x Roachware: Spieltage
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Montag, 16. April 2012

Neues aus Köln und Hamburg


RPC. Hamburger Spieletage und mehr

Mir war ja gesagt worden, dass letzten Freitag das Programm der RPC online gehen sollte, allerdings finde ich bis jetzt noch das Programm der RPC 2011 dort.

Was man aber neuerdings auf der Webseite finden kann, ist ein Anfahrtsplan (PDF), mit dem man sich durch das Straßengewirr rund um die Messe zurechtfinden soll. Der einzige in dieser PDF ausgewiesene Eingang der Messe, Messe Ost an der Deutz-Mülheimer-Straße, ist der, den man nehmen muss. Wie man in der PDF sieht, wird hiermit der Fußweg von den bekannten Parkplätzen (P1 und P3) ein Stück länger. Ob und wie man zum ebenfalls ausgewiesenen Parkplatz P10 kommen kann, ist mir allerdings nicht deutlich.


Zwei Wochen nach der RPC sollten ja die Hamburger Spieletage stattfinden, nachdem sie im Vorjahr ausgerechnet am selben Wochenende stattfanden wie die NordCon. Allerdings war bis zuletzt noch nicht sicher, wo sie stattfinden würden, nachdem die Location der letzten vier Veranstaltungen, das 'Tagungszentrum Hamburg-Sasel' zum 31.12.2011 vom DGB geschlossen worden war. Erschwerend kam hinzu, dass zwei Orga-Mitglieder arbeitsbedingt (einer wegwen eines neuen Arbeitgebers, der ander wegen erhöhter Arbeitslast) nicht mehr so viel Energie und Aufwand in die Organisation stecken konnten. All das hätte wohl nicht völlig zum Aus für die Spieletage geführt, aber vorige Woche wurde die 'letzte Option ... unerwartet ... abgesagt'.

Daher will das Orgateam sich ab sofort auf die Hamburger Spieletage 2013 konzentrieren. Damit würde 2013 nicht nur die Veranstaltung 5 Jahre alt, sondern wäre das auch die 5. derartige Veranstaltung. Laut Countdown-Zähler der Hamburger Spieletage ist als 2013er Termin der 10. Mai gedacht - hoffentlich kollidiert das jetzt nich noch mit der RPC im nächsten Jahr.

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Montag, 24. Oktober 2011

Spiel - Nachlese


Dann war da noch...

Wie jedes Jahr auch diesmal noch einige Kleinigkeiten, Randnotizen, Takeouts und ähnliches zur Spiel.

Zur Einstimmung zunächst einmal ein paar Vergleiche zu den 'Problemen' der letzten SPIEL, die ja bekanntlich unter einigen technischen Problemen litt. Dieses Mal waren die Probleme dann auch gut 'weggearbeitet': ich sah nur die normalen Schlangen, und auch bei der Pressekonferenz gab es keine technischen Probleme mehr.

Irtgendwie scheint die Messe (womit ich vor allem die Messehallen, weniger die Organisation meine) ein wenig TARDIS-Technologie eingekauft zu haben: die bekannten Stände schienen durch die Bank größer zu sein, es waren mehr Stände (mehr als die paar Prozent, die durch die teilweise Öffnung der Halle 7 möglich gewesen wären) - und dennoch schien es vor allem am Donnerstag und Freitag so, als habe sich der verfügbare Platz gefühlt veranderthalbfacht. Nur durch die fehlenden Schülermassen (es waren ja keine Herbstferien zur SPIEL) können die zusätzlichen Räume kaum entstanden sein.

Allerdings war der Verkehr dann gerade am Samstag eher durch eine allgemeine Infarktsituation geprägt. Nicht nur, dass man alle anderthalb Meter auf Gangschwätzer und Abruptstopper stieß (zwei Worte, die mein Redakteur als 'überaus treffend' bezeichnete), irgendwie hingen wir auch ständig hinter anderen Journalisten, die die Standinhaber 'blockierten' (was gerade bei Vlogs wie Sofahelden und Cliquenabend zu Verzögerungen führte) - und wenn man beschloss, die eine Gruppe zu überholen und den 'blockierten' Stand später heimzusuchen, hing man prompt hinter dem nächsten... Eine Situation, die man nur mit zwei Methoden akzeptieren kann: mit Humor oder mit einem Herzinfarkt. Ich bevorzuge natürlich erstere Methode.

Auch diese Messe hatte wieder einige Themen, die sich durch die Hallen zogen. Dieses Jahtr war es allerdings weniger ein Thema sondern eine Spieltechnik: Deckbuilding Games schienen sehr populär zu sein - von den Vorreitern wie Dominion und Thundersteon über Tanto Cuore und Dynamite Nurse bis hin zu Freiedemann Frieses Freitag gab es wohl keine Halle, in der nicht indestens mein, eher mehr, Deckbuilding Game angeboten oder gezeigt wurde.

Ein anderes Thema, das allerdings voriges Jahr auch schon auftrat, war das 'ausverkauft'-Thema. Allerdings traf es dieses Jahr nicht nur Kleinverlage - Messeneulingen wie den Herstellern der Cocodice kann so etwas schnell einmal passieren, und einige 'übliche Verdächtige' (*hüstel* Fragor Games *harrumpf*) waren auch dabei ... aber dass auch so erfahrene Verlage wie dV Editrice (Bang!) oder gar Noris / Zoch (Geistesblitz / Safranito !) beim fröhlichen 'Ausverkauft'-Reigen mittanzten, war denn doch überraschend.

Die 'Rollenspiel'-Halle 6 hatte dieses Jahr wieder mehr LARP-Stände, sowie eine ganze Menge Essensstände (zu typischen Messepreisen). Von den Anwesenden hörte man allerdings, dass man, wenn man wählen müsste, eher die RPC schießen lassen würde, ganz einfach wegen der Kosten. Ich hoffe, dass das nicht zu einer Zweiteilung des Markts führt - Hersteller, die nur auf der RPC zu finden sind, und Hersteller, die nur auf die SPIEL gehen. Es wäre schade. Irgendwie scheinen beide Bereiche sowieso zusammen zu wachsen - dieses Jahr waren eine ganze Reihe Stände auf der SPIEL zhu sehen, die entweder auch oder gar nur Apps zu bekannten Brettspielen aboten. Meist hiess es dann "Ja, für iPad/iPhone haben wir die Apps schon, für Android kommen sie bald..."

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Sonntag, 23. Oktober 2011

Spiel - Tag 4


Abschlußarbeit

Voriges Jahr war heute der Tag der 'wer fehlt denn noch'-Suche. Dieses Jahr haben wir erst einmal den halben Tag damit verbracht, die noch fehlenden Stände abzuklappern. Aber wir glauben, dass wir irgendwie doch noch alles geschafft haben.

Irgendwie hatte ich heute auch weniger Probleme mit den Füßen als gestern - was ich von meinem Mit-Redakteur leider nicht sagen kann. Ein Ersatzteillager mit neuen Füßen wäre uns aber beiden wohl sehr willkommen gewesen. Das hat uns aber nicht daran gehindert, noch alle möglichen Stände abzuklappern und allen möglichen Leuten lästig zu fallen.


So haben wir bei Spieltrieb GbR uns das neue Essence ansehen können, das ein interessantes Kommunikationsspiel zu sein scheint.

F Hein Spiele (der Dr. aus der URL ist weggefallen, nachdem Dr. Hein die Firma an seinen Nachfolger übertragen hat), hatte mit Rifftaucher ein schönes Spiel um spiegelbildliche Puzzles, die man um die Wette legen muss.

Irongames, benannt nach dem Inhaber Bernd Eisenstein, hatte zwei Spiele mit klassischem Hintergrund: in Pax versuchen entflohene römische Sklaven sich zu retten, Pergamemnon ist ein Deckbuilding Game um die antiken Völker.

Red Glove hat dieses Jahr ein Risorante Italia.

Vom weißen Pfau, also Albe Pavo kommt Saké and Samurai, in dem alles darauf ankommt, welcher Samurai den besonders ehrenhaften letzten Becher Sake erhält.

Bei Cubicle 7 hatte eine ganze Reihe interessanter Sachen. Wir haben uns (für Rezensionen) u.a. The Laundry und Airship Pirates gesichert. Letzteres ist ein Steampunk-System,. ersteres ein auf Basic RolePlaying basierendes (also in groben Zügen mit Call of Cthulhu kompatibles) System um britische Behörden im Kampf gegen Bürokratie und Cthulhu.

Surprised Stare hatte mit Papertclip Railways ein Spiel um EIsenbahnbau, bei dem sie Bahnlinien mit Büroklammern dargestellt werden. Ein interessantrer Ansatz, der dafür sorgt, dass das Speil sich an die vorhandene Spielfläche anpassen kann.

Ansonsten gab es sicher noch vieles, was mir jetzt so schnell nicht einfällt. Vielleicht kommt in den nächsten Tagen noch eine Übersicht von Del'Roh, ansonsten kommt von mir noch das Gesamtresümee mit Kommentaren und Takeouts.

Ein kleiner Teaser noch: vor kurzem hat das inzwischen fünfte Jahr für diesen Blog begonnen - am 23. September 2012 werden wir 5 Jahre alt. Ich kann und will noch nicht viel sagen - es kann ja immer noch das eine oder andere dazwischen kommen - aber wir haben ein paar Ideen, wie wir unseren 5. Geburtstag richtig interessant machen können...
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Samstag, 22. Oktober 2011

Spiel - Tag 3


Kleinverlage

Wie immer, auch vom heutigen Tage eine Übersicht über die Besonderheiten, die uns auf der SPIEL ins Auge gefallen sind. Meine Füße mochten mich heute nicht mehr so sehr, das könnte aber auch daran liegen, dass wir heute relativ viel herumgestanden haben und auf alle möglichen Gespräche warten mussten.

Deshalb sind wir wir wohl heute auch sehr langsam voran gekommen - statt, wie in den letzten Jahren, Hallen 4, 5, 8 und 9 fertig zu bekommen (und damit die gesamte Messe abgedeckt zu haben, so dass wir am Sonntag nur noch die Stände anlaufen mussten, die vorher nicht verfügbar waren bzw. bei denen wir noch ein Rezensionsexemplar mitnehmen mussten), haben wir heuer Halle 5 nur knapp angerissen, und müssen uns um diese morgen noch kümmern. Was genau so lange gedauert hat, ist uns nicht ganz klar - eventuell lag es daran, dass es heute gefühlt nicht nur voller war als voriges Jahr, sondern auch dass gefühlt viel mehr Gangschwätzer und Abruptstopper den Weg versperrten.


