x Roachware: Mehr Schokolade

Donnerstag, 1. Dezember 2011

Mehr Schokolade

Schokoly

Der Steffen-Verlag ist bekannt für kleine, gute Spiele, wie zum Beispiel Scho K.O., das wir kurz vor der Messe besprochen hatten.

Auf der Messe wurde dann sozusagen eine neue Sorte aufgelegt: in Schokoly (Untertitel: Süß und fies) wird das Spielsystem erweitert. Statt nur zwei gibt es jetzt drei Schokoladesorten (neben Zartbitter und Weiß jetzt auch Vollmilch), die Smarties von Scho K.O. sind nicht mehr auf den Steinen aufgedruckt, und man kann es auch zu dritt spielen.


Aber fangen wir vorne an: die Schachtel ist ein Stück größer geworden, und darin finden sich:

  • die Spielregel auf Deutsch
  • 48 Kärtchen mit je 4 Schokoladenstücken
  • 12 rote Smarties aus Hols

Die Anzahl der Schokoladeteile ist also 50% größer geworden, man muss sie auch nicht mehr aus einem Stanzbogen entfernen. Die Smarties sollte man Kindern allerdings nicht in die Hand geben - sie ähneln den echten zu sehr, und Holz wird ja vom menschlichen Körper eher schlecht verdaut. Stabil sind die Schokoladenkärtchen wieder, genau wie im Scho K.O., und man wird wieder in Versuchung geführt, hineinzubeißen...

Die Regeln ähneln denen von Scho K.O. weitgehend, was aber auch nicht so überraschend sein dürfte. Wie beim Vorgänger erhält man 4 der Vierertafeln auf die Hand, zusätzlich erhält man hier allerdings noch 6 (4 im Dreierspiel, 3 im Viererspiel) Smarties. Diese Karten legt man dominoartig aus, wobei von jedem neu gelegten Teil mindestens zwei Schokostückchen an zwei liegende Schokostückchen angelegt werden müssen, und wobei mindestens einer dieser Kontakte dieselbe Schokolade3nsorte bietet, so dass dieses Gebiet fortgesetzt wird.

Wer ein Teil mit einem Smartie legt, darf dieses Teil auch über (4) existerende Schokostückchen legen und diese so abdecken, mann kann aber auch ein in der untersten Ebene liegendes Schokotäfelchen mit einem Smartie 'sichern', so dass da nichts mehr drauf gelegt werden darf.

Leider ist an genau dieser Stelle die Spielregel ein wenig undeutlich: Laut geschriebenem Text muss eine Karte mit einem Smartie belegt werden, damit sie auf andere Karten gelegt werden darf. In der dazu gehörigen Illustration liegt ein Smartie-freies Kärtchen auf zwei anderen. Bei Testspielen ergab sich, dass beide Versionen spielbar sind, wenn sie auch zu völlig unterschiedlichen Spielen führen.

Bei drei Schokoladensorten und zwei Spielern ergibt sich natürlich die Frage, wer welche "Sorte" spielt. Dies wird ganz einfach entschieden: der Startspieler wählt eine Farbe, bevor er die erste Karte auslegt. Der zweite Spieler kann anschließend eine der beiden anderen Sorten wählen, die dritte ist eine neutrale Sorte, die grundsätzlich von beiden übernommen werden kann.

Am Spielende wird das größte zusammenhängende Gebiet der Sorte, die der Spieler zu Spielbeginn wählte, bewertet. Hinzu kommen dann nur noch Bonuspunkte aus den neutralen Gebieten: hier werden nur neutrale Gebiete mit mindestens 6 Stückchen gewertet, die Bonuspunkte für die Seite darstellen, die mehr Seitenkontakte mit dem neutralen Gebiet hat.

Im Dreierspiel läuft es ähnlich, allerdings gibtg es keine neutrale Farbe (der dritte Spieler muss eben die Sorte nehmen, die übrig bleibt), und damit auch keine Bonuspunkte. Zu viert spielt man in Teams.

Grundsätzlich hat sich gegenüber Scho K.O. wenig geändert - aber dennoch spielt Schokoly sich ganz anders. Durch die Bonuspunkte der neutralen Gebiete kann der Sieg 'umkippen', und der Einsatz der Smarties ist wesentlich taktischer und weniger vom Glück abhängig. Natürlich ist man immer noch davon abhängig, dass man zur rechten Zeit die richtigen Schokoladentäfelchen auf die Hand bekommt, aber verglichen mit dem 'Vorgänger' (den es immer noch zu kaufen gibt) ist der Denkfaktor deutlich höher.

Erhältlich ist das Spiel unter anderem direkt vom Hersteller.


HerstellerSteffen-Spiele
AutorSteffen Mühlhäuser
Spieler 2-4
Denken 7
Glück 4
Geschicklichkeit 0
Preis € 15,-