x Roachware: Con
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Mittwoch, 11. Januar 2012

Morpheus ohne Roach

In eigener Sache

Eigentlich hatte ich für das kommende Wochenende geplant, auf der Morpheus (einer Con in Herne) Cthulhu anzubieten – insgesamt vier Runden, wenn die Spieler wollten – sowie ein paar Proberunden mit dem zu Neujahr angekündigten Spiel durchzuführen, um Problemzonen zu finden. Daraus wird aber nichts.

Angemeldet hatte ich meine Runden Heiligabend, auf die Webseite kamen sie am 3. oder 4. Januar – und inzwischen sind sie wieder von der Seite verschwunden. Das liegt aber nicht daran, dass ich nicht leiten wollte oder könnte. Nein, der Grund ist viel prosaischer: ich wurde (indirekt, über den Leiter des Pegasus-Supports, also noch nicht einmal mit persönlicher Nachricht) ausgeladen.

Der Grund, der mir mitgeteilt wurde, liegt in der Auswirkung einer Erbkrankheit, an der ich leider leide: ich habe Trimethylaminurie. (Link zur Englischen Wikipedia, weil die deutlich ausführlicher isdt, als die Deutsche.) Diese Krankheit, die auch irreführender weise als 'Fischgeruchsyndrom' bekannt ist, sorgt dafür, dass bestimmte Stoffe nicht vernünftig vom Körper abgebaut werden, sondern über u.a. den Körperschweiß abgegeben, und dabei zu Gerüchen führen. Diese Gerüche können eine ganze Bandbreite umfassen, und sind nicht einmal personenspezifisch immer gleich. Der im irreführenden Namen angegebene fischige Geruch tritt auch eher bei Frauen auf und ist vermutlich geschlechts-(hormon-)bedingt.

Was es aber nicht ist, ist heilbar: wie gesagt, ist dies eine genetische Sache.

Bei mir kommt und geth der Geruch in richtigen 'Schüben': Es kann sein, dass ich bereits eine halbe Stunde, nachdem ich geduscht habe, mich selbst nicht mehr riechen kann, es kann auch sein, dass ich ein ganzes Wochenende nicht einen Augenblick Last davon habe. Mehr noch: wenn der 'Schub' durch ist (meist innerhalb weniger Minuten) ist es oftmals bereits ausreichend, wenn ich die Kleidung wechsele (der nachkommende Schweiß ist wieder 'normaler'); ein Schwammbad oder ein Duschbad sind auf jeden Fall hinreichend.

Ich weiß, das ich daran leide (bereits mehr als mein halbes Leben), wenn also jemand es bemerkt und mich darauf anspricht, ist es kein Problem für mich, mich zu duschen und umzuziehen (für solche Fälle nehme ich idR zu Cons auch Ersatzkleidung mit...) Schade finde ich nur, dass – nachdem bereits die Zusage erteilt worden war – jemand wegen einer Erbkrankheit (für die er im Endeffekt ja nichts kann) ausgeladen wird, und das, indem man nicht direkt mit der Person spricht, sondern es ausrichten lässt.

Und besonders schade finde ich es natürlich für die Spieler, die eventuell im Programm nachgesehen hatten, und vielleicht am Wochenende in Herne stehen und sich verwundert fragen, was denn los ist und ob mir etwas zugestoßen ist. Oder die gehört hatten, dass Roachware da das geplante Spiel testen wollte, und die gerne mitgetestet hätten.

Das nächste Mal wird man mich in voller Pracht dann wahrscheinlich beim AdventureCon in Hamburg bewundern können – ob ich zur DorfCon gehe, kann ich noch nicht sagen, und wenn, dann wohl auch eher als Spieler.

Es sei natürlich, auch die Hamburger wollten mich nicht mehr haben.

(Anmerkung: zwischen dem Augenblick, da ich das obige schrieb, und der Veröffentlichung dieses Postings erhielt ich von anderer Seite unterstützende Worte, Aussagen wie 'Wenn Du nicht kommst, dann komme ich auch nicht, und das teile ich denen auch jetzt mit' und so weiter. All diese Initiativen sind ohne mein Zutun in Gang gekommen - ich müsste lügen, würde ich behaupten wollen, dass ich diese 'Streicheleinheiten' nicht nett finde ;) -, auch wenn ich persönlich erwarte, dass die Zeit ganz einfach zu kurz ist, noch etwas zu ändern.)

