmaterial noch Pressemitteilungen aus dem Hause Ulisses. Ich bin für mein Wissen also auf das angewiesen, was ich aus dem F-Shop-Newsletter erfahre (womit es dann schon viel zu spät ist), oder was ich irgendwo auf dem Internet höre. Was meist auch ziemlich spät ist.

Dennoch möchte ich es nicht unterlassen, auf diese Meldung von Alveran hinzuweisen. Anscheinend ist Mark Wachholz nicht mehr Redaktionsmitglied für DSA. Was das für die Zukunft des Metaplots bedeutet, müssen wir wohl abwarten... Hier klicken um mehr zu lesen...

Mittwoch, 21. Juli 2010

Neues von ... Cthulhu?

Manche Entwicklungen werden in den unwahrscheinlichsten Ecken angekündigt. Man sehe nur den Verkauf der Masterbook-artigen Spiele, den ich gestern gemeldet habe, (und von dem ich selbst nur über die Torg-Mailingliste gehört hatte). Jetzt weist mich Mustafa ben Ali auf diesen Thread, in dem wiederum ein Link hierhin zu finden ist...

Kurz gesagt, geht es hierbei um das System Cthulhu Tech, das u.a. auch für den ENnie vorgeschlagen worden war. Anscheinend will Ulisses (oder doch Uhrwerk?) dieses System herausbringen.

Ich bin 'mal gespannt. Torg steht auch schon seit langer Zeit in den Plänen der Walsemser, und man hat kaum etwas davon gehört.

Außerdem dürfte der Name wahrscheinlich geändert werden müssen. 'Cthulhu' an sich ist nämlich unter Nummer 30672908 eingetragenes Warenzeichen der Pegasus Spiele Verlags- und Medienvertriebsgesellschaft mbH für die Klassen 16 ( Druckereierzeugnisse, insbesondere Bücher, Zeitschriften, Comics, Poster) und 28 (Spiele, insbesondere Brettspiele, Kartenspiele, Rollenspiele, Zubehör für die vorgenannten Waren (soweit in Klasse 28 enthalten); Spielzeug, insbesondere Spielfiguren und elektronisches Spielzeug, ausgenommen als Zusatzgeräte für Fernsehapparate).

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Donnerstag, 6. Mai 2010

Gleich und doch verschieden

Inrah-Kartenspiele

Inrah, das Tarot des Schwarzen Auges (genauer: das Tarot Aventuriens, denn mW gibt es dieses Kartenset nicht in Myranor), ist ziemlich sicher eines der am längsten erwarteten 'Add-ons' zu einem Rollenspiel. Schon kurz nach der ersten Erwähnung der Karten konnte man Stimmen hören, die gerne ein derartiges Kartenspiel besessen hätten - meine Stimme war damals eine davon -, aber viele, viele Jahre tat sich dann nichts.

Es gab ein Internetprojekt, mit dem man ein Inrah-Blatt selbst ausdrucken konnte, aber das hat natürlich einen ganz anderen Effekt als ein 'echtes' Inrah-Deck. Auch gab es verschiedenste Regelwerke sowohl zur Verwendung der Karten als Wahrsagekarten, als auch zu den mit den Karten möglichen Glücksspielen. Sogar für das Aventurische 'Poker', Boltan, gab es verschiedenste Versionen, die sich teilweise erheblich unterschieden. So spracht das Inrah-Projekt auf dem Internet davon, dass es beim Boltan-Spiel um Hände mit sieben Karten gehe, während der Roman 'Der Spieler' von fünf Karten ausgeht. Auch das relativ spät erschienene Abenteuer 'Sie Herren von Chorhop' verwendet fünf-Karten-Hände.

Und jetzt, ziemlich plötzlich, gibt es die Karten tatsächlich, und zwar gleich in zwei völlig verschiedenen Versionen.


Die erste ofiizielle Ankündigung, dass es tatsächlich Inrah-Karten geben werde, habe ich dann erhalten, als die Personal Edition von Drakensang 2 - Am Fluss der Zeit angekündigt wurde. Zu den speziellen 'Goodies', die mit der Personal Edition verkauft wurden, gehörte auch ein komplettes Inrah-Deck. Kurz darauf hörte man dann auch, dass auch Ulisses Spiele ein Inrah-Deck herausbringen wolle, das allerdings komplett anders entworfen sein werde.

Und so gibt es jetzt in einem Schlag zwei Decks, von denen eines aber nur auf Umwegen oder mit viel Glück zu erwerben ist. Auf der RPC wurden einzelne Exemplare des Drakensang-Decks, die nicht defekte Sendungen von Amazon ersetzen mussten, verkauft. Und auch auf eBay ist, während ich dies schreibe, nur das offiziell alleine verkaufte Deck von Ulisses zu finden. Dennoch lohnt es sich, die beiden Spiele einmal nebeneinander zu legen und zu vergleichen. Aber zunächst ein wenig über die Gemeinsamkeiten.

Zusammenstellung

Ein Inrah-Deck besteht aus insgesamt 121 Karten: 72 'Elementarkarten', und 49 'Arkana'. Letztere zeigen Motive aus der aventurischen Mythologie, dem alltäglichen Leben und so weiter, während die Elementarkarten jeweis 12 Karten jedes der 6 aventurischen Elemente sind: neben dem As noch jeweils die 2-7 des Elementes sowie die fünf 'Hofkarten', Fürst, Magier, Wiessagerin, Ritter, Knappin. 

Zu den Karten kommt in beiden Packungen noch ein Haft mit Spielregeln und Wahrsageanleitungen, mit denen man die Karten auch im Rollenspiel gut verwenden kann.