Hallen 4 und 9 sind traditionell vor allem von ausländischen Verlagen belegt, mit einigen wenigen deutschen Verlagen dazwischen. (Halle 8 ist komplett durch die Comic*Action belegt). Daher haben wir auch viele ausländische Spiele gesehen, die aber ebenfalls zu gefallen wussten.

So hatte Japon Brand seine Produkte an zwei Ständen, einem eigenen und einem vom amerikanischen Distributor. Bei den Amerikanern lagen vor allem die neuen Deckbuilding Games aus, allen voran Dynamite Nurse Returns, ein Spiel um Krankenschwestern in einer Fantasy-Welt, und Tanto Cuore, bei dem man einen Haushalt führt und sich mit den Kümmernissen und Nöten der Dienstmädchen herumschlagen muss. Letzteres war in einer Englischen Fassung erhältlich, während die Krankenschwestern zur Zeit nur Japanisch sprechen (fehlende englische / deutsche Regeln und Kartenbeschreibungen sind auf dem Internet zu finden). Auch fand man hier Kemomimi Panic, ein Detektivspiel in einer Stadt voller Kemomimi ('Tierohren', also Menschen mit solchen). Shakespeare Carduta schließlich ist ein, nein sind zwei Kartenspiele zu Zitaten aus Shakespeares Tragödien bzw. Komödien.

Von den Nachbarn aus China, von Yokagames kommt War of the Khan Succession, ein Brettspiel zu den Nachfolgekriegen nach dem Tode Dschingis Khans.

Ebenfalls aus Asien, aus Korea nämlich, kommt Hetrix, am Stand des Koranischen Pavillons zu finden. Ein interessantes abstraktes Legespiel um möglichst lange Punktketten.

Der letzte Asiate, den ich hier nennen möchte, ist Black Dove Games aus Singapur, deren For Fame & Fortune uns sehr gut gefiel - ein Kartenspiel, bei dem man gute Kartenkombinationen sammeln möchte (wer sagte da Poker?), das aber einige sehr interessante Techniken aufweist, die das Spiel doch ganz anders spielen lassen als Poker.

Aus Amerika kommt bekanntlich Wattsalpoag, die dieses Jahrganz überrascht dreinblickten: auch sie wurden dieses jahr vom 'Ausverkauft'-Virus erfasst.  A Fistful of Doll Penguins war bereits gestern ausverkauft.

Aus Frankreich kommt Burdigala von Id&aL Editions, die so weit ich weiss nur eine Website haben für ihr Spiel Kahmaté. Im kleinen Gallischen Dorf Burdigala (also weit entfernt von Kleinbonum, Babaorum, Laudanum und Aquarium), aus dem irgendwann einmal Bordeaux werden soll, sollen noble Gebäude entstehen, die das Ansehen der Römer steigern. Die Spieler sind (natürlich) mit dieser Aufgabe betraut.

Ebenfalls in Frankreich beheimatet ist iello, die in einer schönen Verpackung mit Magnetverschluss Innovation verkaufen, ein Spiel um Erfindungen.

Aus England (Bedfordshire) kommt Numenko, ein Spiel, das man ganz grob als 'Scrabble mit Zahlen' beschreiben könnte. Anders als viele andere 'Zahlenscrabble' scheint Numenko aber tatsächlich spielbar zu sein, was durch zwei raffinierte, aber einfache Tricks erreicht wird; der eine davon sind 'Multi-purpose computing signs'.

Die Italiener von Cranio Creations bieten mit einer neuen Version von Horse Fever ein Spiel für alle Rennbahnbegeisterten.

Wer dahingegen eher den Benzingeruch von Speedway-Rennen liebt, sollte sich bei der CBG anstellen, die mit Speedway Champion ein Spiel um eben diese Rennen haben. Auch sahen wir dort ein Spiel um Lupin III.

Das ist nur ein kleiner Auszug dessen, was wir alles gesehen haben, aber was mir besonders im Gedächtnis geblieben ist. Jetzt gehe ich erst einmal meine Füße hochlegen, damit ich den morgigen Tag noch überlebe.
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Freitag, 21. Oktober 2011

Spiel - Tag 2


Die 'Großen'

Heute war also der zweite Tag der Internationalen Spieltage. Wie auch voriges Jahr haben wir diesen Tag genutzt, um uns um die Hallen 10-12 zu kümmern. Anders als letztes Jahr haben wie dieses Jahr - so glauben wir - so ziemlich mit allen gesprochen, die dort einen Stand hatten. Bei ein paar davon haben wir zwar erst kurz nachdenken müssen, ob bzw. wo sie waren.

Was uns allerdings sicherlich auch dabei geholfen hat, war, dass zumindest gefühlt die Stände der Großverlagen und Komglomerate noch größer waren, und ein paar 'Kleine', die man sonst hier fand, dieses Jahr nicht gesichtet wurden - bzw. ihren Hauptstand in einer anderen Halle hatten.


Schmidt Spiele (zu denen auch Drei Magier und Hans im Glück gehören) hatte ja dieses Jahr mit Quirkle eines der Spiele des Jahres im Sortiment. Neben diesem gab es ein weiteres Spiel, das ähnlich aussieht, sich aber ganz anders spielt. Crosswise ist ein sehr taktisches Partnerspiel auf einem Sudoku-artig eingeteilten Spielbrett. Anders ist es bei Space Mission, das auch anders als Crosswise kein abstraktes Spiel ist:mWeltraumreisende erforschen fremde PLaneten, suchen Bodenschätze und erwerben so Rum und mit etwas kartenglück den Sieg. Ligretto Twist kombiniert das Prinzip von Ligretto mit dem von Twister: die Hand, die eine Karte abgelegt hat, bleibt auf der Karte und blockiert diesen so, bis die andere Hand eine Karte auf einen anderen Stapel legt, dort verbleibt und diesen blockiert... Hawaii,d as unter dem Label Hans im Glück erscheint, ist ein Aufbauspiel um die Insualaner.

Out Of The Box war leider dieses Jahr nicht mit einem eigenen Stand auf der Messe vertreten, wodurch pegasus einen etwas größeren Stand hatte. Schade, denn die Spiele von Out of the Box Games gehören zu meinen persönlichen Lieblingen - und das nicht nur, weil John Kovalic einer der Eigentümer des Verlages ist.

Hiku-Spiele - ein anderer meiner Favoriten, wegen des schönen Spielmaterials - war auch nicht zu finden.

Indie Boards and Cards war ein Opfer einer Entwicklung, die voriges Jahr massiv einsetzte, und dieses Jahr fortgesetzt wurde: vorzeitig audsverkauft. Hier war es Flash Point: Fire Rescue, das von diesem Schicksal ereilt wurde. Immerhin hatte man noch die schönen Spiele Haggis und vor allem The Resistance - ein Werwolf-artiges Spiel im Geheimdienstmilieu, das bereits ab 5 Spielern spielbar ist -, die man sich dort noch holen kann.

Diesmal verbrachten wir weniger Zeit beim Stand von Adlung Spiele, konnten aber dennoch einige interessante Spiele sehen. Fliegende Teppiche ist beispielsweise ein strategisches Geschicklichkeitsspiel, bei dem man versucht, seinen fliegenden Teppich auf möglichst wertvollem Gelände landen zu lassen. Kikerikimäh ist ein Spiel um Tiere, Beschreibungen der Behausungen, Tierlaute nachmachen, Bewegungen nachstelen etc. - alles wird nötig, damit man seine Handkarten so schnell möglich ablegen kann. Tuareg ist ein eher taltisches Kartenspiel in der Wüste, und Marienkäfer und so ist ein Suchspiel, bei dem es um eben diese siebengepunkteten Tiere geht.

Über Siebenpunkte gesprochen: Siebenpunkt ist der Name eines Spiels von Urs Hostetters Verlag Fata Morgana, bei dem man versucht, seinen Acker so anzulegen, dass er möglichst viele verschiedene Tiere anzieht.Außerdem gibt es wieder ein neues Anno Domini: diesmal ist das Thema der Süden.

Der aktuell-spiele-verlag hatte diesmal ein Spiel für die Familie (mit mindestens einem 7-14jährigen).

Steffen Spiele hat mit Schokoly - süß & fies das kürzlich besprochene Scho K.O. mit Vollmilchschokolade und frei plazierbaren Smarties aufgewertet. Außerdem bietet der Verlag Kulami an - allerdings muss ich zugeben, dass ich bei dem Schachtelaufdruck 'Das Glasperlenspiel' an den Roman von hermann hesse denken muss - und weniger an die Band oder das Album von James Blackshaw.

Über musik gesprochen: während ich dies schreibe, horche ich gerade in die ersten Stücke von Into the Light von Erdenstern hinein - was ich bis jetzt gehört habe, gefällt, das Album ist allerdings eher in Halle 6 zu erwerben.

Ich hatte ja gerade die 'Ausverkauft'-Epidemie angesprochen: das größte Opfer dürfte dieses Jahr wohl dV Giochi sein, deren neue Ausgabe von Bang bereits ausverkauft war, als wir dort auftauchten. Fast noch wichtiger für mich ist der Preiträger von Lucca, dieses Jahr heisst das 'miglior gioco inedito' The Gang, und sieht wieder sehr vielversprechend aus. Und es ist noch(!) erhältlich.

Wirklich schöne Spiele macht die Clemens Gerhards KG, wunderschöne Hinrverzwirner aus Holz und evtl. Glas. Neu dieses Jahr unter anderem Paletto und Schwarze Löcher, die mir sehr gut gefielen. (Kutze Bitte: sollte jemand aufgrund dieses Berichts oder einer Rezension dort einkaufen, wäre es nett, uns als Informationsquelle zu nennen - Gerhards Spiel und Design hat viele Stammkunden, die sowieso kaufen und keine Online-Rezensionen lesen, und manist sich dort nicht sicher, ob sich Online-Rezensionen für den Verlag überhaupt lohnen.)

Isensee hat dieses Jahr ein sehr klein verpacktes Spiel, das fast nicht in dei Schachtel passt: das Spielmaterial von Aktienrausch beult die Schachtel deutlich nach außen aus.

Friedemann Friese, den heute jemand wegen seiner Haarfarbe 'den wandernden Wackelpudding' nannte (wer, weiss ich nicht, ich stand zufälligerweise ganz in der Nähe), hat mit Freitag sein erstes echtes 'Solo-Spiel' herausgebracht. Man versucht, Robinson bei seinem Abenteuer auf der einsamen Insel zu helfen, ihn überleben zu lassen und zu verstärken, dass er am Spielende die gefgährlichen Piraten besiegen kann. Die Mechanismen einnern dabei teilweise an ein Deckbuilder-Spiel, weisen aber auch genug Unterschiede auf, dass ich es nicht als reines DB-Spiel bezeichnen möchte. Außerdem gibt es vom 'Verlag mit dem F' noch Funkenschlag: Die ersten Funken, ein Funkenschlag-Ableger in der Steinzeit, bei dem auf veränderlichen Spielplänen auf der Funkenschlag-Basis gespielt wird.