Anmerkung 2: Es war mir beim Schreiben des Postings völlig untergegangen, dass ich ausdrücklich noch darauf hinweisen wollte, dass die Orga der Morpheus hieran unbeteiligt war, die Ausladung stammt von dritter Seite. Leider meldete diese dritte Seite sich so spät, dass Jorg und Karsten da auch nichts mehr unternehmen konnten.)
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Dienstag, 10. Januar 2012

Returned: Pricey & Calm

RPC 2012

Sie ist ja schon einige Zeit her, die letzte Role-Playing Convention, aber das heisst nicht, dass ich sie komplett vergessen hätte. Anfang Mai 2011 fand sich in der Messe Köln die halbe deutsche Rollenspielwelt ein, um eine konzentrierte Dosis Informationen und Waren zu erhaschen.

Mit 220 Ausstellern (sieben Prozent mehr als 2010) war ein neuer Ausstellerrekord erreicht, und das obwohl, wie ich bereits kurz nach der RPC bei den Neuigkeiten schrieb, ein paar Verlage gar nicht erst angetreten waren. Irgendwie scheinen RPC und SPIEL sich im Rollenspielbereich zu Konkurrenten zu entwickeln. Ich weiss nicht, ob ich das gut finden soll oder schlecht – es entzerrt zwar das Veröffentlichungsjahr ein wenig, aber es gibt gerade unter den kleinverlagen natürlich auch eionige, die sich nicht zwei Stände im Jahr leisten können – gerade, wenn auch noch beispielsweise Hotel- und Transportkosten hinzu kommen, wenn der Verlag nicht geraede in NRW angesiedelt ist.


Leider waren keine Angaben zu finden über die Zahl der Besucher, allerdings ist die Zahl zumindest gefühlt deutlich zurückgegangen. Sogar an den Toiletten (an denen in den letzten Jahren immer lange Schlangen standen) gab es Zeiten, dass man ganz ohne Warterei durchkam.

Das sinkende Besucherinteresse war meiner Meinung nach sicher vor allem den Preisen geschuldet – die Eintrittskarte war mit 15 Euro für einen bzw. 21 Euro für beide Tage ziemlich teuer. (Das wird dieses Jahr auch nicht besser werden: Die Preise sind mit 15,50/21,- Euro im Vorverkauf bzw. 16,50/23,- Euro an der Tageskasse sogar noch einmal leicht gestiegen.) Aber nicht nur der Eintritt war teuer. Neben den unweigerlichen Ausgaben für das eine oder andere Rollenspielzeug (wobei ich mir wohlweislich nur ein paar 'Testwürfel' von Chessex zulegte, die stark verbilligt waren sowie bei einer Sammlungsauflösung zuschlug) will man ja vielleicht auch noch etwas essen und/oder trinken. Wenn man aber die Preise an den Ständen sah, begann man bereits trocken zu schlucken, bevor man sich anstellte – verglichen mit den Preisen auf der RPC könnte man die Stände auf der SPIEL als Discounter bezeichnen. Wenigstens galt voriges Jahr, was auch dieses Jahr wieder gilt: Kinder unter 12 (in Begleitung eines – zahlenden – Erziehungsberechtigten) haben freien Eintritt.

Die Aufteilung der Hallen und des Außengeländes war dieselbe wie in den letzten Jahren: die erste Halle für Computer und die Gothic- und LARP-Szene, die hintere Halle für Rollenspiel und Verwandte, das Freigelände für Musik, Essen und ein paar LARP-Stände. Die Computerhalle verursachte allerdings dieses Jahr deutlich weniger Krach, und auch die Vorträge – die aus dem Zwischengang in die hintere Halle umgezogen waren – waren hierdurch deutlich besser zu verstehen.

Die Organisation der Rollenspielrunden ist allerdings verbesserungswürdig. Wenn die Messe um 10 Uhr beginnt, und eine Runde (damit die leute sich anmelden können) für halb elf angesetzt ist, bringt es wenig, wenn erst gegen elf Uhr die Aushänge an die Wand kommen... Auch wurden von Spielleiterseite Stimmen laut, dass beim Zuteilen der Tische doch arg viel an statistischen Daten erfasst wurde, was eigentlich nicht nötig gewesen wäre. (Und wenn man sich nur hinterher die Aushangzettel hätte zurückgeben lassen, hätte man hieraus bereits viele Fragen beantworten können, ohne die Anmeldeprozedur unnötig zu erschweren.)