Interessant ist, dass es, wie auch in der irdischen Geschichte, eine Trennung zwischen den Elementarkarten und den Arkanen gibt. Irdisch gibt es ja auch ein Tarock- bzw. Französisches-Tarot-Spiel, bei dem die 'Trümpfe' noch mitverwendet werden, aber die meisten Spiele benutzen höchstens noch den aus dem Trumpf-Teil abgeleiteten Joker (Trumpf 0, 'Excuse', in Deutschen Varianten 'Sküs').

Das in den Regeln beschriebene Spiel ist Boltan, das in vielen Zügen dem irdischen Poker gleicht. Diese Ähnlichkeit wird auch in den Spielregeln wiederholt angesprochen. In der aktuellen (und wohl als kanonisch zu betrachtenden) Fassung geht es um Hände mit fünf Karten, zum Spiel werden nur die Elementarkarten verwendet. Man dürfte allerdings ohne weiteres auch andere Spiele mit diesen Karten spielen können.

Interessant ist, dass sich durch die Verwendung des anderen Kartenblattes die Chancen auf bestimmte Kartenkombinationen verschieben. Hier war man sich bei Ulisses selbst wohl nicht ganz einig: die Rangfolge der Kartenhände (die ja darauf basiert, wie häufig eine Hand ist) wird in den mitgelieferten Regeln anders angegeben als im o.g. Chorhop-Abenteuer. Die genaue Berechnung der Wertigkeit der verschiedenen Hände ist ja nicht gerade Einfach, aber ich denke, dass die 'neue' Reihenfolge die tatsächlichen Chancen schon ziemlich gut abdeckt. Wichtig sind eben vor allen Dingen auch, dass man bei sechs Farben eben auch Fünflinge erhalten kann, dass die Wahrscheinlichkeit gleichfarbiger Karten sinkt (6 statt vier Farben), während die Chance auf gleichwertige Karten steigt (nur noch 12 statt 13 Werte). So kommt es dann auch dazu, dass (anders als noch im Chorhop-Abenteuer) der Straight ("Lanze" oder "Gasse") und Flush ("Sippe" oder "Elementarkreis") aufgewertet wurden und nun über dem Full House ("Rotte" bzw. "Familie") resp. gar dem Vierling (auch "Pikenwall") eingeordnet werden.

Ungewöhnlich für den irdischen Spieler ist sicher auch, dass das As als Beiblatt (irdisch: Kicker) immer als 1 zählt und nicht hoch, während es in Kombinationen hoch ist. Eine zweite Stolperfalle für den Pokerspieler ist die Kennzeichnung der Hofkarten: de Knappe, also die unterste Hofkarte, hat die irdisch höchste Kennzeichnung 'K'. Dass eine Lanze nach der 7 mit dem Knappen als erster Hofkarte beginnt (und man eben keine 8, 9 odwer 10 mehr hat), wirkt verglichen hiermit schon eher als eine kleine Bosnickeligkeit.

Die Boltan-Varianten kommen dem Pokerspieler sofort bekannt vor: 'Svellttal-Boltan' entspricht unserem Draw Poker, 'Fünf aus Sieben' bzw. 'Sphären-Boltan' dem ebenso klassischen Stud. Das heutzutage gerade in Europa populärste Texas Hold'em heisst 'Entsatztrupp' bzw. 'Brabaker bluffen' (wobei im Heft von Ulisses auch noch 'Svellttaler Boltan' als Name erwähnt wird - was wiederum fast genauso klingt wie 'Svellttal-Boltan', s.o.). Mit Basis-Pokerwissen ausgestattet, kann man also sofort loslegen, auch wenn man die aus dem Fernsehen bekannten Chancen vergessen sollte: die 1/3 Chance, einen open-ended Straight oder einen Flush Draw füllen zu können, wären hier hoffnungslos falsch eingeschätzt.

Als zweites wird die Möglichkeit erwähnt, die Karten bei einem Wahrsager anzutreffen. Auch hier werden eine ganze Reihe Legemöglichkeiten beschrieben, die den irdischen Methoden verblüffend ähneln. Wer ein wenig Erfahrung mit irdischer Wahrsagerei hat (oder ein entsprechendews Buch besitzt oder in der Bücherei ausleiht) dürfte allerdings mit den dort anzutreffenden weiteren Legemethoden oftmals noch stimmungsvollere Leg(g/s)ungen hinbekommen.


Abgeschlossen werden die Hefte jeweils mit Deutungen für die verschiedenen Karten - Bedeutungen der Farben, Werte und Einzelkarten sowie der Arkanen.
Das einzige, was ich ein wenig vermisste, waren Methoden, vorherbestimmte Legungen 'hinzukriegen'. Während es natürlich beim 'echten' Spiel nicht gerade gesundheitsfördernd ist, wenn man vorbereitete Kartenverteilungen austeilt, kann dies ja beim Rollenspiel sehr nützlich sein. Leider wird auf diese Methoden - palmieren, 'falsch' abheben und so weiter - mit keinem Wort eingegangen.

Die Unterschiede

Schon äußerlich sehen die Beiden Sets völlig verschieden aus. Die Dose des Ulisses-Decks sieht aus wie ein Kartenspiel, das man heutzutage im Laden kaufen kann. Das Drakensang-Deck hingegen hat eine dunkelrotbraune Dose mit einem Drakensang- und einem DSA-Logo, einem Elementrarring und dem Wort 'Inrah' darauf. Einmal abgesehen von einem hellen Rechteck - auf dem in einer Ladenversion ggfs. Details zum Spiel zu finden wären - zeigt die Dose ansonsten nur eine Holzmaserung.

Öffnet man die beiden Schachteln, denkt man zunächst, die Karten seien auch unterschiedlich groß. Das liegt allerdings an der Farbgebung: während die Drakensang-Karten einen dunklen Rand haben, haben die Ulisses-Karten einen hellen Rand und wirken dadurch deutlich größer. In Wirklichkeit sind sie alle 8x12 cm groß.