Abschließen möchte ich mit einem weiteren schönen SPiel aus derselben Ecke (demselben Stand, um genau zu sein) wie die letztgenannten beiden Spiele: Andrea Meyer von BeWitched hat mit Frigiti ein herrlich schräges Spiel um erfundene Wörter. Für mich eines der Highlights der SPIEL.

Dies waren, wie üblich, nur die Sachen, die am meisten ins Auge gefallen sind. Wie in allen Hallen gibt es aber noch viel mehr Interessantes zu entdecken. Wer also noch zweifelt: auch an den traditionell 'volleren' Tagen Samstag und Sonntag lohnt der Besuch sich noch, und die meisten der genannten Spiele sind noch erhältlich.
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Donnerstag, 20. Oktober 2011

Spiel - Tag 1


Rollenspielhalle und mehr
Wir haben ja mittlerweile einen Standardplan, wie Del'Roh und ich die Spiel 'abarbeiten'. Am ersten Tag 'grasen' wir die Rollenspiele-Halle ab und, wenn dann noch Zeit übrig ist, die benachbarte Halle. Da dieses Jahr zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder ein Teil der Halle 7 offen war, haben wir diese 'Kleinhalle' vor die Halle 4 geschaltet.

Irgendwie erschien uns die Halle 6 dieses Jahr ziemlich 'leer'. Es gab eine Menge Verkaufsstände - nicht nur Rollenspielläden und LARP-Läden sondern auch wieder mehr Sammelkartenstände. Außerdem hatte ich in einigen Gängen das Gefühl, dass sie breiter wären als noch voriges Jahr. Das kann allerdings auch daran liegen, dass in NRW keine Schulferien sind und daher die Schulkinder so erst ab Freitagmittag erwartet werden.

Daher haben wir uns bei einigen Ständen viel Zeit lassen können. Zum Beispiel bei 13Mann: hier gab es nicht nur das vollfarbige Spielleiterhandbuch von Rolemaster zu bewundern, sondern auch die neue ('limitierte') Ausgabe des Traveller-Spielerhandbuches. Das sah richtig gut aus, soweit wir es in der Kürze der Zeit sehen konnten. Auch die Illustrationen - bei dem Psionik-Buch ja noch ein kleiner Kritikpunkt - sahen sehr gut aus.

Neben dem Stand von Uhrwerk hatte ein SPIEL-Neuling seine Zelte aufgeschlagen: Cubicle 7, Herausgeber von u.a. dem Doctor Who Role Playing Game, aber auch von Schätzchen wie The Laundry oder Hell and Hockeysticks.
 

Auch bot Uhrwerk eine Reihe eigener Produkte an, die alle gut aussahen und von denen ich hier nur Sorcerer Wars stellvertretend nennen möchte - wer sich für Rollenspiele interessiert, kennt das aktuelle Programm von Uhrwerk sowieso zum Beispiel vom Edieh-Blog. Am Uhrwerk-Stand hat auch noch ein gewisser Hubert Featherly mein Interesse geweckt.

Schräg gegenüber war der Stand vom Mantikore-Verlag. Wir haben uns schon lange gefreut auf die neue deutsche Ausgabe von Paranoia - in Deutschland war Paranoia bislang ja recht unbekannt -, die wirklich schön geworden ist.

Jan Christoph 'Janni' Steines, seines Zeichens Verlagsleiter von Pegasus, hat ein ziemlich düsteres Abenteuer für Private Eye geschrieben. Auf 80 Seiten gibt es hier hohe Politik und viel Geheimdienstalktivitäten im Viktorianischen England.

Gehen wir 'mal in die nebenanliegenden Hallen...

Ganz zu Tagesbeginn hatten wir einen Termin bei NeuroSky und Home of Attention, die die Chips für den MindStorm von Mattel produziert hatten, aber mit ihren Produkten höhere Ziele verfolgen. Die 'Kopfhörer' con neuroSky schienen jedenfalls besser zu funktionieren, und sollen sowohl eingesetzt werden, um echte Fälle von ADS behandeln zu können wie auch, langfristig, zur Verbesserung der Verkehrssicherheit, durch beispielsweise Herzinfarkte frühzeitig erkennen zu können und so den Fahrer zum Anhalten zu bringen bevor er durch den Anfall einen Unfall verursacht.

Ein anderer technischer Aussteller war die German RepRap Foundation, die dort drei 3D-Printer präsentierten. Diese sind natürlich vor allem für die Aussteller interessant: 3D-Druck hat gute Chancen, die Zukunft des Prototyping zu bestimmen.

In Hallen 4 und 7 findet man viele 'Ausländer', sprich: Hersteller, die nicht in Deutschland ansässig sind. Unter anderem sahen wir dort die Cocodice von Sandton Group Kft aus Budapest. Dies sind magnetische Würfel, die immer abwechselnd schwarz und weiss in beliebiger Ausrichtung aneinander festhaften - und schon ausverkauft waren. Auf der Neuheitenshow hatte jemand ihnen den kompletten Messevorrat (1.000 Stück) abgekauft!

Schön auch die Spiele aus Griechenland: afgames hat eine ganze Reihe Spiele mit einem unterschwelligen edukativen Auftrag, wie zum Beispiel Akropole, ein Spiel, in dem man einzelne Gebäude der Akropolis zu erobern versucht mit dem Ziel, am Ende die meisten und wertvollsten Gebäude gesammelt zu haben. Die Regeln eröffnen hierbei jede Menge Möglichkeiten, den lieben Mitspielern das Leben schwer zu machen.

Über Spiele mit informativem Charakter gesprochen: der Drei-W-Verlag arbeitet u.a. mit der Schuldenberatung Essen zusammen, für die er das Spiel Kohlopoly herausgibt, ein Spiel, in dem man am Ende gleich viel Spaß- und Geldchips übrig haben will. Für Gewaltprävention und das Erlernen des Umgangs mit Gefühlen bietet man das Poker mit Herz, das auch sehr nett aussah.

Aus Dänemark kommt Der dicke Pinguin, ebenfalls ein 'Kennenlern-Spiel', das schon durch die Spielfiguren für Aufsehen sorgt.

Für manchen Deutschen ist ja auch Bayern tiefstes Ausland, und so fand man auch Funtomas-Spiele und Kiehly hier. Ersterer produziert mit Fußball-Poker ein schnelles Bietspiel um Fußballprofis mit wirklich nett gezeichneten Fußballer-Karikaturen. Letzterer hat mit Moeraki-Kemu ein wunderschönes Legespiel mit Kugeln - abstrakt, aber eben wunderschönes Material, und der Preis war auch sehr zivil. Wir hätten auch als Pressepreis höhere Beträge erwartet...

Ich möchte den heutigen Rundgang abschließen mit den Cambridge Games aus den USA, die eine ganze Reihe sehr schöner Spiele im Vorverkauf hatten. Pala ist ein Stichspiel, in dem man die Trumpffarbe während des Stichs noch verändern kann - von Grund- zu Mischfarben oder umgekehrt, das muss ich noch näher betrachten.

Mogen trifft man uns dann in den Hallen 10-12 an, also bei den 'Schwergewichten' unter den Verlagen.
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Mittwoch, 19. Oktober 2011

Spiel - Tag 0


Pressekonferenz, Vorschau
Wie jedes Jahr, war auch heute wieder am Vortag der Messe-Eröffnung die Pressekonferenz und Eröffnung der Neuheitenshow. Außerdem sehen wir uns dann immer schon die Hallen ein erstes Mal an, auch um evtl. noch Termine zu vereinbaren, um mit Herausgebern zu sprechen.

Auch dieses Jahr Jahr ist die SPIEL weiter gewachsen: Mehr als 800 Aussteller aus 34 Nationen sind ein neuer Rekord, und auch der Auslandsanteil ist weiter gestiege, - er liegt jetzt bei 48 Prozent - also fast der Hälfte aller ussteller.

Dieses Jahr war bei den Inlandsumsätzen ein Rückgang zu verzeichnen, den die Fachgruppe Spiel aber auf den späten Ostertermin und das gute Wetter zurückführt: Ostern ist neben Weihachten die größte Geschenkgelegenheit in Deutschland, und bei gutem Wetter greift der Kunde eben eher zu Freizeitartikeln als zu Spielen.

Auch dieses Jahr waren wieder viele Stände auf der Neuheitenshow verwaist, was natürlich nicht schön war. Hoffentlich kriegen wir noch Kontakt mit den entsprechenden Ausstellern...

Einige Verlage fehlten überraschenderweise - neben den Rollenspielverlagen, über die Ron im Ediehblog bereits berichtete, fiel mir vor allem das Fehlen eines Standes von Out Of The Box Games auf - der Verlag, der u.a. John Kovalic gehört. In den letzten Jahren war das für mich immer ein Highlight. Auch fehlt Onni Games. Dafür hat Hasbro dieses Jahr wieder einen großen Stand. Aber gehen wir zu einzelnen Spielen.

Auch dieses Jahr gibt es neue Spiele aus der Lego-Reihe: die Spiele der Heroica-Serie sehen ganz danach aus, als ob sie das nächste HeroQuest werden könnten. Es sind vier Spiele, die jedes für sich spielbnar sind, aber auch zusaamengefasst werden können. Außerdem gibt es eine Sonderausgabe (mit zwei der vier Spiele), zu der auch eine schöne Landkarte gehört, auf der die Spielteile aufgebaut werden können.

Ebenfalls hochinteressant sahen London und New Xork aus der neuen 4D-Puzzle-Serie von Jumbo (Achtung: die Puzzles werden nicht in der deutschen Webseite wedergegeven, sondern nur in ausländischen). In diesen Puuzzles wird nicht nur eine 'historische' unter eine moderne Karte gepuzzelt, sondern werden auch noch die Gebäude der Skyline in zeitlicher Reihenfolge aufgebaut...

Be-Witched bietet mit Frigiti ein Spiel um Nicht-Wörter, dasd in der Kurzerklärung sehr nett klang.