Ein wenig wurde die gute Laune der Messebesucher auch durch den Aufmarsch getrübt, der sich an dem Wochenende in Köln breitmachte. Zwischen der Messe und der Brücke zum Hauptbahnhof standen eine ganze Menge Polizeiwagen in und Polizisten in Kampfausrüstung, denn just an diesem Wochenende wollte "Pro NRW" einen "Marsch der Freiheit" veranstalten und hatten sich Gegner dieser weit rechts stehenden Gruppierung zu einer Gegendemonstration eingefunden. Schlußendlich blieb es in Köln aber ruhig, und auch die teilweise sehr fantasievoll gewandeten Conbesucher gerieten nicht in die Mühlsteine der Justiz. Da die RPC dieses Jahr effektiv am selben Wochenende stattfindet wie voriges Jahr, darf man, denke ich gespannt sein, wie es dieses Jahr aussieht.

Trotz alledem ist die RPC – auch, weil sie die einzige Gelegenheit im Jahr bietet, dass Computerrollenspieler, LARPer und P&P-Rollenspieler zusammenkommen – sicher eine Reise wert.

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Samstag, 31. Dezember 2011

Dicke Backen

HamsterCon

Mörfelden-Walldorf liegt ja etwas abseits meiner üblichen Einsatzgegend, und so ist es wohl auch nicht überraschend, dass ich bis 2011 nicht auf dem HmasterCon zu sehen war, der ja immerhin in einem Gemeindehaus daselbst stattfindet. Aber da die Pegasus-Kartenspiel-Supporter, die normalerweise dort anwesend sind, es in diesem Jahr wegen zeitlichen Problemen nicht schafften, habe ich mich auf den (weiten) Weg gemacht und mir einen alten Wunschtraum erfüllt: Ich habe mir den HamsterCon angesehen.

Wer nicht wie ich mit einem Navigationagerät mit dem Auto kam, hatte zu Beginn ein wenig zu suchen; die Hinweisschilder wurden m.W. erst nach Conbeginn aufgehängt, wodurch aber die Besuchermenge keinen SAchaden nahm. Im Gegenteil: die Con sah für mein ungeschultes Auge ziemlich voll aus. Nicht so gedrängt voll wie der AdventureCon, der ja aus allen Nähten platzt, aber voll war er doch.


Das Gemeindehaus besteht in erster Linie aus einem großen Saal mit einer Bühne, und ein paar Nebenräumen. Die Bühne war mit den Vorhängen abgeteilt; hier fanden Rollenspielrunden statt, für andere Rollenspielrunden musste man in die Nebenräume, die leider alle nur über Treppen zu erreichen waren. Auch die Bühne benötigte, wie bei Bühnen üblich, ein paar Schritte eine kleine Treppe hinauf. Auf den Rollstuhl angewiesene SPieler haben hier leichte Probleme, aber das kann man der Orga nicht zum Vorwurf machen: Das sind die baulichen Gegebenheiten.

Im großen Saal fanden dann die Kartenmspielrunden statt, einschließlich der Turniere (u.a. ein Munchkin und ein Brawl-Turnier). Leider war das Wetter teilweise sehr feucht, so dass vom angeschlossenen (Schul-?)Hof nur teilweise Gebrauch gemacht werden konnte. Neben einigen Rollenspielrunden wurde hier auch ein ausgiebiges Cash-n-Guns-Turnier abgehalten.

Außerdem wurde hier ein Teil der Verpflegung zubereitet: Der Grill hatte trotz des teilweise schlechten Wetters Hochkonjunktur. Verständlich, dass man vorbestellen und vorher bezahlen musste - der Con ist nicht so groß´, dass er sich größere Verluste im Verpflegungsbereich leisten kann. Aber auch das Küchenpersonal abseits des Grills (u.a. ein sehr leckeres Chili con Carne) ist lobenswert. Und die Preise sind absolut akzeptabel.

Die sanitären Anlagen waren auch in Ordnung und wurden sauber gehalten.

Die Organisatoren waren trotz des Stresses, dem sie natürlich ausgesetzt sind, stets freundlich und hilfreich, auch einem Hamster-Noob wie mir gegenüber.

Um noch einmal zusammenzufassen: wenn er nicht so weit weg wäre, wäre ich sicher häufiger auf dem HamsterCon, aber mit fast 350 km Fahrstrecke (eine Fahrt, laut Routenplaner) ist es für mich doch ziemlich weit. Wer aber aus der Gegend kommt, sollte den nächsten Con ins Auge fassen: das wird der zehnte, und damit ein Jubiläumscon.