Leider habe ich keine Meßgeräte, die es genau genug messen, aber ich hatte das Gefühl, dass die Ulisses-Karten ein wenig dicker (und damit widerstandsfähiger) sind als die Drakensang-Karten.

Die Ulisses-Karten wurden von Mia Steingräber und Caryad gezeichnet, wobei diese beiden sehr ähnlich wirkende Bilder abgeliefert haben. Wenn keine Signatur auf der Karte steht, ist es sehr schwer zu sagen, von wem sie ist... Die Karten sind vom Stil her eine interessante Mischung aus Jugendstil-Motiven (bzw. dem Rider-Waite-Tarot) und dem Ur-Klassiker 'Tarot de Marseilles': während 'modernere' Tarots (wie auch der Rider) meist auch gezeichnete Farbwerte haben, sind hier auf 'klassische' Manier die Zahlenkarten nur mit Elementsymbolen versehen.

Die Drakensang-Karten hingegen sind mit Illustrationen aus den Computer-Rollenspielen geschmückt. Die Zahlenkarten tragen auf einem Hintergrundsmotiv zum Element der Karte nur eine Zahl in modernem Font aber keine Elementsymbole, bei den Motivkarten (Arkana und Hofkarten) steht jeweils ausdrücklich der Name des Künstlers mit angegeben, sowie die Bedeutung. Das kann in besonderen Fällen zu Mehrfachen Nennungen führen: die Karte 'Ehre' zum Beispiel, deren arkane Bedeutung 'Rondra' ist, zeigt Ritter Traldar (aus dem ersten Drakensang), zusätzlich werden auch noch die zwei Künstler angegeben. Das, aber auch der moderne Font und die 'moderne' Bedruckung, führt dazu, dass man sich weniger aventurisiert fühlt als mit den Ulisses-Karten.

Für 'moderne' Augen sehen daher wohl die Drakensang-Karten 'normaler' aus. Einem Freund der klassischen Wahrsagekarten werden wohl die Ulisses-Karten besser gefallen. Auch sehen sie ein wenig aventurisch-glaubhafter aus. Einem Puristen dürften aber auch diese noch zu viele Tönungen und Schattierungen haben. Mit zur Zeit verwendeten Karten verglichen, erinnern die Drakensang-Karten am ehesten an die Karten eines CCG, während die Ulisses-Karten an französische Tarot-Karten erinnern, mit dem zusätzlichen Bonus, dass die Arkana (eben nicht Trümpfe) 'sprechende Motive' haben.

Im Endeffekt wird es aber wohl eine Geschmackssache sein, welche Version man schöner findet. Und wer sie haben will, wird die überhaupt finden müssen - was das ganze für den Normalkunden auf das Ulisses-Tarot beschränkt. Aber das ist, wie ich bereits schrieb, nicht unbedingt von Nachteil. Mit gefallen die Ulisses-Karten sogar ein wenig besser als die Drakensang-Karten, weil sie eben 'aventurischer' sind.
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Montag, 22. Februar 2010

Neues von Pegasus und Ulisses


Es kriselt anscheinend zwischen den beiden.Jedenfalls ist das der Eindruck, der sich auch dem unbedarften Leser aufdrängen dürfte, wenn er den letzten Pegasus Weekly (Nummer 5-7, 3.-23. Februar, ca. 965 KB PDF) ansieht.

Da nicht jeder den Newsletter herunterladen wollen wird, hier der entsprechende Text für den geeigten Leser:

Sehr geehrter Pegasus-Kunde,
leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass sich die
Firma Ulisses Spiele dazu entschieden hat, uns nicht
mehr mit Ihrem Verlagssortiment (u.a. "Das Schwarze
Auge"-Rollenspiel) zu beliefern. Wir weisen an dieser
Stelle darauf hin, dass wir schon die letzten Jahre "Das
Schwarze Auge" mangels Vertriebsmarge(!) als Service für
Sie als Kunden im Sortiment geführt haben.
Wir möchten festhalten, dass es zwischen Pegasus und
Ulisses KEINEN Vertriebsvertrag o.ä. gab und wir stets
bemüht waren, Ulisses-Produkte gut und zuverlässig zu
liefern UND zu bewerben!
Die "Schwarze Auge"-Taschenbücher von Fantasy Pro-
ductions sowie die Spiele des Spielzeit- und Uhrwerk-
Verlags haben wir nach wie vor im Sortiment und freuen
uns, Ihnen hier unseren gewohnt guten Service bieten
zu dürfen!
Darüber hinaus arbeitet Pegasus Spiele weiterhin aktiv im
Rollenspielbereich und plant für 2010 die Veröffentlichung
des EINSTIEGSROLLENSPIELS "Quest – Zeit der Helden"!
Mit phantastischem Gruß
ihr PEGASUS SPIELE-Team


Besonders interessant ist, dass Spielzeit und Uhrwerk, die ja (mit) von Ulisses-Chef Patric Götz geleitet werden, hier nicht von betroffen sind. Ersterer ist ja ein Krefelder Verlag und Spieleladen, bei Ulisses hingegen ist Markus Plötz mitbeteiligt. Ob die unterschiedliche Politik hierauf zurückzuführen ist, konnte ich noch ncht eruieren, ich bleibe aber am Ball :) Hier klicken um mehr zu lesen...

Samstag, 19. Dezember 2009

Flamebait

Wie vergrault man seine Fans?