Cwali hat dieses Jahr vier Spiele, unter anderem Ab in die Tonne, Mondrian 2020, Meltdown 2020 und Soccer Manager 2020. Letzteres Spiel dürfte mit der kommenden Europameisterschaft für den 'Normalspieler' interressant werden können, auch wenn neben der Niederlande und Deutschland die Nicht-Europäer Argentinien und Brasilien, aber nicht zum Beispiel Spanien oder Italien in der Schachtel sind. (Ehrlich gesagt: mir gefällt das SPiel auch, weil... man sehe sich nur die Reklamebanner in der Ecke bei der roten Auswechselbank an ;) )

Witzig ein Spiel von den Cat&Chocolate-Machern ArcLight: Tanto Cuore ist ein Deck-Building-Game - die scheinen zur Zeit übrhaupt sehr populär zu sein -, aber mit einem Thema, das wohl nur Japanern einfallen kann: es geht um DIenstmädchen. Dienstmädchen einstellen, versorgen, Krankheiten und schlechte Laune behandeln/ertragen...

Mehr über diese und andere Spiele ab morgen, wenn die eigentliche Messe ihre Pforten öffnet.
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Sonntag, 31. Oktober 2010

Spiel 2010 - Nachbetrachtung


Betrachtungen einer unabhängigen Messebesucherin

Spiel 2010
Die Messe für Spiel und Spaß
von AmiraLee

Es ist Sonntag morgen kurz nach acht. Wie immer eigentlich schon viel zu spät, wenn man um zehn bei Öffnung der Türen zur Spiel da sein möchte, keinen Presseausweis und auch keine Dauerkarte besitzt und auf ein Transportmittel angewiesen ist. Also nichts wie raus aus den Federn, rein in die Klamotten und ab durch die Mitte. Am Ende einer fast einstündigen Fahrt steht dann noch die leidige Parkplatzsuche, mehr oder weniger unterstützt durch einige freundlich winkende Herren in Warnwesten und eine Fahrt mit dem Shuttlebus zum Eingang. Nun, der nächstgelegene Eingang wäre der Eingang Ost gewesen, wo ich mich eigentlich mit einem Freund treffen wollte und daher gerne ausgestiegen wäre. Aber nun was soll ich sagen? Wo mehr als 4 Personen aufeinander treffen greift Murphy´s Gesetz um so besser. Also, der Bus entführte mich zum Eingang Mitte, also raus aus dem Bus, und ab zurück zum Osteingang. Unterm Strich hätte ich auch den Bus Bus sein lassen können und wäre besser gleich vom Auto aus gelaufen. So hätte ich dann wenigstens noch meinen Freund von der Presse getroffen und würde jetzt seinen Artikel lesen, anstatt selbst etwas zu schreiben.

Nun gut, hier soll es ja um die Spiel 2010 gehen und nicht um Murphy´s Gesetz, also...

Abgesehen von den sehr vielen Menschen aller Herren Länder und der sehr geräuschstarken Umgebung war es wieder mal sehr informativ.

Neben sehr vielen neuen und alten Spielen von allen nur erdenklichen bekannten und unbekannten Verlagen konnte man noch die volle Bandbreite sämtlicher europäischer Sprachen und noch einige andere darüber hinaus vernehmen.

So passierte es mir doch tatsächlich, dass ich an einen Stand geriet, der mit einem sehr interessant klingenden Wissensspiel zum Thema Ernährung warb. Als ich dann Interesse bekundete und gerne ein paar Informationen haben wollte fragte der freundliche Verkäufer, ob er denn auch Englisch sprechen könne, da er kein Deutsch spräche. Nun, kein Problem, also alles auf Englisch. Doch kurz darauf wurde mir bewusst, dass es dieses Spiel tatsächlich nur auf eben Englisch gab. Meiner Nachfrage bezüglich einer doch etwas leichter zu spielenden deutschen Version wurde mit dem Hinweis begegnet, dass es dieses Spiel zur Zeit nur in Englisch und Afrikaans gäbe. Da ich von der Spielidee dennoch begeistert bin, werde ich wohl etwas abwerten und dann die netten Leute dieser Firma noch einmal kontaktieren um zu erfahren, ob es mittlerweile vielleicht doch eine deutsche Ausgabe gibt.

Nun, neben den Klassikern der Brett- und Kartenspiele waren auch wieder Comics, Rollenspiele und elektronische Spiele sowie viele Bewegungsspiele vertreten. Viel Spaß machte auch das Ausprobieren einiger Jongliersachen und JoJos, sowie Geschicklichkeitsspiele. Natürlich war es nicht immer leicht die Dinge, die einen interessierten auch ausprobieren zu können, denn an mancher Stelle waren einfach sehr viele Interessierte auf kleinem Raum oder nur wenige Mitarbeiter auf zu viele Besucher. Jedoch bot auch der Spieletrödel eine Möglichkeit recht günstig an das ein oder andere Spiel zu kommen um es dann vielleicht doch lieber zu Hause um stillen Kämmerlein im Kreise von Freunden und Familie intensiv zu testen.
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Mittwoch, 27. Oktober 2010

Spiel 2010 - Nachschlag

von Del'Roh

Die internationalen Spieletage in Essen... jedes Jahr sind das 5 Tage im Oktober (eben inklusive des Pressetages), nach denen ich meine Füße am liebsten an der Garderobe abgeben möchte... aber sie machen auch einen Mordsspaß.

Traditionsgemäß gab es wieder eine Suppe auf der Pressekonferenz (Kompliment an die Küche, die Shrimps waren super), und nun wissen wir immer noch nicht was ein "Dubbel" ist – wohl wissen das aber die Kinder, die "Ruhrpott-Party" entworfen haben. Bleibt zu hoffen, daß dieses Projekt fortgesetzt wird, denn wie viel liebevolle Arbeit die Kinder in ihr Spiel gesteckt haben konnte dann jeder auf der Neuheitenschau bewundern.

Auch viel Bewunderung gab es für Mattels Vorstoß in die Sektion der "Gedankensteuerung" - mit Mindflex wurde hier der erste Schritt getan. Entsprechend umlagert war der kleine Parcours, der mit einem Ball durchquert werden sollte – sowohl auf der Neuheitenschau wie auch an den darauffolgenden Tagen auf der eigentlichen Messe.

Der Gesamteindruck der Messe war sehr variabel – zwar waren auch einige Verlage der "üblichen Verdächtigen" diesmal tatsächlich ohne eine Neuheit aufgekreuzt (wobei die Aussage "besser mal keine Neuheit als was halbgegorenes" durchaus wahr ist), aber dafür hatten andere mehr als nur Kai in der Kiste und damit so manche Überraschung parat. Zudem wurden wir in unserer "Stammhalle", der guten alten 6, ziemlch überrascht – da waren doch einige eher "untypische" Stände reingerutscht; umso mehr hat es mich gefreut, Spieltrieb dort zu entdecken, und auch deren Neuheit, Jets, das sicher Fans von Spielen wie Car Wars, KRASH oder Blood Race begeistern dürfte, denn hier geht es um Rennen durch die Wüste in hochgetunten "Jets", die sich gegenseitig das Rennen umso schwerer machen... wer meint, daß Podracer-Rennen brutal sind, kann ja hier mal mitmachen – wir sehen uns dann am neunten Tor...

Die goldene Gurke für inkompetentes Standpersonal geht diesmal an Days of Wonder – daß Leute mit Pressekarte vielleicht was anderes wollen als ein Spiel zu kaufen, sollte eigentlich sogar einer Aushilfe klar sein, und während zwei Angestellte, von denen – der Shirtfarbe nach zu urteilen – wenigstens einer was zu melden hatte, munter Spiele zusammenpackten und verkauften, dauerte es eine gefühlte halbe Stunde bis denn mal erklärt wurde, außer der neuen Smallworld-Erweiterung habe man nichts, und Rezimaterial auch nicht – sicher, wir haben ja auch so viel Zeit, einfach nur am Stand rumzustehen... Da sind doch viele kleinere Verlage weit umsichtiger und freundlicher, obwohl sie weit weniger Personal auf dem Stand haben... An dieser Stelle auch mal ein Appell an die Verlage, die ihre Produkte über einen großen Generalvertrieb laufen lassen: Sagt euren Vertreibern, daß ihr auch Rezis wollt, denn ohne Rezensionsexemplar können wir nicht arbeiten, und mehrere große Vertreiber stellen sich da in schöner Regelmäßigkeit reichlich dumm, bzw. vor allem taub an...

Bei BeWitched gab es diesmal unter anderem Impro-Theater, dafür verschwand immer mehr die reale Stimme der Designerin – an dieser Stelle noch mal gute Besserung – und gleich auch ein Lob an die Spiele, auch hier freuen wir uns sehr über die Reziexemplare; ebenso ein "Danke" an den Zoch Verlag (dessen "Spieleerklärer" übrigens unsere goldene Stimmgabel erhält, das war sehr gut erklärt, ausführlich und trotzdem auf den Punkt und genau die Spiele die uns interessierten, weiter so!); bei Adlung haben wir uns wirklich mal wieder "festgezockt", was auch für die Spiele spricht, wodurch wir tatsächlich einige der Stände noch am Samstag abklappern "mußten" - hat aber geklappt, und wir bekamen eine Rezi des von uns gefühlt "schwersten" Spiel der Messe (und das meint nicht den Schwierigkeitsgrad, sondern das Gewicht pro Packungsvolumen) – Geschenke für den Radscha von Isensee.

Den wieder mal sehr vollen Samstag verbrachten wir also mehr oder weniger in den "Überbrückungshallen" 4, 5 und 9, wo wir vor allem viel internationales Spielmaterial fanden – und die diesjährigen Träger des goldenen Rettichs für Dreistigkeit, der geht an eine Gruppe Belgier, die sich in der 9 konsequent vordrängelte und offenbar meinte, sie wären alleine auf der Welt – was waren wir froh als wir die endlich überholt hatten. Noch ein Hinweis an die "kleineren" verlage – wenn ihr eure Produkte über Distributoren vertreiben laßt, bringt eine entsprechende Notiz an, das spart uns (Warte)zeit, denn Zeit ist so ziemlich das "teuerste", was wir so zur Verfügung haben – auch auf dieser Messe fiel das wieder auf. Highlights des Tages: Das sensationelle Tempo, in der die Japaner bei Japon Brand Cat and Chocolate verkauft haben – erst stand die Ware noch beim Zoll rum, kam dann am Samstag Vormittag und war Samstag Nachmittag schon ausverkauft – immerhin hatten wir Donnerstags eine kurze Demo bekommen, aber ohne Ware auch keine Rezis, Zoll sei Dank. Allerdings setzte sich dieses Motto "Ausverkauft/sold out" doch an einer ganzen Reihe Stände fort, teils schon Freitag Nachmittag, dann wieder irgendwann im Laufe des Samstages... den Rekord der Schotten von vor einigen Jahren (Noch vor der Eröffnung, sondern am Mittwochabend dank anderer Aussteller und Presse schon ausverkauft zu sein) toppte zwar niemand, aber dennoch – die Nachfrage nach Spielen, insbesondere nach solchen von "auswärts", steigt und steigt.