Veranstaltung HamsterCon 2011
Ort Gemeindezentrum, Kirchgasse 8, 64546 Mörfelden-Walldorf
Eintritt Tageskarte: 2 €, Alle Tage: 5 €
Teilnehmer ca. 150
Dauer Freitagabend - Sonntagabend

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Samstag, 12. Februar 2011

Frisch gekräht

Neues vom KrähenCon

Ich hatte ja vor wenigen Tagen noch geklagt, dass von einigen Cons noch keine Termine bekannt seien. Für den KrähenCon wurde mir soeben der Termin gesagt: der Con in Krähfeld... äh, Krefeld natürlich ... findet dieses jahr natürlich wieder statt, und zwar am Wochenende vom 3. und 4. September.


Also Bleistifte spitzen, Terminkalender herausholen und eintragen. Hier klicken um mehr zu lesen...

Dienstag, 8. Februar 2011

Sag mir Quando, sag mir wann...

Con-News

Der Titel ist nicht ganz zufällig gewählt. Wie treue Leser dieses Blog wohl wissen, bin ich regelmäßig auf Cons zu finden. Das war in den letzten Jahren auch einigermaßen gut zu planen, zumindest waren die Termine in der Regel frühzeitig bekannt, auch wenn sie manchmal arg unglücklich zusammenfielen. Ich denke da an den 'Großkampftag', als an einem Wochenende Cons in Syke, Hannover, Braunschweig, Münster, Remscheid, Mainz, Freiburg und Wien stattfanden...

Dieses Jahr sieht es etwas anders aus. Bis jetzt erscheinen auf dem zur Zeit umfassendsten Conkalender (auszugsweise auch im linken Seitenbalken zu sehen) nur wenige Parallelcons - was aber wohl eher daran liegt, dass so mancher Con noch keinen Termin gewählt hat - und das, obwohl der regelmäßige Termin bei einigen vor der Haustüre stehen würde.


Einer dieser 'verschwundenen' Cons ist der King... ähh, nein, der King... upps, nein nicht Kingston, der Ki... grmbl ich meine den KingCon (ja, da müsste er sein, aber ich erhalte da zur Zeit nur einen Parse/Syntax Error...), den 'Con für Könige und Menschenaffen', der seit einigen Jahren in Duisburg stattfindet. Eigentlich sollte er in diesem Monat wieder stattfinden, allerdings mit teilweise neuer Schirmherrschaft und in Bochum. Leider scheint man dort allerdings Probleme zu haben, eine geeignete Location zu finden, und die Webseite scheint zur Zeit, wie gesagt, auch nicht zu funktionieren.

Update: Der KingCon scheint mittlerweile eher unter kingcon.de zu erreichen zu sein, aber auch auf dieser Seite - die auf die 'alte' Seite verweist, wenn man sich für frühere KingCons interessiert, wurde zuletzt im Juli 2010 geupdated, genau wie ihr Twitterfeed oder ihre Facebook-Seite

Traditionell spät erfuhr man in den letzten Jahren immer den Termin der KlingenCon in Remscheid-Lennep. Einmal abgesehen davon, dass man dort Orga-Mitglieder und Helfer sucht, sind hier bereits Termine bekannt. Ja, nicht nur der Frühjahrstermin (16./17. April) ist mittlerweile bekannt, sondern sogar der Herbsttermin steht bereits dort: der 5./6. November. So früh habe ich den Termin eigentlich noch nie erfahren. Der Frühjahrstermin ist verschoben: traditionell findet die Klinge am letzten Aprilwochenende statt, WIMRE, aber das würde dieses Jahr auf den 1. Mai fallen.

Ein weiterer Con, der traditionell am letzten Aprilwochenende stattfindet und daher mit der Klinge kollidiert (so dass ich ihn auch noch nie besuchen konnte) ist die MitSpielen in Münster. Auf der oben verlinkten Webseite wird allerdings als Termin noch "?.2010 - ?.2010" angegeben, während eine Umfrage rechts fragt, wie die 2010er MitSpielen gefallen habe. Wie man im Blutschwerter-Forum (die Blutschwerter sind auch die Veranstalter) im Off-Topic der Vampire-Chronik 'Ahnenblut' (also kontraintuitiv hier) nachlesen kann, ist man sich noch nicht über einen Termin einig, ebenfalls wegen der Kollision mit dem 1. Mai, sowie der RPC, die eine Woche später stattfindet.

