x Roachware: Richtig pralle Campagne

Montag, 6. April 2009

Richtig pralle Campagne

RPC '09

Nach 2007 und 2008 war in diesem Jahr die RPC zum ersten Mal nicht in Münster, sondern fand statt in der Kölner Messe, in den Hallen 2.2 und 3.2 (also jeweils den oberen Etagen dieser Hallen). Die Organisatoren hatten sich alle Mühe gegeben, und auch die Aussteller und Herstgeller hatten kaum Kosten und Mühen gescheut. Aber nicht nur Verkauf und Testrunden wurden angeboten, sondern auch Workshops zu den verschiedensten Themen zogen die Besucher in ihren Bann.

Zur Veranstaltung selber ist relativ wenig zu sagen, wenn man davon absieht, dass die Kölner Messe eindeutig die Nase vorne hat, was die Security angeht. Auch wenn ich Münster naturgegeben besonders schlechte Noten geben würde, war der Tenor auch von anderen eindeutig: die Security in Kölön sorgt für Sicherheit, aber sie ist auch freundlich und man kann mit ihr hervorragend auskommen.

Zugegebenermaßen fiel allerdings eine 'Seltsamkeit' auf: wer mit einer Dauerkarte auf die RPC kam, erhielt am Eingang einen Stempel, damit man am folgenden Tag (oder wenn man kurzzeitig das Messegelände verlassen musste) wiederkommen konnte. Das ist heutztage beinahe anachronistisch - ich kenne derartige Stempel, wenn überhaupt, dann nur von den ganz kleinen Hobbycons, während kleine Veranstaltungen ("klein" verglichen mit der RPC) wie die RatCon, der FeenCon oder die NordCon, aber auch noch kleinere Cons bereits Einlassbändchen verwenden. Einmal abgesehen davon waren die Stempel bei manchen anscheinend auch nicht sonderlich haltbar, wenn man sich auch bei übermäßigem verblassen jederzeit einen neuen Stempel abholen konnte. Dies wurde mir zum Beispiel beim ersten Einlass auch ausdrücklich gesagt, aber das scheint nicht bei jedem bescuher so gewesen zu sein, wie ich im Gespräch mit anderen erfuhr.

Abgesehen hiervon war die reine Organisation und auch das Personal der Messe nur zu loben. Auch die Mitarbeiter, die für die Technik zuständig waren, nahmen alle möglichen Mühen auf sich um es den Gästen so angenehm wie möglich zu machen. Und man hatte sogar das Gefühl, dass es für diese Leute nicht nur eine normale Arbeit war, sondern dass sie sich auch für das interessierten, was da geschah.

Nur zwei Punkte mochten manchem den Spaß ein wenig trüben: die Toiletten waren zwar stets sauber, wenn ich sie aufsuchte, aber für die Veranstaltung wohl zu knapp - es bildeten sich schnell Schlangen. Und die Verpflegungsmöglichkeiten waren nur mit dem Wort "Messepreise" zu umschreiben.

Die Hallen waren geräumig, und trotz der Menschenmengen wirkte es nie voll. Auch war die Geräuschkulisse verglichen mit der Messe in Essen nur als moderat zu bezeichnen - wahrscheinlich nicht ideal für Rollenspielrunden, aber für normale Gespräche sicher akzeptabel.

Ausnahme war die Situation in den beiden Workshopräumen, die in einem mit Stellwänden abgetrennten Teil des verbindungsflures zwischen den beiden Hallen gelegen waren. Vor allem am Sonntag fiel auf, dass aus der Computerhalle ziemlicher Lärm drang, der die Workshops leider deutlich behinderte. (Womit nicht gesagt werden soll, dass die Situation am Samstag viel besser gewesen wäre.

Kurzmeldungen

Auch außerhalb der Workshops gab es eine Reihe von Dingen zu vermelden. So hatte die Brave New World ein Wahnsinns-Diorama aufgebaut, das 'Projekt 50.000 Orks'. Das ist ein Diorama mit 50 030 Zinnminiaturen, die die Belagerung von Minas Tirith nachstellen sollen. Ich bitte zu entschuldigen, dass ich diese Zahl nicht nachgezählt habe ;)

Es gab eine ganze Reihe Neuvorstellungen, die zum ersten Mal verkauft wurden, nicht nur Freelancer: Hexxagon - 'mal sehen, ob ich von den anderen Sachen noch rezensionsexemplare hereinbekommen kann. Nackter Stahl bot zum Beispiel Xirr Nagesh für Arcane Codex an, von dem jetzt ein Exemplar in der Redaktion liegt. Das Land der Dunkelelfen sieht recht interessant aus - mehr hierüber wird wohl Mitredakteur DelRoh bald schreiben.

Wenn man Nackten Stahl nennt, denkt man heutzutage wohl auch schnell an Prometheus, die zum einen das Savage Worlds Gentleman's Edition aber auch Western City, Scion:Hero, Opus Anima Investigation und Elyrion - Weiden des Windes an Rollenspielmaterial anboten.

Chromatrix verkaufte die Drakensang Gold Edition und einen Drakensang-Bierkrug, der aus echtem Steingut gemacht zu sein scheint. Erdenstern hat mit Into the Grey einen neuen Rollenspiel-Soundtrack im Angebot, der wohl vor allem für Cyberpunk-artige Spiele geeignet sein soll. Pegasus hatte die Deutsche Ausgabe von Ted Alspach's Ultimate Werewolf (Link zur Rezension des Amerikanischen Ausgabe) und das Shadowrun-Quellenbuch Vernetzt (Unwired) mitgebracht.

Am Stand von Ulisses war der erst in einigen Wochen erscheindende Hardcover Wahl der Waffen zu sehen und zu kaufen - zumindest zeitweise.

Ankündigungen

Zwei Ankündigungen waren besonders zu vermerken: zum einen soll das Nova RPG, das auf dem, mittlerweise freien, D6-System basiert, dieses Jahr och erscheinen, wenn auch die genauen Modalitäten noch nicht spruchreif sind. Und der Pogo-Con, der as nächste Mal am Pfingstwochenende stattfinden wird, will nicht nur ein Alkemy-Turnier anbieten, wie die Homepage sagt, sondern auch dem LARPer mehr als nur das traditionelle Vampire-LARP in der Nacht: es sollen mindestens zwei echte LARP-Zelte mit dazugehöriger 'Bespaßung' auf dem Rasen des Jugendheims aufgebaut werden, und es werden noch weitere Interessenten für derartige Aktivitäten zu Pfingsten gesucht. Überhaupt will man das Pogo-Programm vielfältiger gestalten.

Die Workshops

Das wichtigste für die RPC sind allerdings für die eingefleischten Rollenspieler die Workshops. Aus zeitlichen / technischen Gründen habe ich leider die Workshops zu Rakshazar und dem allgemeinen Uhrwerk-Programm nicht sehen können, bei den Workshops zum Ulisses-Programm, dem Workshop zu UIthuria und dem zum Pegasus-Programm wurde mir von jeweils berufener Stelle versichert, dass es vom Inhalt her gleich sei zu den Workshops von der Hspielt!. Die Workshops werde ich in den nächsten zwei, drei tagen einzeln zusammenfassen, ich bittte zu verstehen, dass es nicht alles auf inmal geht - es war einfach zu viel Information.