Lustige "Takeouts" vom Sonntag: Eine besonders aufmerksame Standbetreuerin vom Korea-Pavillion: Die hatten wir am Donnerstag nach Caterpillar – Age of Tank vom letzten Jahr gefragt, weil wir immer noch eine Rezi machen wollten... erst hieß es, davon hätten sie dieses Jahr keine da, und als ich am Sonntag am Stand von Moskito stand, kam sie plötzlich irgendwo aus der Menge, erkannte mich wieder und meinte, sie hätten doch welche am Stand – entsprechend schnell war ich dann da, und erwischte so gerade noch die Demo Copy... Mädel, wenn du nächstes Jahr wieder da bist geb ich dir einen aus. Zweites Kuriosum: Der Standbetreuer von La Mancha (der spanisch anmutende Verlagsname läßt uns darauf schließen daß die Firma aus – Richtig, Singapur kommt...) konnte verdammt gut deutsch – naja, es war ja auch ein Tiroler, und weil er wirklich alle Exemplare von "Showboat" (dessen Designer offenbar Italiener ist) schon vergeben hatte, gabs zum Trost dann belgisches Bier... soviel zum Thema "international"...

Auch ein kleiner "Wermutstropfen" - es gab diesmal kaum Nachmeldungen. Da in der Spielebranche oft mit einer sehr heißen Nadel gestrickt wird, war das in der Vergangenheit alles andere als unüblich, seitenlange "Nachmeldungen" mit Neuheiten, die auf den letzten Drücker doch noch kamen, reingereicht zu bekommen – diesmal war diese Liste extrem überschaubar, nicht mal eine A4 Seite... und laut Merz-Verlag wollen sie das wohl auch von jetzt an so halten, also eine frühere Deadline. Ob das der Spielemesse unbedingt so gut tut, bleibt abzuwarten.

Da die SPIEL wie schon seit geraumer Zeit auch diesmal wieder mit der COMIC ACTION zusammen stattfand, von mir auch hierzu ein kleiner Überblick, zumal unsere Kakerlake sich ja etwas weniger für Comics interessiert... einige limitierte Sonderauflagen wurden – samt Zeichnerautogrammen – unters Volk gebracht, aber insgesamt scheint der Trend, dort "Schnäppchen" wie auf mancher Börse ergattern zu können, zurückzugehen – auch die Merchandise und insbesondere die Manga-Szene waren eher weniger und stellenweise auch einfach nur überteuert vertreten, weshalb manche Händler sie auch schlichtweg aus dem Programm nehmen – die eigentliche Ursache für diese Preispolitik bleibt leider ein wenig im Dunkeln. Schön hingegen war sicherlich die Artist Gallery hinten in der Halle 8, wo sich Zeichner vieler verschiedener Genres austoben konnten und die Kunden auch den direkten Kontakt mit den KünstlerInnen haben können – nicht jeder hat das Glück, eine Zeichnerin am Donnerstagabend auf dem Rückweg von der Messe im Zug kennenzulernen (an dieser Stelle darf sich natürlich Themis gegrüßt fühlen, und nochmals danke für die Zeichnung!).

So... nun warten wir unter anderem noch auf Post, obwohl wir schon Dutzende interessanter Reziexemplare direkt mitnehmen konnten, werden uns noch einige Verlage – insbesondere die eher "großen" - Rezis zuschicken, denn auf der Messe haben sie gar nicht so viele dabei... insofern freuen wir uns auf viele schöne Spieletests, und ihr, liebe Leser, sicher auch wieder auf eine Menge Rezensionen...

(Ach ja... hat jemand mal ein paar Ersatzfüße?)
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Dienstag, 26. Oktober 2010

Spiel - Nachlese

Dann war da noch...


Wie jedes Jahr auch diesmal noch einige Kleinigkeiten, Randnotizen, Takeouts und ähnliches zur Spiel.

Man sollte ja meinen, dass nach weit über 20 Jahren die Organisation der Spiel das Ereignis im Griff hat. Aber doch: irgendetwas geschieht immer. Dieses Mal schien es wohl in erster Linie an der Messegesellschaft zu liegen. Zur Pressekonferenz begrüßte die Messe die Journalisten im komplett renovierten Saal, der such die neue, helle Vertäfelung wesentlich freundlicher wirkte. Allerdings hatte man so einiges in der Technik noch nicht so ganz im Griff, gerade was die Geräuschinstallation anging: der traditionelle Einspieler mit Clips aus der vorjährigen Spiel war ohrenbetäubend laut. Man sah auch keine Mikrofone stehen, um Fragen zu stellen, was dazu führte, dass Fragen der Journalisten von den Kollegen nur schwer zu verstehen waren. Man hofft, dass das nächstes Jahr besser klappt.

Überhaupt schien die Messe Essen ihre Technik neu organisiert zu haben. Auch an den Kassenhäuschen soll eine neue technische Installation Einzug gehalten haben, hörte ich. Dass diese den Kassierer(inne)n noch Einarbeitungsporobleme machte, soll einer der Hauptgründe für die langen Schlangen am Donnerstag gewesen sein.


Über die Messeräumlichkeiten gesprochen: der Platz war meistens knapp. Gerade am Samstag war manchmal nur unter Missachtung aller Höflichkeitsregeln überhaupt noch ein Vorankommen möglich. Hier wäre eine Ausweitung um eine Halle (auch zugunsten weiterer Aussteller) vielleicht sinnvoll - auch wenn meine Beine da sicher anderer Meinung sind: die würden eine kleinere Messe bevorzugen ;)

Auch diese Messe hatte wieder einige Themen, die sich druch die Hallen zogen. Nach vielen Jahren gab es wieder Spiele um Wein - und dann gleich ein rundes halbes Dutzend. Es ist schon interessant zu sehen, wie sich so etwas immer in Wellen entwickelt.

Ein anderes Thema war für eine ganze Reihe Verlage ein gemischtes Gefühl: 'haben wir nicht mehr' war überraschend oft zu hören. Auch Verlage, die seit Jahr und Tag dabei sind und daher einigermaßen einschätzen können, was wohl auf sie zukommt, waren von plötzlich knappen Vorräten gepeinigt. Wohl dem, der, wie beispielsweise Pegasus in Sachen Junta: Viva il Presidente oder Thunderstone, Asmodee in Sachen 7 Wonders (1300 Stück in 4 Stunden!) oder Spieltrieb, schnell aus dem Lager Nachschub holen konnte - und wehe, wenn dann der LKW unterwegs eine Panne hat, wie bei letzteren. Andere Verlage hatten zu weite Wege, um Nachlieferungen noch organisieren zu können, und so waren eine ganze Menge Spiele nicht mehr verfügbar. Treefrog hatte Vorbestellungen von London bereits frühzeitig gestoppt, um auf der Messe noch etwas verkaufen zu können - und hatte das letzte Exemplar der limitierten Auflage am Donnerstag im 11:20, das letzte der 'normalen' Ausgabe am Freitagmittag da. Countdowns waren häufiger zu sehen, so zum Beispiel bei Mars is ours von B2FGames.

LARP-Ausrüster waren dieses Jahr wieder weniger in Halle 6, wodurch wohlauch ein wenig Platz für Nicht-Rollenspieler frei wurde. Vielleicht nicht unbedingt der beste Platz, aber Jets von Spieltrieb oder auch Foodle passen irgendwie zu den Besuchern - das eine, weil es eben ein wenig Tabletop-artig ist, beim anderen geht es um richtige Ernährung.

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Sonntag, 24. Oktober 2010

Spiel - Tag 4


Abschlußarbeit
Kaum zu glauben, was man noch alles entdeckt, wenn man meint, bereits alles gesehen zu haben. Ich hatte heute mehrere Male den Effekt 'Wieso habe ich mit denen noch nicht gesprochen?'

Geplant besucht haben wir heute allerdings Amigo. Die haben unter anderem einige kleinere neue Spiele, die 'Wiederauflagen' von bekannten Spielen sind. Friedemann Frieses Friesematenten erscheinen teilweise (als Teil 1), der Rest soll noch als 2 erscheinen. Die Illustrationen sind neu, ansonsten soll sich nichts geändert haben. Wizard Extreme benutzt einige Mechanismen von Wizard, ist aber wesentlich schneller. Die kleine Ausgabe von Privacy soll nicht nur mit der großen voll kompatibel sein, sondern auch noch eine Nummer pikanter. Und Bohnanza - Fun and easy soll eine Version speziell für Bohnanza-Neulinge sein.


dV hat neben Neuausgaben von King Me und Werwölfe auch eie Art Werwolf-Brettspiel' für 4-8 Spieler mit dem Namen Lupusburg und den Sieger von Lucca 2009, Kaboom.

Eine Nummer zu teuer für die meisten dürfte das Cricket-Spiel Wicked Wickets von Boadicea's Backyard sein, das mit 'nur' 600 Euro ins Kontor schlägt. Dafür erhält man aber auch edelstes Material: ein ganzer Spieltisch in Handarbeit, individuelle Zinnminiaturen - und ein Spiel, bei dem es nicht auf Technik, sondern rein auf Brettspielfähigkeit ankommt, fast wie 'Cricket als Tabletop'.

Twilight Creations bietet unter anderem Zombiegeddon und Forever Young an - letzteres geht ausbnahmsweise nicht um Zombies sondern um Vampire.

Cranio Creations hat mit Escape from the Aliens in Outer Space ein Spiel, das an den Film Aliens erinnert...

Zuguterletzt wollen wir die Redaktion Phantastik nicht vergessen, die nicht nur einen Abenteuerband für Private Eye, sondern auch den siebten Master's Survival Pack mit Gebäudegrundrissen und Abenteuerideen für Gaslicht anbietet.

Ansonsten gab es sicher noch vieles, was mir jetzt so schnell nicht einfällt. Vielleicht kommt in den nächsten Tagen noch eine Übersicht von Del'Roh, ansonsten kommt von mir noch das Gesamtresümee mit Kommentaren und Takeouts, und dann in allernächster Kürze bereits die ersten Rezensionen - die dann auch noch Erstverkaufstagsrezis sein werden!
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Samstag, 23. Oktober 2010

Spiel - Tag 3


Kleinverlage

Wie immer, auch vom heutigen Tage eine Übersicht über die Besonderheiten, die uns auf der SPIEL ins Auge gefallen sind. Meine Füße spielen übrigens immer noch mit, ich bin ganz überrascht - vor allem, da sie sich am Donnerstag bereits laut beklagt hatten, und seither wieder weniger klagen.