Auch zum Krefelder KrähenCon ist noch kein Termin bekannt. Irgendwo habe ich zwar gehört, dass ein Termin gewählt sei, aber die Webseite macht immer noch Werbung für den 2010er Con.

Nach so viel schlechten eine gute Nachricht: der 24-Stunden-InSomniaCon in Schüttorf, der ursprünglich eine Woche später stattfinden sollte, wurde auf den 14.-16. Oktober gelegt. Kein Wunder: am folgenden Wochenende ist die SPIEL in Essen...
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Dienstag, 25. Januar 2011

Abenteuerlich

AdventureCon 2010

Schon fast ein Jahr ist es her, da war ich in Hamburg auf der AdventureCon. Und wie ich erschrocken feststelle, habe ich noch nicht einmal ein Wort darüber hier von mir gegeben. Was ich hiermit dann (endlich) nachholen möchte.

Der SDNV (Sodalitas Dei Nomine Vacantis e.V. - übersetzt so viel wie: Bruderschaft des Namenlosen Gottes), der den AdventureCon veranstaltet, ist einer der vier Vereine, die auch den NordCon machen. Der AdventureCon ist allerdings ganz in der Hand des SDNV, und findet traditionell gegen Winterende statt. Ort des ganzen ist das Eidelstedter Bürgerhaus, das Mitten im Hamburger Stadtteil Eidelstedt liegt. Gerne hätte ich 'im schönen Hamburger Stadtteil' geschrieben, aber Mitte Februar war der Schnee dort höher als in Bayern, und von Hamburg selber war sowieso nicht viel zu sehen. Es gab in direkter Nachbarschaft einen Marktplatz, und einige Lebensmittelgeschäfte, der Hauptversorger für die Congänger war allerdings der SDNV.


Aber zunächst noch ein paar Worte zu den Räumlichkeiten: Über zwei Etagen verteilten sich die Räume, mit so schönen Namen wie 'Kerker ohne Drachen', 'Krypta', oder auch 'Colosseum'. In 'Turnierplatz', 'Stallungen' und der 'Waffenkammer' fand man allgemeine Karten- und Brettspielrunden, im 'Turmzimmer' den Pegasus-Brettspiel-Support (und, IIRC, auch den von Asmodée).

Die Kantine hatte übrigens den schönen Namen 'TARDIS', war aber leider von innen nicht größer als sie von außen aussah - da änderte auch der silberne Wandbehang nichts, den der SDNV angebracht hatte. Zu klein war sie allerdings auch nicht, zumindest habe ich keine Gelegenheit erlebt, zu der der Raum überfüllt gewesen wäre.

In den Gängen selber war fast der gesamte Platz für den Verkehr frei, nur der Laden (Mitveranstalter Spieldoch) und die Rezeption waren hier zu finden.

Überhaupt tat der SDNV alles, um den Gästen das Leben so angenehm wie möglich zu machen. Sogar ein Kopier- und Druckservice (wenn jemand vergessen hatte, Charakterbögen auszudrucken), oder auch eine Spielregelausleihe waren angeboten - letzteres habe ich noch nie so gesehen, ersteres eher als Kulanz- aber nicht als allgemeines, öffentliches Angebot.

Der Druckdienst war dann auch für die Produktion der ConNews verantwortlich - auch eine nette Idee: insgesamt sechsmal wurde eine ConNews verteilt, mit Hinweisen für die Gäste, Kommentaren zu Runden, Sprüchen und mehr. Man kann die Ausgaben der 2010er Con auch im Wiki des Vereins bewundern. Wen es interessiert: ich war sowohl für die Pralinen von den Ghulen, als auch für den Dreimaster auf dem Salzsee und den Affen zuständig...

Gespielt wurde also so einiges. Neben den Karten- und Brettspielen natürlich auch jede Menge Rolle: Cthulhu, DSA, Shadowrun, Deadlands, Perry Rhodan (!), Arcane Codex, Savage Worlds... Es gab auch ein Cthulhu Live (parallel zu meiner Affenjagd angesetzt), das aber aus wohl nicht von der Spielleitung zu verantwortenden Gründen bereits relativ kurzer Zeit endete, mit der fachmedizinischen Begründung 'Exitus': es gab anscheinend ein Massensterben unter den Teilnehmer-Charakteren. Aber so ist Cthulhu nun mal, da kann auch so etwas passieren.