Es gehört mittlerweile zum guten Ton, dass ein Rollenspielverlag ein Forum anbietet, auf dem die Kunden sich über die Produkte unterhalten können. In der Regel gibt es in diesen Foren auch einen sogenannten 'Off Topic'-Teil, der je nach Forum mehr oder weniger intensiv genutzt wird. Beispiele dafür sind hier bei Nackter Stahl (Frostzone / Arcane Codex), hier im offiiellen Pegasusforum, hier im angeschlossenen Cthulhu-Forum, hier bei Prometheus (Savage Worlds, 1W6, Barbaren, Elyrion, Funky Colts, Ratten ...) - sogar im Midgard-Forum findet man einen derartigen Bereich. Die einzige Ausnahme ist das Forum von Feder und Schwert - und in Kürze auch das von Ulisses.

Beinger der schlechten Nachricht war der Forenadmin Ijiro, der gestern, am 18.12., die Nachricht überbrachte, dass 'im Januar' auf eine neue Forenengine umgestiegen werden würde, und im Zuge dieser Maßnahme auch der gesamte Off-Topic-Bereich wegfallen werde. Ziel sei, aus dem Forum ein 'Informationsforum' zu machen.

In der Forenpolitik will Ulisses sich also an Feder & Schwert annähern. Auch wenn ich selber - als Mitglied eben dieses Off-Topic-Bereiches, wenn ich auch regelmäßig in den OnTopic-Foren tätig war - voreingenommen sein mag (deshalb dieses Posting auch als Kommentar unter dem Titel 'Flamebait'), kommt mir das ganze Vorhaben doch sehr ... fraglich vor.

Es ist kein Geheimnis, dass einige Mitgliedern der Führungsetage von Ulisses bereits seit langem den Wunsch hegten, das Off Topic zu schließen - immerhin fand man dort die Leute, die am ehesten sagten, wenn ihnen etwas an neuen Produkten nicht gefiel. Dies wurde aber dann gerne verschleiert hinter Behauptungen wie die, dass es im Off Topic viel mehr Flamewars gebe, was kein gutes Licht auf den Verlag werfe, oder dass die reine Anwesenheit des Off Topics potentielle Benutzer vergraulen würde - u.a. eben wegen der Flamewars, aber auch wegen der familiären Atmosphäre, die dort herrschte, und die sogar einige Beziehungen zwischen Postern zuwege brachte). Ich frage mich allerdings, wie diese beiden Phänomene - viele Flamewars und eine familiär-freundschaftliche Atmosphäre - eigentlich zusammenpassen sollten. Aber zu Flames nachher noch etwas mehr.

Jetzt wird das off Topic also zugemacht - und das mit einer (An)kündigungsfrist von zwei Wochen, denn 'irgendwann im Januar' kann ja bereits der erste sein. Diese Ankündigung kam zu einer Zeit, als die ersten sich bereits in den Weihnachtsurlaub abgemeldet hatten - mit der Option of eine häßliche Überraschung nach Weihnachten. Ob man hoffte, so die Reaktionen 'klein zu halten'?

Die OT'ler von Ulisses - Kummer gewohnt - machten sich jedenfalls sofort daran ... nein, nicht über die Entscheidung Zeter und Mordio zu schreien, sondern eine Alternative zu suchen. Und in diese Diskussion mischte sich dann jemand ein...

Dieser Poster, der seiner eigenen Aussage nach seit einem Jahr bereits im Ulisses-Forum liest, sich aber erst Mitte November angemeldet hat, fand es an der Zeit, in diesem Thread noch einmal nachzutreten. Mit Kommentaren wie "hier wirkt ihr wie, hm, ranziger Kleber und Senkblei" versuchte er wohl, die Temperatur ein wenig weniger winterlich zu machen, was allerdings schnell verpuffte und im Endeffekt ausging wie das Hornberger Schießen. Auch der Versuch, mit der Bemerkung "das DSA Forum wird ein Gewicht von seiner Brust verlieren " weitergehende Kommentare herauszulocken, können nur als wenig erfolgreich betrachtet werden. Wozu aber dieses Trollen?

Es mag daran liegen, dass die (oben bereits erwähnte) Behauptung, das Off Topic sei der Ort, wo es die ganzen Flamewars gebe, keiner näheren Nachprüfung standhält. Der letzte echte Flamewar zwischen OffTopic'lern ist (gefühlt) gut ein Jahr her - es ging ums Rauchen, wenn ich mich recht erinnere - während (ebenfalls gefühlt) in jedem Monat irgendwo im On Topic - meist im Regel und im Hintergrundforum, scheint es - ein neuer Flamewar ausbricht. Da wäre es natürlich schön, wenn man die Argumentation abändern könnte und mit dem Finger zeigen und sagen "Seht mal, der letzte Flamewar war im Off, also muss das 'raus". Man muss gar nicht erst diesen Comic längere Zeit lesen, um ein solches Muster zu vermuten. Was allerdings die Frage aufwirft, um wen es sich bei dem Poster handelt. Honi soit.

Wie auch immer, man will also neue Kunden anziehen, mit einem 'Informationsforum', in dem persönliche Beziehungen verpönt sind. Es ist sicher das Recht von Ulisses, selbst zu bestimmen, wie sie ihr Forum aufziehen und was sie damit erreichen wollen. Allerdings stellt sich mir die Frage, ob man dieses hehre Ziel auch erreichen kann.

Zu einem Informationsforum gehört für mich, dass ich nach kurzer Zeit von offizieller Seite eine Antwort auf meine Fragen erhalten kann. Also nicht nur von anderen Mitkunden, sondern von jemandem, der weiss, was Sache ist, und eine zumindest semi-offizielle Position einnimmt. Mit anderen Worten: ein wenig wie das F&L-Forum (Achtung: dies ist ein Niederländisches Forum). Sogar hier gibt es in jeder Kategorie ein Off-Topic. Was aber viel wichtiger ist: die Redakteure der verschiedenen Zeitschriften lesen regelmäßig mit und antworten auch auf die Fragen. Wer Informationen nötig hat, kann hier tatsächlich davon ausgehen, dass er auch kompetente Antworten erhält. Auch wenn Ulisses kürzlich zwei weitere Redakteure fest angestellt hat, muss ich doch sagen, dass mich eine derartige Qualität im neuen Forum überraschen würde. Aber vielleicht gelingt es Ulisses ja, mich hier positiv zu überraschen.