Heute waren wir vor allem in den Hallen 4, 5 und 9, also bei den Kleinverlagen. Dazu haben wir aber auch ein paar Stände entdeckt, die uns in den ersten Tagen seltsamerweise völlig entgangen waren.

Begonnen haben wir bei Isensee, den wir gestern nicht mehr geschafft hatten. Geschenke für den Radscha wollen eingesammelt werden, und ein ausgefeilter Zugmechanismus sorgt dafür, dass die (zufällige) Anordnung der Zielfelder auf dem Spielplan keine extrem kurzen Partien verursacht.

Der zweite Stand, den wir völlig übersehen hatten, war der Stand von Midgard in der Rollenspielhalle. Und der Verlag scheint wirklich von einer Produktivphase erwischt worden zu sein: Die Liga freier Terraner für Perry Rhodan, Quellenbücher zu Thalassa und Nihavand, und Abenteuer 1890 sind ein bemerkenswerter Output.

Die Schweden von Gigantoskop haben mit Genesis ein Spiel zum ersten Buch Moses' herausgebracht. Als Engel versucht man, den Schöpfungsvorgang zu ordnen und zu unterstützen - es sei denn. man ist der 'Dunkle Engel'.

Wer die Grenzen Europas - oder der Amerikanischen Teilstaaten - gut kennt, hat bei Grenzenlos von CGE sicher einen unschätzbaren Vorteil, weil nicht wichtig ist, wie weit zwei Länder voneinander entfernt ist, sondern wie viele Länder mindestens dazwischen liegen.

Red Glove hat einen Deutschen Distributor gefunden: Abacus Spiele. Darum wird man wohl auch in Zukunft in Deutschland mit Jerusalem selbige Stadt in den Kreuzzügen besuchen können.

R&R Games bietet mit Covert Action einen Blick in die Welt der Geheimdienste und mit Masters of Venice in die Welt der Handelsfürsten in Venedig im 15. Jahrhundert.

Der Spielspass-Verlag hatte zwei Partyspiele im Angebot, im Partyalarm spielen zwei gemischte Teams in insgesamt 18 verschiedenen Disziplinen gegeneinander.

Das Team von Krok Nik Douil Editions schickt in Mâamout die Jäger des Jahres 10.000 v.Chr. auf Mammutjagd - die schwieriger gewesen zu sien scheint, als man sich das gemeinhin so vorstellt.

Valley Games Inc. hat mit Bugs ein Stichspiel um Insekten, im Stle des Großen Dalmuti. Und in Crows versucht man, Krähen mit glänzenden Objekten anzulocken und von den Feldern der Mitspieler fernzuhalten.

In Impossum von BiWo geht es um seltsame Tiernamen - wobei man nie sicher sein kann, ob das Tier, das die Mitspieler gerade nennen, auch tatsächlich existiert oder nicht.

So viel für heute, morgen ist ja auch noch ein Tag - der, an dem wir alle möglichen Reste noch abklappern müssen...
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Freitag, 22. Oktober 2010

Spiel - Tag 2


Die 'Großen'

Heute war also der zweite Tag der Internationalen Spieltage. Wie auch voriges Jahr haben wir diesen Tag genutzt, um uns um die Hallen 10-12 zu kümmern. Leider haben wir hier nicht die ganze "Strecke" abgejagt, irgendwie ist uns die Zeit davongelaufen. Dennoch haben wir einiges interessante gesehen - und hoffentlich auch ein paar Kontake erneuern können.

Aber bevor ich mit den Spielen beginne, möchte ich auch auf diesem Weg noch einmal Friedemann Friese gratulieren, der vor wenigen Tagen seine Familie vergrößert hat...


Schmidt Spiele (zu denen auch Drei Magier und Hans im Glück gehören) hatte wie üblich eine Reihe Spiele. Boxxy ist ein schnelles Spiel mit Buchstabenwürfeln, das die Würfel in einem großen Plexiglawürfel hat, in dem auch die Sanduhr steckt. So kann man keine Teile verlieren. Die verbotene Insel stellt eine Erforschung einer Ruinenstadt nach, in dem die Spieler in verschiedenen Rollen eine ständig von Überflutungen bedrohte Insel untersuchen. Qwirkle ist ein leicht Scrabble-artiges Legespiel um Formen und Farben. In Loch Ness versucht man, seine Fotografen so am Ufer des Sees aufzustellen, dass man ein Fopto von nessie schießen kann. Natürlich ist Nessie selten zur Mitarbeit bereit...

Bei Out Of The Box sahen wir die Englische Version eines Spiels, das wohl im Laufe des nächsten Jahres auch auf Deutsch erscheinen wird: in Word on the Road sucht man Worte, um die Buchstaben in diesem Wort 'auf die eigene Seite zu ziehen'.

Bei Jumbo sahen wir vor allem Logo - das große Spiel der Marken, ein Quizspiel um Marken und Logos, das schwieriger sein soll als es auf den ersten Blick erscheint. In Bin ich Beethoven wird das alte Partyspiel, bei dem jemand einen Namen auf der Stirn trägt (so dass er den Namen nicht selbst lesen kann) und diesen herausfinden muss, mit einem Mini-Computer verknüpft, der die Worte in schneller Folge vorgibt.

Hiku-Spiele - der Verlag, der für seine Materialien (Lederbeutel, Halbedelsteine) und seine schönen Spiele bekannt ist, hat insgesamt fünf neue Spiele. Hierbei waren unter anderem Schäfchen ins Trockene, bei dem man als Schäfer versucht, seine Schafe zu vermehren und aus dem Gehege zu treiben.

Ravensburger zeigte unter anderem das Spiel Phase 10 - das Brettspiel, ein Spiel, das die Mechanik der wechselnden Regeln aus Phase 10 auf Brettspiele umsetzt.

Möglicherweise der Hauptgrund, dass uns die Zeit so knapp wurde, war Adlung Spiele. Der Herausgeber von kleinen Kartenspielen hatte wie üblich eine Menge neues zu sehen. Zum Beispiel Heiss auf Eis, bei dem Eishörnchen gebaut werden, Quirrly, ein Spiel, bei dem man aus verschiedenen Stapeln auf dem Tisch eine Reihe von aufeinanderfolgenden zahlen in der richtigen Reihenfolge finden muss, oder auch Haflinger & Co., ein Auktionsspiel um Pferde, das nicht nur für Mädchen interessant ist.

Mille Grazie entführt uns nach Norditalien. Zoch bietet hiermit ein Routenplanungsspiel, bei dem man nicht nur seine eigenen Routen sinnvoll planen muss, sondern sich nebenbei auch als Wegelagerer zu Lasten der  Mitspieler betätigen muss, um zu gewinnen.

Neben den 'Großen' sind ja auch immer eine Reihe kleiner Verlage immer an derselben Stelle zu finden. So hat der aktuell-spiele-verlag an der üblichen Stelle mit Gefährlich ehrlich ein Kommunikationsspiel, bei dem man nur sehr wenig reden muss.

Nach langer Zeit hat Franjos auch wieder ein neues Spiel: Cinco ist ein Legespiel, bei dem man mit Karten versucht, eine Fünferreihe zu legen. Trotz der Karten ist der Zufallsfaktor nur sehr gering.

Steffen Spiele hat mit Scho K.O. ein Legespiel für zwei Spieler, bei dem mit Schokoladequadraten aus weißer und Zartbitter-Schokolade große Flächen gelegt werden.

Dies waren, wie üblich, nur die Sachen, die am meisten ins Auge gefallen sind. Wie in allen Hallen gibt es aber noch viel mehr Interessantes zu entdecken. Wer also noch zweifelt: auch an den traditionell 'volleren' Tagen Samstag und Sonntag lohnt der Besuch sich noch, und das Fehlen von unter anderem Games Workshop scheint auf den Platz pro Besucher einen guten Einfluss zu haben.
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Donnerstag, 21. Oktober 2010

Spiel - Tag 1


Rollenspielhalle
Heute war dann der erste Tag der Internationalen Spieltage. Da Herbstferien sind, war es schon ziemlich voll. Dies merkten vor allem die Leute, die eine Tageskarte kaufen wollten. Ein Bekannter berichtete, dass er vor halb zehn bereits in der Schlange an den Kassen stand, und erst gegen 12 Uhr (!) die Eintrittskarten kaufen konnte.

Donnerstag ist traditionell für uns der Tag der Rollenspielhalle, Nummer 6. Wir sind allerdings dieses Mal ziemlich schnell durch gekommen, und haben anschließend gleich noch einen Teil der Halle 4 mitgenommen. Auch hier war einiges interessante zu sehen.

Anders als in den letzten Jahren war dieses Jahr die Halle 6 nicht ausschließlich dem Rollenspiel, dem Tabletop  und dem LARP gewidmet. Zum einen waren hier einige Händler von Zweitehand-Spielen zu finden, zum anderen auch vereinzelt Hersteller von 'normalen' Spielen

Eine der wahrscheinlich am sehnlichsten erwarteten Neuveröffentlichungen ist die 'Berge des Wahnsinns'-Kampagne von Cthulhu. Hierzu sind nicht nur der erste der drei Kampagnenbände und das Expedition Pack bei Pegasus erschienen, sondern auch von Erdenstern ein Soundtrack.

Uhrwerk hatte nicht nur die 4. Edition des Legend of the 5 Rings Regelwerk da, die in der nächsten Woche offiziell in den Verkauf gehen soll, sondern auch das gleich terminierte Stadt der Finsternis von Deadlands.

Prometheus Games hatte das Hellfrost Spielerhandbuch auf dem Stand, ein Buch, das ein anderes Format hat als die All-in-one-Settingbände, weil es eben kein komplettes Setting ist, sondern nur ein Spielerhandbuch.

13Mann hatte zwei Neuheiten zu Traveller: das Abenteuer Gefängniswelt, und ein eigenes (also nicht übersetztes) Quellenbuch zu Robotern.

In nicht direkt rollenspielbezogenen Neuheiten zeigte Soylent Games das schöne Interstellar Mayhem, und bietet auch eine sehr begrenzte Auflage von bemalten Miniaturen zu diesem Spiel an.

Bucephalus Games bietet mit Rorschach ein Spiel an, das nichts mit den Watchmen zu tun hat, sondern seinen Namen von den Tintenklecksen hat, die in der Psychoanalyse verwendet werden.

Von GMT war bei Udo Graebe Gamedesign ein wunderschönes Spiel zum 'Survival of the Fittest' zu sehen: in Dominant Species versuchen verschiedene Tierklassen, sich gegen eine sich verändernde Umwelt durchzusetzen.