Viel los war auf dem Wochenende, am Samstagnachmittag schien das Bürgerhaus aus allen Nähten zu platzen. Geschätzt waren laut ConNews zu dem Zeitpunkt 250 Gäste gleichzeitig da, was bedeutete: all voll, all voll. Und dennoch: die Orga blieb auch im größten Stress freundlich. Chapeau!

Was der Orga daher auch ein wenig Probleme bereitete, war die Verköstigung der hungrigen Massen. Sowohl Kuchen als auch Fleisch und Getränke waren wohl deutlich zu knapp kalkuliert worden, und es wurden Expeditionen zur Fourage ausgeschickt. Was aber auch besagt, dass Essen und Trinkern günstig und gut waren! Nudeln mit Gemüsebolognese und nach Wahl Fleischbeilage, Hot Dogs, Curry... Ja, wie schon das erste Beispiel zeigt: es wurde auch an die alternative Verköstigung der Pflanzenfresser gedacht ;)

Dennoch waren die Toiletten, wenn ich sie aufsuchte, sauber und ordentlich, was auch nicht unbedingt selbstverständlich ist und auch schon bei kleineren Cons zu Problemen führen kann.

Alles in allem ein gelungenes Wochenende, und dieses Jahr - am ersten Märzwochende - wird man mich aller Wahrscheinlichkeit nach wieder in Hamburg antreffen können. Wer es schaffen kann: es lohnt sich.


Veranstaltung AdventureCon 2010
Ort Bürgerzentrum Eidelstedt, Hamburg
Eintritt Tageskarte: 3 €, Alle Tage: 5 €
Teilnehmer ca. 500 (ganz grob geschätzt)
Dauer Freitagabend - Sonntagabend
Nächster Con 4.-6. März 2011
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Donnerstag, 2. September 2010

Wie heisst der?

Namenlose Tage 8
Zweimal im Jahr findet in Syke direkt bei Bremen ein kleiner Con statt, der den vielsagenden Namen "Namenlose Tage" hat, und der im dortigen Jugend- und Kulturzentrum ein angenehmes Zuhause gefunden hat. Und weil der Con von Freitagabend bis Sonntagabend geht, habe ich ihn mir im Frühjahr einmal angesehen, auch wenn er am selben Wochenende war wie der Conventus Leonis.

Syke liegt, wie gesagt, direkt bei Bremen, ganz in der Nähe der A1, ist also ziemlich leicht zu finden. Das Jugendzentrum als solches eher weniger - zumindest, wenn man mit den 'üblichen Vorurteilen' gegenüber Jugendzentren anreist. Man muss schon wissen, dass es eine alte Katstelle ist, ansonsten denkt man, dass man die dahinter liegende, modern aussehende (Tennis-)Halle oder ein anderes der moderne aussehenden Gebäude in der Umgebung haben muss. Wer Jugendzentren wie die Insel in Duisburg, die Welle in Lennep oder den Pogo in Pulheim gewohnt ist, ignoriert das wirklich schmucke Häuschen einfach. Und dass - wofür die Verantwortlichen nichts konnten - es freitagabends in Strömen regnete, half auch nicht gerade. Am restlichen Wochenende war das Wetter dann doch besser.

Die Räumlichkeiten sind so, wie man es in einer Kate erwarten würde - urig und gemütlich. Im Erdgeschoss befand sich neben Küche und Verwaltung ein großer Raum (ehem. Stall?), in dem die Brettspieler und Tabletopper (u.a. ein Warhammer- und ein WH20K-Turnier) unterkamen, sowie eine Sitzecke, in der das ganze Wochenende rolllengespielt wurde. Außerdem konnte man die (leicht ausgetretene) Treppe ins Obergeschoss nehmen, wo einige Zimmer für Einzelrunden (sehr angenehm, weil dann die anderen Runden nicht zu unnötiger Lärmkulisse führen) warteten, sowie ein etwas größerer Raum für mehrere Runden gleichzeitig, was für ein Duales DSA-Abenteuer nützlich war.

A propos DSA: auch wenn der Con schon vom Namen her eindeutig DSA-basiert scheint, wurde doch alles mögliche gespielt. Neben DSA habe ich selber Shadowrun, Shadow Worlds und Cthulhu direkt gesehen, aber ich bin sicher, dass das nicht alles war. Leider war der Spielrundenaushang ein wenig unübersichtlich, und man hatte immer das gefühl, es fehle die eine oder andere Runde. Dennoch fand jeder Interessent sein Spiel.