Was auf jeden Fall passieren wird, ist, dass die Diskussionen im On Topic weniger und langsamer werden. So einige Off-Topic-Poster posten schließlich auch im On Topic, kommen aber hauptsächlich eben fürs Off Topic ins Forum. Der Autor ist ein gutes Beispiel dafür. Wenn das Ulisses-Off-Topic wegfällt, werde ich ziemlich sicher nicht mehr jeden Tag (mehrfach) im Ulisses-Forum einloggen, sondern wahrscheinlich nur noch alle drei, vier Tage oder so. Das werden viele andere aucht tun, wenn sie denn überhaupt noch wiederkommen, nachdem man ihnen indirekt gesagt hat wir wollen Euch nicht, ihr seid sowas von bäh, da ist die Türe. Man beschte: auch die OffTopic'ler haben Ulisses-Produkte gekauft un bespielen diese - ob es DSA, Myranor, WarMachines, Hordes oder sonstwas ist. Einiege dieser personae non gratae sind offizielle Supporter...

Jeder regelmäßige Besucher des Forums wird sich fragen müssen, wann es ihn/sie eventuell ebenfalls treffen könnte. Da die Kritik an den Ulisses-Produkten vor allem von OffTopic'lern ausgesprochen wurde, wird es sicher auch einen abschreckenden Effekt geben, Kritik überhaupt zu äußern - ein Jasagerforum aber hat auf Dauer keine Überlebenschance. Ob man sich die Kritik zu Herzen nimmt oder (zum Beispiel aus anderen Quellen) anderen Informationen einen höheren Stellenwert einräumt, ist eine Sache. Zu hoffen, dass ein Forum, dem man (indirekt) gesagt hat, dass Kritik nicht erwünscht ist, einem sinvolles Feedback liefert, ist jedenfalls eine Hoffnung, die nicht aufgehen kann. Bleibt nur zu hoffen, dass die Annäherung an Feder & Schwert in der Forenpolitik die einzige Annäherung im geschäftlichen Bereich bleibt un nicht auch zu einer Annäherung im Rollenspielumsatz führt. F&S kann schließlich über die Bücher ausgleichen.

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Mittwoch, 7. Oktober 2009

Neues von den Raumgoten

Kaum zu glauben aber wahr. nachdem es lange verdächtig still um die Neuausgabe von Space Gothic war, hat die Wartetei jetzt ein Ende.

Wie Viola Becker in einem Posting im Ulisses-Forum ankündigte, liegen die frisch gedruckten Werke bereits im Verlag vor. Offizieller Erstverkaufstag soll dennoch erst der 29. Oktober sein, ein 'Prerelease' soll aber für die Messe geplant sein...

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Mittwoch, 5. August 2009

R.I.P Stefan Trautmann

Stefan Trautmann als Rondred Donnerklinge auf dem Bilstein-Konvent 2003, Foto mit freundlicher Genehmigung von Uta Enners

Wie ich soeben aus dem Alveran-Ticker erfahre, ist Stefan Trautmann am 28. Juli auf Kreta tödlich verunglückt.

Für jeden, dem der Name nicht auf Anhieb etwas sagt: Stefan Trautmann war der Autor des Abenteuers Der Fluch des letzten Sultans, und zusammen mit seiner Freundin Uta Enners von Leichte Beute in der Meridiana-Anthologie Questadores.

Aventurien-Kennern war er obendrein bekannt als Baron Simold von Pfiffenstock-Sturmfels zu Haselhain, den er im Briefspiel und auf Bilstein 2001 verkörperte, sowie als freier Mitarbeiter des Thorwal-Standard, wo er für viele Illustrationen verantwortlich zeichnete, vor allem für einige 'Holden des Monats' im 'Wahren Boten'. Auch war er in Aventurien maßgeblich an der Ausarbeitung der Baburen und Nebachoten beteiligt.

Ich möchte auch im Namen der anderen Redaktionsmitglieder den Hinterbliebenen unser Beileid aussprechen.

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Freitag, 31. Juli 2009

Neues von Ulisses und Uhrwerk

Heute hat sich 'Silent' Patric Götz im Ulisses-Forum zum Stand der Dinge geäußert und die Produktplanung aktualisiert.

Durch verschieden Umstände war er eine Zeitlang nicht mehr auf dem Forum aktiv gewesen. Hier nur eine Übersicht über die wichtigsten Details:

  • Wenn nicht noch etwas übelst schief läuft, wird auf der RatCon das Abenteuer T4 Goldene Stadt gratis verteilt werden. Das Abenteuer, das im letzten Jahr auf einigen Cons vreteilt wurde, wird in Restbeständen gegen eine nominale Zahlung von 2,50€ über den F-Shop versandt (und der hat ja neuerdings in Deutschland keine Versandkosten mehr). Gegen Dezember soll das Abenteuer dann auch gratis zu downloaden sein. Es lhnt also nicht, auf eBay 10 Euro und mehr hinzulegen...
  • August: „Patrizier und Diebesbanden“ & „25 Jahre DSA Band 2 - Gruppenabenteuer“
  • September: „Wege des Meisters“ & „Donner & Sturm“
  • Oktober: „Handelsherr & Kiepenkerl“ & „25 Jahre DSA Band 3 – Soloabenteuer“
  • November/Dezember: „Von Orks und Menschen“, „Drachenchronik 2“, „Die Phileasson Saga“
  • Und ansonsten sollte eigentlich auch noch dieses Jahr der 25 Jahre DSA Abenteuerband kommen.
  • Das Wunderwerk soll wiederbelebt werden, diesmal als eine on-line verfügbare Publikation.
  • Gefährliche Gassen für Myranor und Feuer und Schwefel für Deadlands sollen Ende nächster Woche zum Drucker gehen
  • Hollow Earth Expeditions wird wohl ungefähr zur RatCon zum Drucker gehen
  • An weiteren Myranopr-Produkten (Spielleiterschirm, Götterband, Sternenpfeiler) wird fleißig gearbeitet.
Bleibt also zu hoffen, dass die U&U-Bahn wieder ins Gleis kommt.
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Mittwoch, 29. Juli 2009