Aus Südafrika kommt Foodle (Spiel und Firma haben denselben Namen), ein Quizspiel, das von einer Diätistin zum Thema Ernähung erstellt wurde.

Die Spieltrieb GbR bietet mit Jets ein Tabletop-Rennspiel an, das ein wenig wie eine Kreuzung aus Jean du Poëls uraltem Ben Hur und Spielen wie Frag! oder Roborallye wirkt.

Und aus Dänemark kommt Global Cooling von Globaludo Aps. (spricht sich globa-ludo aus, nicht Global Udo). In diesem Spiel ist es das Ziel, die Energieversorgung der Erde mit erneuerbaren und klimaneutralen Energien sicherzustellen.

In Halle 4 fiel unter anderem das Spiel Expedition Sumatra von Igramoon auf, bei dem man in einem veränderlichen Dschungel auf Tierjagd geht.

Grübel-Spiele hatte eine Reihe von Spielmaterial-Sets mit schönen Illustrationen - das interessanteste war mE ein Set mit 40 verschiedenen Musikinstrumenten.

Ein Stichspiel im Stile von Wizards ist das Spiel Zockato vom gleichnamigen Verlag. Man wettet Spielgeld darauf, wie viele Stiche man erhalten wird - was allerdings erschwert wird, weil zum einen die Regeln für das Stichspiel selbst von Runde zu Runde veränderlich sind, und weil man mit Spezialkarten die Planung für die Mitspieler weiter erschweren kann.

Homoludicus hat mit 4 Monkeys ein Spiel, in dem man versucht zu beweisen, dass man der intelligenteste Affe am Spieltisch ist.

Japon Brand zeigte mit Cat and Chocolate ein Spiel, bei dem man versucht, in einem Spukhaus die verschiedensten Gefahren zu meistern - mit Geschichten, die manchmal an Münchhausiaden erinnern. Witchcraft ist dahingegen ein Spiel um Verdächtigungen, bei dem man versucht, unter den Teilnehmern die Hexe aufzuspüren, während man die entsprechenden Verdächtigungen auf einen selbst versucht abzuleiten. Und in Regality vs. Religion: Revolution spielt man ein nettes. kleines Zweipersonenspiel, bei dem Klerus und Adel versuchen, sich Gegenseitig die Herrschaft über das Spielfeld streitig zu machen.

Für morgen habe ich, wie letztes Jahr auch, die drei großen Hallen am Eingang geplant, weil die samstags traditionell kaum noch zu navigieren sind. Das sind dann vor allem die 'Großen', aber auch hier gibt es einige interessante Kleinverlage.
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Mittwoch, 20. Oktober 2010

Spiel - Tag 0


Pressekonferenz, Vorschau
Wie jedes Jahr, war auch heute wieder am Vortag der Messe-Eröffnung die Pressekonferenz und Eröffnung der Neuheitenshow. Außerdem sehen wir uns dann immer schon die Hallen ein erstes Mal an, auch um evtl. noch Termine zu vereinbaren, um mit Herausgebern zu sprechen.

Die Pressekonferenz brachte wenig überraschendes: wie noch jedes Jahr ist die SPIEL auch dieses Jahr wieder weiter gewachsen: 786 Aussteller aus 32 Nationen sind ein neuer Rekord, und mittlerweise sind beinahe die Hälfte der Aussteller (45 Prozent) aus dem Ausland. Vor allem der asiatische Raum - und hier zur Zeit anscheinend besonders China - stellt den größten Wachstumssektor.

Interessant war auch ein Kommentar von Michael Hopf von der Fachgruppe Spiel, der auf die Frage nach Exportumsätzen zugeben musste, dass es kaum physischen Export gibt, und dass der Transfer von Lizenzen traditionell nicht im Exportgeschäft mitgezählt wird.


Es sollen insgesamt mehr als 650 'neue Spiele' vorgestellt werden, wobei die SPIEL als 'neu' ein Spiel bezeichnet, das seit der letzten SPIEL erschienen ist, also zum Beispiel auch die Neuheiten aus Nürnberg mitzählt.


Die Neuheitenshow ist zwar immer noch sehr interessant, krankt aber seit einigen Jahren unter einer steigenden Neigung der Aussteller, die Spiele dort aufzubauen und anschließend wieder auf ihren Ständen zu arbeiten. Gefühlt 50 Prozent der Stände waren verwaist, so dass auch interessant aussehende Spiele zum Teil wenig Interesse finden konnten.


Ein paar Spiele sind mir aber dennoch sowohl auf der Neuheitenshow als auch in den Hallen aufgefallen, die ich in den nächsten Tagen auf jeden Fall noch näher ansehen will.


So hat Out Of The Box Games - der Verlag, der u.a. John Kovalic gehört - die Konkurrenten zu Ninja vs. Ninja herausgebracht - in Pirate versus Pirate streiten insgesamt drei Piratenmannschaften um Gold, Rum und Ehre.


Über Alkohol gesprochen: Wattsalpoag hat mit Last Call ein 'Spiel für Bartender' - ein schnelles Spiel um Mixgetränke.


Auch die neuen Spiele der Lego-Reihe sehen interessant aus: Hogwarts hat natürlich den Vorteil der literarischen Vorlage, aber auch Shave a Sheep sah sehr interessant aus, und punktet natürlich auch durch die Niedlichkeit.


Bei Kosmos gab es einiges Neue, das interessanteste waren wohl zum einen die Neuauflage der Siedler - und einer Schokoladenmarkt-Erweiterung, die wohl ausschließlich über Ritter Sport erhältlich sein soll -, zum anderen Schwarzer Freitag von Friedemann Friese.


Improvisationstheater ist in manchen Spielen ein Bestandteil, aber nur bei Freeze von Be-Witched das Hauptthema - und alle Teilnehmer nehmen auch in Rollen daran teil...


Die Gebrüder Lamont von Fragor haben eine neue Tierart in ihren Spielen - der Titel Antics! sagft wohl schon genug. Es sah  wieder aus wie ein komplexeres Spiel als das letzte. 


Eine wunderschöne Verpackung hat Captain Jacks Gold von Noris/Goldsieber: eine metallene Schatzkiste, und auch das Material sah sehr schön aus.


Tuonela Games zeigt unter anderem ein Update zu The Club: Unter dem Titel 'DJ Set' soll der Wertungsmechanismus verständlicher werden.


Mehr über diese und andere Spiele ab morgen, wenn die eigentliche Messe ihre Pforten öffnet.



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Freitag, 8. Oktober 2010

Summen, Sojalinsen, Sphinxen, Sand und mehr


Neues zur Spiel

In zwei Wochen ist es ja schon so weit, die Messe Internationale Spieltage 2010 öffnet ihre Pforten am 21. Oktober für das interessierte Publikum. Man merkt es auch daran, dass inzwischen die Ankündigungen für neue Spiele in meiner Inbox eintreffen.

Da es jedes Jahr 'zig Spiele sind, die zur Spiel neu erscheinen (und noch viel mehr, die auf der Neuheitenshow gezeigt werden - 'neu' im Sinne der SPIEL sind alle Spiele, die seit der letzten SPIEL erschienen sind -, melde ich hier nur, wenn ich etwas neues von kleinen und neuen Herausgebern höre, und lasse die 'großen' Herausgeber einfach draußen vor. Dass die etwas neues haben, dürfte wohl als bekannt vorausgesetzt werden (und vielleicht mache ich kurz vor der Messe auch dazu noch eine Übersicht).


Soylent Games stellt seine Spiele zwar nicht, wie der Name andeutet, aus Soja und Linsen, und auch nicht - wie im Film - aus, äh, humanoiden Grundstoffen her, hat mit Interstellar Mayhem aber dennoch ein Spiel im SciFi-Genre angekündigt. Das Spiel, das mich bei Proberunden in einer frühen Betaversion (auf der RPC) ein wenig an ein "Frag im Weltraum" erinnerte, wird hier das erste Mal verkauft, der Preis soll unter 40 Europ liegen (39,95 €).

Henning Poehl von Sphinx hat Im Bann der Mumie angekündigt, ein Spiel aus der Schwarzen Reihe, in dem eine von einer verfluchten Mumie bewachte Grabstätte ausgeraubt werden soll. Das Reich der SPiele hat ein Interview mit ihm, in dem das Spiel ein wenig erklärt wird. Auch gibt es dort einen Coupon, mit dem man einen Nachlass von einem Euro erhalten kann.


Gleich drei Spiele hat Cwali angekündigt. Corné van Moorssel hat mit Sun, Sea and Sand ein Resosurcenverwaltungsspiel um Freizeitorte am Meer, mit Summy ein Scrabble-artiges Rechenspiel und last but not least mit Tricky Safari ein Spiel um Tierfotos, das die schönen Porzellanfiguren (Minimals) aus Tricky Trek verwendet. Cwali hat auch schon die Preise bekannt gegeben, zu denen die Spiele auf der SPIEL verfügbar sein werden: SS&S 30,-, Summy 28,- und Tricky Safari 26,- Euro. Zwei dieser Spiele kommen auf 44,- Euro, und alle drei auf 50,-. Allerdings werden von Summy nur 501 Stück und von Tricky Safari nur 300 Exemplare verfügbar sein: wer zu spät kommt, hat Pech. Ob sie bei Erfolg noch einmal aufgelegt werden, ist noch nicht bekannt. (Man kann über e-Mail auch vorbestellen...). Und noch etwas: auf der Webseite steht es zwar nicht, aber in der Ankündigung teilte Corné auch mit, dass bei Ankäufen ab 40 Euro auch die Powerboats-Erweiterung gratis mitgegeben wird.

Und noch etwas: das alte Spiel Factory Fun von Cwali, das in der Originalauflage ausverkauft ist und für das bereits voriges Jahr auf der SPIEL Liebhaberpreise bezahlt wurden, kommt zurück. Allerdings nicht direkt von Cwali, sondern in einer Neuausgabe von Z-Man Games.

Last but not least hat Emma Games, alias Martyn F., angekündigt, dass es dieses Jahr leider kein neues Spiel von ihm geben werde, und dass Emma Games darum auch keinen Stand haben werde. Man könne allerdings die Spiele (mit Ausnahme des ziemlich teuren TWRS, das seinen Preis vor allem mit der wirklich luxuriösen Ausstattung begründet) allerdings bei Vertriebspartnern auf der Messe finden. Je nach Spiel muss man hierfür bei Z-Man Games, spielmaterial.de oder den Heidelbergern vorbeischauen - alle drei findet man in Halle 9.
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Montag, 26. Oktober 2009

Spiel - Nachlese

Anekdoten und Kommentare

Gestern ging, wie wohl bekannt, die SPIEL für dieses Jahr zu Ende. Noch sind die wichtigen zahlen nicht allgemein bekannt gegeben worden, aber die Händler und Aussteller, mit denen wir gesprochen haben, waren durch die Bank sehr zufrieden.