Im Gegensatz zu 'normal' war diesmal kein Händler anwesend - normalerweise ist wohl der Highlander aus Bremen vor Ort, konnte aber diesesmal aus persönlichen Gründen nicht erscheinen. Das liess mehr Geld frei für Eintritt und Essen - aber auch hier gab es nur sehr geringe Ausgaben. Mit einem Eintritt von einem Euro (!) ist es wohl einer der günstigeren Cons, und auch die Verpflegung vor Ort war extrem günstig - und trotzdem gut. Dieser Con ist, was die Verpflegung und vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis derselben betrifft, unter den mir bekannten Cons einer der Spitzenreiter.

Was das andere Ende der Verdauungskette betrifft, zeigten die Namenlosen Tage sich ungewöhnlich. Neben 'ganz normalen' Toiletten, wie man sie in vielen öffentlichen Gebäuden findet (und die auch meist ziemlich sauber waren) gab es auch eine, die in einem ehemaligen Badezimmer untergebracht war (die mW einzige im Obergeschoss). Während auch diese grundsätzlich akzeptabel war, war es für einen Con ungewöhnlich, dabei auf eine Duschwanne zu schauen (die auch schon bessere Tage gesehen hatte).

Die Orga der Con war stets freundlich und hilfsbereit, man hatte sofort ein familiäres Gefühl. Überhaupt wurde von der Orga alles getan, damit man sich wohlfühlte - vom Ausdrucken von Charakterblättern oder vergessenen Handouts begonnen bis hin zu der Tombola, deren Los man bereits mit dem Eintritt erworben hatte. Alles in allem ein sehr gelungenes Wochenende. Warum nur muss Syke so weit weg liegen, dass ich nicht jedes Mal hin fahren kann?




Veranstaltung Namenlose Tage
Ort Jugend- und Kulturzentrum Syke
Eintritt 1,- €
Teilnehmer ca.150
Dauer Freitagabend - Sonntagabend
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Montag, 14. Juni 2010

Exotischer Norden

Con-Bericht NordCon 2008

Hallo liebe Blog-Gemeinde, hier meldet sich diesmal Del'Roh mit einem Con-Report, da unsere beliebte Kakerlake zur Zeit der Nord-Con dann doch ziemlich weit im Süden weilte (und vielleicht ein paar Gemsen oder Murmeltiere erschreckt hat).

Insofern... vom 4. bis 6. Junis fand der Nord-Con in Hamburg statt, und an sich wollten wir ja auch schon am Freitag ankommen... dieses Ziel wurde allerdings von der Polizei und dem Zoll verhindert, die uns – wie auch hunderte andere Autofahrer – quasi vor den Toren Hamburgs ausbremste, weil offenbar nach irgendwem gefahndet wurde. Im Endeffekt dauerte der Zwangsstau dort in etwa so lange wie die Reise bis zu diesem Punkt, und somit kamen wir erst irgendwann gegen Mitternacht auf der Nord-Con an. Natürlich waren da schon die vorangemeldeten Runden – wie auch einige spontane – schon im Gange, und so schlossen wir – also die Autobesatzung – uns kurzerhand der Werwölfe-Runde an, die wir dann im Prinzip auch grob die Nacht durchgespielt haben (und die natürlich wieder eine Menge Spaß gemacht hatte – zwischendurch waren wir über zwei Dutzend Spieler...)

Am nächsten Tag konnten wir uns dann auch ein etwas genaueres Bild von der Con (bei Tageslicht) machen. LARPer, Jugger und die Feldküche von Leib & Seele "vor der Tür", Pen&Paper und Tabletops in den Räumlichkeiten der Schule: Für die, die die Nord-Con noch nicht kennen, sei erwähnt, daß diese nun schon mehrere Jahre hintereinander in einer recht großen Schule stattfindet, was zB auch den Vorteil hat, daß man ggf. einen ganzen Raum für sich hat, oder diesen mit eher wenigen anderen Gruppen teilt – vor allem scheinen die Orgas auch darauf zu achten, welche Systeme denn wo gespielt werden, wenn schon Räume geteilt werden müssen, eine CoC-Runde ist neben Deadlands sicherlich stimmungsvoller als vielleicht neben (oft eher lautem) Shadowrun...