Reiseführer

Unter Barbaren

Offizieller Erstverkaufstag des Abenteuerbandes Unter Barbaren von DSA war meines Wissens am 15. Juli, man konnte es bereits am 11./12. auf dem FeenCon erwerben. Schon das Titelbild macht klar, dass die 'Barbaren', um die es hier geht, keine Blümchenpflücker sind - bei dem Titelbild muss ich immer daran denken wie viele Anime-Serien bei dem Import in die Vereinigten Staaten zensiert werden: vor allem der Mann links unten, der offensichtlich beim Kampf den kürzeren gezogen hat, wäre bei den aktuellen Richtlinien nicht möglich . Hier kann man es nicht so gut sehen, aber der rote Schimmer, den man in der verkleinerten Version erkennen kann, ist nicht dem Kompressionsalgorithmus geschuldet.

Innen hat der Band das übliche Format für eine Anthologie: vier Abenteuer, die diesmal über den ganzen Aventurischen Kontinen verteilt sind, und die die Helden mit verschiedenen Barbarenkulturen in Kontakt bringen.

Im einzelnen sind dies:

  • Hauer und Horn von Martin John führt die Helden ins Gjalskerland
  • Feuer und Eis von Klaus Adrian und Lars Feddern zu den Fjarningern in die Nebelzinnen
  • Marbos Rabe von Matthias Freund und Lena Kalupner bringt sie zu den Mohastämmen rund um Kun-kau-peh
  • und Das Blut der Götter von Uli Lindner sorgt für eine Begegnung mit den Ferkinas im Thalusmassiv

Nicht alle Barbaren also, denn so beliebte Typen wie die Trollzacker fehlen mir dann doch noch. Auch scheint die Anthologie eine etwas wilde Geschichte mitgemacht zu haben, denn im Vorwort stolpert man beinahe unwillkürlich über einige krumme Beschreibungen. Wieso nach der Beschreibung des Abenteuers in Kun-kau-peh dann der Ausdruck 'Weniger kalt geht es zu' zu finden ist, hat Uli Lindner im Ulisses-Forum zugegeben: das letzte Abenteuer kam etwas verspätet in der Redaktion an und dann wurden die Abenteuer in der Reihenfolge des Eingangs abgedruckt. Es bricht also nicht etwa eine neue Eiszeit über die Mohadschungel herein (ich hoffe, das war jetzt kein Spoiler).

Das erste Abenteuer, Hauer und Horn, ist ein relativ simpeles Szenario, bei dem die Helden ins Gjalskerland geschickt werden, sich dort unbeliebt machen, und so weiter. Mehr zu sagen wäre beinahe ein kompletter Spoiler: das Abenteuer greift tief in die Tropenkiste, einige Male dachte ich mir, 'Das Stereotyp wäre, wenn... ach, da ist es ja schon.' Wenn man von dieser Vorhersehbarkeit absieht (auf die man sich als Spieler eben einlassen muss), gibt es aber einen guten Einstieg in die Gjalskische Kultur.

Anders bei Feuer und Eis: hier werden einige Fäden aufgenommen, die schon zum Beispiel im Bornland-Band ausgelegt wurden, und weitergesponnen. Auf der Suche nach einer neuen Quelle für Bernstein begegnen die Helden einem Fjarninger, der ihnen verspricht, sie in seine Quellen einzuweihen, wenn sie ihm bei dieser kleinen Aufgabe helfen... In vielem erinnerte mich die dort dargestellte Fjarninger Kultur an die der Eiselfen aus Schwingen aus Schnee, dürfte aber trotzden vielen Spielern wegen ihrer relativen Mitleidslosigkeit Bauchschmerzen bereiten. Als kleines Osterei für Eingeweihte ist hier auch der Berufsaufsatz des Bernsteinsammlers zu finden, der gewisse Verlagschefs zur Androhung finsterster Fluchriten veranlasste, sollten sie den Begriff je noch einmal lesen müssen .

Genauso nimmt auch Marbos Rabe sich altbekannter Namen an, und schreibt ihre Geschichte fort. Bastan Munter, Kun-kau-peh, die ollen Nemekathäer ('oll' wie in 'die ollen Römer'...), Anoiha, Oijaniha, Panaq'Si ... Begriffe, die dem DSA-Erfahrenen ein Lächeln des Wiedererkennens auf die Lippen trieben, die aber andererseits nicht mit Hintergrund zu sehr überfrachtet sind, werden hier zu einem interessanten und lebhaften Mix zusammengefügt. Vor allem das relativ offen gehaltene Finale dürfte allerdings das Abenteuer nicht ganz einfach zu leiten machen.

Im Blut der Götter müssen die Helden neben dem eigentlichen Forschungsziel sich auch noch mit Widersachern plagen, die ihre Rolle als Gegner der Helden eher sportlich sehen. Wenn man als Spielleiter mit einer Gruppe 'gesegnet' ist, die jedwede Konkurrenz ohne viel Federlesens gleich final entsorgen will, könnte das Abenteuer hier aus der Spur geraten, denn zumindest ein paar der Gegenspieler werden später noch benötigt.