Aber nicht nur die Spiele selber waren interessant, es gab auch eine Reihe kleiner Begebenheiten und Erscheinungen, die genannt werden sollte, bzw. einen kommentar hervorrufen sollten. Eine Übersicht über die Umgebung, sozusagen.

Das fing damit an, dass eine Reihe Stände, an die man sich gewöhnt hatte, dieses Jahr nicht oder nicht am gewohnten Platz zu finden waren. Games Workshop war gar nicht auf der Messe vertreten, Hasbro nur mit einem winzigen Stand. Auf dem GW-Gebiet stand diesmal Udo Graebe, sowie ein paar kleine Stände, die sich auch auf dem früheren Stand von UGG ausbreiteten. Im Rollenspielbereich vermisste ich persönlich auf jeden Fall noch die Leute von der Odyssee e.V., den Drachenland-Verlag ... und einige Leute von den Internetforen, die ich frequentiere, und von denen ich gehopfft hatte, merhr Leute zu treffen.

Auf dem früheren Hasbro-Stand befand sich diesmal der Stand von Asmodée sowie von einer ganzen Reihe kleinerer französischer Verlage, die über Asmodée in Deutschland vertreiben. Mir gefallen die Spiele sowieso besser, da sie mehr zum denken anregen und weniger gezielt auf den mainstream gerichtet entworfen werden - was sie oftmals sogar für den Mainstream akzeptabeler macht als die 'zigste Umsetzung von Deutschland sucht das Pop-Idol im Dschungel (lasst mich hier 'raus).

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Sehr interessanter Neuaussteller für Brettspiele war Lego, das sich den Einstieg in die Brettspielwelt (nicht die Webseite) einiges hat kosten lassen - neun oder zehn Spiele von Knizia sind sicherlich nicht billig.

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Interessanter Anblick: eine ziemlich bekannte Illustratorin, die gegen elf Uhr einen winzigen Tisch halb im Gang aufbaute und noch einen Stuhl suchen musste, weil der Stand, an dem sie zeichnen sollte (sprich: der Aussteller, an dessen Stand sie 'auftreten' sollte) nanscheinend völlig vergessen hatte, dass er sie eingeladen hatte.

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Die Spielepreise waren akzeptabel - die Essenspreise oftmals nicht. Sie gingen in meinem Empfinden von 'leicht überhöht' bis hin zu 'unverschämt'. Wobei das dann auch davon abhängt, was man für Preise gewohnt ist. Ausnahme was das Slush-Eis von 13mann, das 'privat' hergestellt wurde und unschlagbar günstig abgegeben wurde :)

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Ich weiß, dass eine ganze Menge Leute als Besucher auf der Messe waren, die ich kenne. Gesehen habe ich dieses Mal kaum jemanden. Meist hörte man hinterher "ja, ich war heute da, wieso?".

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Aus der Halle heraus sahen wir, wie am Eingang Tschenkontrolle war - wohl im Rahmen der Terrorbekämpfung. Seltsames Gefühl.

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Kam es mir nur so vor, oder sind die Sammelkartenspiele tatsächlich auf dem Rückzug? Die Hersteller waren so präsent wie eh und je, aber die Händler und Wiederverwerter waren deutlich weniger, fand ich.

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Seit wann tragen Geisterjäger Hörner?

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Die Zahl der 'Gewandeten', die nicht zu einem Stand gehörten, war zumindest gefühlt deutlich geschrumpft. Schade, weil das doch ein wenig Stimmung machte - auch wenn man nicht unbedingt alle Kostüme in den letzten Jahren gutheißen konnte. So manche Elfe...

Ich freue mich jedenfalls jetzt schon aufs nächste Jahr.

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Sonntag, 25. Oktober 2009

Spiel - Tag 4

Abschlußarbeit

Und damit ist dann auch der 4. Tag zu Ende gegangen. Wir haben heute noch einmal so ziemlich alle Hallen abklappern müssen, um die Stände zu erwischen, die entweder vorher keine Zeit gehabt hatten, die uns noch einmal treffen woltlen, opder die wir beim ersten Mal aschlicht übersehen hatten.

Das ganze fing für uns dann schon beinahe eine Stunde vor Messeeröffnung an (Presse und Aussteller kommen früher 'rein - nicht sauer sein, das entzerrt das ganze ein wenig, wenn die Presse einen Teil der Arbeit bereits erledigt hat).

Die Czech Games Edition hatte zwei hübsche Spiele. Im einen, Mein Name ist HaseElch stellen die Spieler live Hasen bzw. Elche dar, die mit Karten angezeigt werden. Kein Spiel für Leute, die keinen Humor haben. Die Werft ist ein eher klassisches Aufbau- und Konstruktionsspiel um die Werften, die die ersten Dampfschiffe für Atlantiküberquerungen bauten. Dungeon Lords schließlich ist ein Spiel um die dunkle Seite der fantasy, also der Erbauer und Unterhalter von Dungeons.

Aus Italien, genauer von Scribabs und PostScriptum stammt Sator Arepo Tenet opera Rotas, ein Lege- und Laufspiel um eine uralte Bibliothek. Laufplanken werden gebaut und verschoben, und man versucht, wichtige Bücher in der Bibliothek zusammenzusuchen.

Ein ganz anderes Spiel ist das 2-Personen-Spiel Night and Day, bei dem man versucht, den Einfluss der eigenen (Tages- bzw. Nacht-)Seite auf dem Spielfeld zu vergrößern.

Ein einfaches Rollenspielsystem auf Kartenbasis (nicht Spielkarten: alles Spielmaterial ist auf Karten - Charaktere, Würfel, Räume, Monster etc.) ist Dash-in Dungeons von Wednesday Night Games. Einfach, schnell - und auch die verpackung enthält einige schöne Tricks, die man sich merken muss.

Von Fragor Games kommt Savannah Tails, ein Rennspiel in der Afrikanischen Savanne. Vom System erinnert es an die Snow Tails des letzten Jahres.

Sphinx, bekannt für etwas 'andere' Spiele, hat dieses Jahr mit Exorzisten ein Spiel um eben diesen Beurfsstand gemacht, bei dem man verschiedene, mehr oder weniger abscheuliche Dämonen vertreiben muss.

Von Prometheus waren alle angekündigten Spiele vorhanden. Ich habe mir ein Exemplar von Sundered Skies zwecks Rezension mitgenommen.

Goldsieber hatte zwei interessant aussehende Spiele mitgebracht: Pizza Paletti in einer Pizzadose, und Psychopet, das mich ein wenig an das Flash-Game Die Anstalt erinnerte, wobei es in letzterem allerdings um Plüschis geht, während es bei Psychopet um 'lebende' Haustiere geht.

Außerdem wurden noch das neue John Sinclair Rollenspiel von Ulisses und Caterpillar - Age of Tank von Visionary probegespielt und wussten beide zu gefallen. Letzteres widersetzt sich immer noch erfolgreich allen Bemühungen, es in eine Schulbade einzuordnen - und obwohl mir mehrere der Genres nicht so liegen, fand ich es dennoch sehr gut.

So weit meine ganz persönlich SPIEL 2009. Es gab noch einige Anekdoten, die ich demnächst einmal veröffentlichen werde, auch sind eine ganze Menge Spiele (auch einige, die in den Rundgängen nicht genannt wurden Doctor Who Wink) zur Rezension hereingekommen. Viel Arbeit für die nächste Zeit also.

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Samstag, 24. Oktober 2009

Spiel - Tag 3

´Kleinverlage

Es ist Samstagabend, und meine Füße spielen immer noch mit. Zumindest kann ich noch laufen, was nicht selbstverständlich ist an diesem Abend. Und das, obwohl wir heute mit vielen Leuten gesprochen haben und Kontakte geknüpft haben.

Ehrlich gesagt: wir haben mit so vielen gesprochen, dass ich wieder ernsthaft kürzen muss. Das heißt vor allem, dass auch interessante Spiele eventuell ausfallen, ganz einfach, weil mir der Platz fehlt...

Eines der auffälligsten Spiele für Experten war wohl A Brief History of the World von den Ragnar Brothers aus England. Das 'klassische' History of the World, das vor vielen Jahren von Avalon Hill herausgegeben wurde, stammt von denselben Autoren, hatte aber beklanntlich das Problem, dass es für den Normalspieler viel zu lange dauerte. Die neue Version soll deutlich kürzer gehen und einfacher zu verstehen sein.

Leicht zu verstehen ist sicherlich Beer and Pretzels von Bézier Games / Ted Alspach. Man wirft mit Symbolen bedruckte Bierdeckel in einen gemeinsamen Zielbereich, und jedes Symbol, das am Ende noch frei ist, gibt Punkte. Schnell und einfach zu verstehen, aber nicht ganz ohne.

Die neue Idee von Krimsus Krimskramskiste ist auch 'nicht ganz ohne': man kann sich auf Fantasy-Download ein Kartenspiel-Bauset herunterladen und dieses dann sleber erstellen.

Nmbrs ist ein einfaches Kartenspiel um mathematische Reihen.

Von Clicker kommt wieder einmal ein Logik-Denkspiel, das diesmal als Wettbewerb gespielt werden kann. Es geht hierbei um die Untaten eines gewissen Schinderhannes.

Onexeno von Penrose Press ist ein Domino-artiges Spiel mit quadratischen 4x4-Karten, das sich für Variationen des Grundspiels geradezu anbietet.

In Infinite City bauen die Spieler eine Großstadt à la Gotham. Die Regeln, die die Alderac Entertainment Group dafür erstellt hat, sorgen dafür, dass das Spiel kurzweilig und immer anders ist.

Aus Großbritannien importiert ist About Time - die Zeit hat die Fragen und Themen auf Deutsche Verhältnisse umgeschrieben.

In Geo200 geht es um die Länder der Erde - auf den Karten sind die Länder der Erde wiedergegeben, und die Regeln gehen von simpelen Mau-Mau-Varianten bis hin zu ziemlich komplexen Sammelregeln. Auch hier sind die Regeln frei anpassbar.

Die finnische Spieleschmiede Tuonela bietet eine ganze Reihe neuer Spiele, unter anderem Modern Society in dem die Gesellschaft der Zukunft gestaltet werden soll. Eher düster sind Inquisitio und Soul Hunters.

Es gibt viel mehr interessantes zu sehen, morgen ist ja noch ein Tag. Bis dann...

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