Abseits der eigentlichen Abenteuer wird auch dem Klappentext folgend ein mehr oder weniger ausführlicher Einblick in das Wesen der verschiedenen barbarenvölker geliefert, wobei mir hier die Ausführungen zu den Ferkinas ein wenig knapp ausgefallen sind. Eine Gemeinsamkeit der Abenteuer ist aber, dass sie nicht geeignet sind für Angehörige der betreffenden Völker, da das Erforschen und Erfahren der andersartigen Kultur doch ein wesentlicher Teil der Abenteuer ausmacht. Für alle, die gehofft hatten, hiermit eher barbarengeeignete Abenteuer zu erhalten, gilt also: weiter warten.

Die Illustrationen sind nicht nur auf dem Titelbild durchgängig gelungen und wissen zu erfreuen.

Wenn ich die Einzelabenteuer in Qualität/Spiuelspaß sortieren müsste, würde ich wohl genau dieselbe Reihenfolge erhalte,n in der die Abenteuer im band stehen: gerade die letzten zwei haben es mir sehr angetan...

HerstellerUlisses Spiele

Autoren

Klaus Adrian, Lars Feddern, Matthias Freund, Martin John, Lena Kalupner, Uli Lindner

Spieler

2-6, RPG

Denken

n/a

Glück

n/a

Geschicklichkeit

n/a

Preis ca.

20 € (Buchpreisbindung)

Anzeige Unter Barbaren ist zum Beispiel erhältlich über den Pegasus-Webshop

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Freitag, 17. Juli 2009

Kurze Neuigkeiten

Demnächst gibt es dann auch wieder Rezensionen - ich habe zwei, drei Sachen in der Pipeline, die ich unbedingt rezensieren muss...

Das Eröffnungsdatum für den Laden der Dragoncats ist mitttlerweile fest: nächste Woche Samstag, am 25., eröffnen die Dragoncats ihr Ladenlokal.

Auf der FeenCon wurde bereits der neue Abenteuerband Unter Barbaren verkauft, offizieller Erstverkaufstag war Mittwoch. Leider hatte ich das Rezi-Exemplar zu spät, aber nächste Woche will ich die Rezi on-line stellen.

HackMaster Basic scheint sich gut zu verkaufen - ich bin gespannt, ob meine Anfrage zu rezo-Exemplaren Erfolg hat.

Im Rahmen der Lizensierungen von CoC und verwandten Systemen hat Chaosium jetzt auch eine Lizenz an Cubicle-7 gegeben, die bereits in Kürze einen Abenteuerband mit cthuluiden Abenteuern in Großbritannien herausbringen wollen. Neben der CoC-Lizenz hat C7 auch eine Lizenz für das zugrundeliegende Regelwerk Basic Role Playing (BRP) erworben und kündigte an, ein neues System 'auf der Basis eines anderen preigekrönten Autors' produzieren zu wollen.

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Montag, 13. Juli 2009

Gemischte Neuigkeiten

Auf dem FeenCon habe ich eine Reihe Neuigkeiten erfahren können, die aber alle zu klein sind für eigene Postings...

Zu Deadlands soll demnächst der erste Uhrwerk-eigene Band erscheinen: die Deutsche Übersetzung von Fire and Brimstone.

Die Dragoncats haben einen vorläufigen Termin für die Eröffnung des Ladenlokals genannt: der 25. Juli.

Die Übersetzung der Hollow World Expeditions ist mittlerweile wohl abgeschlossen, die Ausgabe soll auch 'bald' erscheinen.

Krimsus Krimskramskiste wird dieses Jahr kein neues Spiel herausbringen, für nächstes Jahr ist zumindest eine Erweiterung zu Im Wald da sind die Räuber angedacht.

Cwali sucht einen Amerikaner, der die Regeln für das nächste Spiel (das wohl Baseball als Basis hat) gegenlesen kann.

Und zuguterletzt, für alle, die es mitbekommen haben und sich Sorgen machen: der verdorbene Magen, der mich am Sonntag zwang, bereits am frühen Nachmittag zu gehen, hat sich wieder gelegt und ich bin (natürlich) gut zuhause angekommen :)

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Mittwoch, 24. Juni 2009

Drachengeschichten

Drachenchronik Teil 1 - EVT

Lange war sie angekündigt worden - erst als 'TNBT' (The Next Big Thing), viel später dann unter dem heutigen namen Drachenchronik - aber nun ist es endlich so weit: der erste Teil der Drachenchronik ist erhältlich. Laut Verlag sollen die anderen Teile zumindet weit genug fortgeschritten sein, dass man nicht auf den Abschluss der Kampagne unnötig lange warten muss - das Schreckgespenst früherer Kampagnen, bei denen man gefühlt Jahrzehnte auf die abschließenden Bände wartete, soll vermieden werden.

Schon äußerlich unterscheidet der Band sich von den 'normalen' Abenteuerbänden bei DSA. Satt einer (mehr oder weniger spoilerbehafteten) Szene aus dem Band blickt den Käufer hier ein Drachenauge an - nicht der Edelstein, sondern ein geschlitztes Echsenauge. Das hat was. Außerdem ist der Band mit 160 Seiten dicker als die Anthologie-Hardcover - was sich dann auch im Preis niederschlägt.

Unter der Redaktion von Patrick Fritz, Stefan Küppers und Daniel Richter liefern die Autoren hier drei Abenteuer ab, die die SCs an die Geheimnisse der Drachen heranführen - aber mehr auch nicht. Der Rest der Tetralogie soll die Geheimnisse dann zugänglicher machen.

Im Sand verborgen liegen laut Chris Gosse uralte Artefakte, und die will ein gewisser Hilbert von Puspereiken der Wissenschaft zuführen. Die Helden werden angeheuert, vorzugehen und in der Ausgrabungsgegend alles vorzubereiten. Das heisst nicht nur, dass man den Bewohnern der Gegend sagt, dass da gegraben werden soll - man benötigt auch die Genehmigung des Stammesführers, man benötigt Material, man benötigt Wasser und Nahrung, man benötigt... All das sollen die Helden organisieren, bevor sie Hilbert eine Nachricht zusenden, damit er sich mit dem Rest der Expedition auf den Weg macht.

Wenn die Expedition dann angekommen ist, muss noch gegraben werden, und wenn man dann den Aufbewahrungsort der Schätze gefunden hat, wollen diese noch gehoben werden.

Nach der Rückkehr der Expedition nach Khunchom gibt es ein 'kleines' Problem. Innerhalb von 24 Stunden in Khunchom lässt Denny Vrandecic eine Menge hochkarätiger VIPs und seltsamer Begebenheiten auf die Helden herabregnen, dass ihnen Hören und Sehen vergehen wird. Hasrabal, Prinz Stipen, Rakorium Muntagonus, Okharim.... und das sind nur die menschlichen Antagonisten. Was zunächst wirkt wie eine politische Auseinandersetzung, entwickelt plötzlich Eigenleben (im wahrsten Sinne des Wortes), und die Helden können einen ersten kleinen Zipfel des Schleiers lüften, der um die Geschichte der Drachen liegt.

Schließlich begegnen die Helden in Aus Hass geboren von Ulrich Kneiphof und Jörg Middendorf einigen weiteren Protagonisten, die aus Eigeninteresse an der Drachengeschichte interessiert sind. Ich denke, ich verrate nicht zu viel, wenn ich hier die Namen Dracodan, Apep, Lessankan und Goldmäulchen nenne - die alle einen gewissen, teilweise recht kleinen Anteil an den Geschehnissen haben.

Der Band endet dann damit, dass man beschließt, eine noch größere Autorität für die Geschichte der Drachen zu konsultieren - und das 'größere' darf ruhig wörtlich genommen werden.

Natürlich wäre eine solche Queste unvollständig, wenn es nicht auch einen großen Gegenspieler gäbe. Wer das ist, wird hier nicht verraten, denn man begegnet nur einem (recht mächtigen) Lakaien und kann bestenfall erahnen, mit welchen Gegenspielern man sich da eingelassen hat.

Grundsätzlich sind die Abenteuer gut geschrieben und stimmig, allerdings gibt es immer wieder kleine Nickeligkeiten, die mir beim ersten Durchlesen auffielen.

An einer Stelle müssen bestimmte Teilziele erfüllt werden, um ein Großziel zu erreichen. Hierfür werden dem Spielleiter eine Reihe Ansprechpunkte genannt, die die Spieler abklappern können, und es wird jeweils angegeben, wie viel der Teilziele in % man an der Stelle erreichen kann. Bei einem Ansprechpartner werden sogar drei unterschiedliche Ergebnisse genannt, je nachdem wie die Helden sich anstellen. Klingt gut, und sogar ein wenig simulationistisch-gamistisch?

Leider sind die erreichbaren Prozente aber so gesetzt, dass ich als Spieler gar nicht entscheiden kann, einen der Ansprechpartner auszulassen, oder es mir gar leisten kann, einen der Ansprechpartner zu vergrätzen, weil ich dann in einem Teilbereich die 100 Prozent nie erreichen kann. Schlimmer noch: an der genannten Stelle mit drei möglichen Ergebnissen muss man das beste der drei Ergebnisse erreichen, ansonsten sind wieder bei einem Teilziel die 100 Prozent nicht zu erreichen. Die über die Teilziele vorgespiegelte Entscheidungsfreiheit ist also leider nur Makulatur. Es wäre anders, wenn man zumindest eine Anleitung erhielte, welche Konsequenzen bei 'Teilerfüllung' des Ziels drohen. Auch kamen mir beim Durchlesen spontan eine ganze Reihe weiterer Optionen in den Sinn, die so logisch sind, dass ich mich wunderte, dass sie nicht zumindest kurz erwähnt wurden.

Auch kam mir die Regelung, wer was wann in einer Magierakademie darf, ein wenig seltsam vor, und wenig praktikabel - dass bei Abwesenheit der Spektabilität eine Akademie so handlungsunfähig sein soll, wie sie hier dargestellt wird, fand ich wenig glaubhaft. Vertretungsbefugnisse sollten zumindest in Grundzügen geregelt sein.

Achja, was Rätsel und so angeht: es wird an einer Stelle ein Sechser-Sudoku aufgegeben,das die Helden lösen sollen. Ich habe noch keine Zeit gehabt, mich eingehend darum zu kümmern, ahbe aber das Gefühl, dass es alles andere als leicht zu lösen ist (wenn es überhaupt eindeutig lösbar ist...) Mir fehlt im Buch allerdings auch die angestrebte Lösung...

Dies sind allerdings wie schon gesagt eher Details, an die man sich anpassen kann. Alles in allem sind die Abenteuer aber sehr abwechslungsreich und sorgen dafür, dass man sich fragt, wie es denn weitergeht. Wenn die Kampagne diese Qualität beibehält, kan man sie nur empfehlen.

HerstellerUlisses Spiele

Autor

Cris Gosse, Denny Vrandecic, Ulrich Kneiphof, Jörg Middendorf

Spieler

2-6, RPG

Denken

n/a

Glück

n/a

Geschicklichkeit

n/a

Preis ca.

25 € (Buchpreisbindung)

Anzeige Drachenchronik 1: Drachenschatten ist zum Beispiel erhältlich über den Pegasus-Webshop

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