Außerdem finden sich auf allen Etagen (erfreulich saubere) Toiletten, und es gibt auch (ebenfalls saubere) Duschen – bei dem Wetter keine schlechte Idee. Die Teilnehmerzahl scheint im Vergleich zum letzten Jahr in etwa gleich geblieben zu sein (etwa 6000, wobei jeder gezählt wurde, bei 3 tagen also bis zu drei Mal), was definitiv für die Nord-Con spricht – ich muß hier mal feststellen, daß es mir derzeit die liebste deutsche GroßCon ist, obwohl die Anreise nicht kurz ist, die Location ist zB der Stadthalle, die die FeenCon nutzt, definitiv überlegen (Geräuschpegel...!), und von der Verpflegung wollen wir mal gar nicht reden – für 4 Euro gabs zB ein Nackensteak vom Grill mit Brötchen und Kraut, oder einen großen Teller Chili con Carne, beides lecker und damit im mittleren Preissegment. Für „Notfälle“ gibt’s einen Penny-Markt in ein paar Hundert Metern Entfernung, und was die Getränke angeht – es gab einen Con-Becher mit Tee/Kaffe-Flatrate, ein Trend der sich immer mehr durchzusetzen scheint (und auch gerne angenommen wird).

Das Spielrundenangebot war reichlich bunt und ich habe es sogar als geradezu exotisch empfunden – natürlich gab es "Klassiker" (DSA, Shadowrun, Call of Cthulhu...), aber was haben wir denn eigentlich gespielt? Ich habe selbst eine Runde Arcane Codex geleitet (die sofort rappelvoll war, und als wir schon spielten kamen noch mehr Interessenten), danach hatten wir einen (und nicht mal den einzigen!!!) Deadlands-SL verpflichten können, und schließlich gabs für uns noch zwei Runden Engel – bei zwei verschiedenen Spielleitern, na, war das exotisch genug? Ich habe im Vorbeigehen mitbekommen daß irgendwer auch PP&P angeboten hatte, es gab sogar AUSGESCHRIEBENE Paranoia-Runden (also mal un-spontan, wo gibt’s denn sowas?), kurzum, wer die Augen aufmachte, konnte sicherlich etwas finden, was ihm oder seiner Charaktermappe gelegen kam.

Fazit: Tolle Con, sehr zuvorkommende und hilfreiche Orga, breites Angebot an Programm, auch viele Spontanrunden – auf einer NordCon sitzt man einfach nicht rum, es sei denn man will es...

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Montag, 19. April 2010

Riesige Präsentations-Chance


RPC 2010

Auch dieses Jahr wieder lud die Enjoy Event Marketing GmbH nach Köln zur Role-Playing Convention. Zwar waren es diesmal nur zwei Tage - Samstag 10-20 Uhr und Sonntag 10-18 Uhr - während es voriges Jahr drei Tage gewesen waren, aber angesichts der für manche wohl enttäuschenden Ruhe (manche mochten auch von 'Leere' sprechen) am Freitag war dies nicht ganz unerwartet. Mir persönlich war der Freitag schon ganz gelegen gekommen, um an den klassisch überlaufeneren Ständen anzulaufen, aber es war auch dieses Jahr alles einigermaßen erreichbar.

Die relative Ruhe war allerdings wohl auch zwei anderen Tatsachen zuzuschreiben. Zum einen waren wie auch voríges Jahr die Gänge zwischen den Ständen relativ groß, so dass sich 'Essener Verhältnisse' kaum einstellen konnten. Zum anderen würde es mich auch nicht wundern, wenn einige potentielle Besucher aus größerer Entfernung beschlossen, statt mit der Bahn oder dem Auto zu fahren, lieber ganz zu Hause zu bleiben. Der Flugverkehr war an diesem Wochenende schließlich durch den Ausbruch des Eyjafjallajökull zum Erliegen gekommen.

Diese fehlende Fluganbindung machte sich auch auf den Ständen bemerkbar. So manch ein Gast aus, zum Beispiel, Hamburg oder Berlin, erreichte das Messegelände nur verspätet, da er/sie eigentlich mit dem Flugzeug hatte kommen wollen – gerade für schwerer beladene Workshop-Kandidaten und Co. war die Anreise mit der Bahn schon ziemlich unbequem. Andere verschoben ihre Workshops in den Sonntagvormitteg, um einigermaßen beizeiten wieder im Zug nach Hause sitzen zu können. Zum Beispiel tauschte dtp Publishing die Vorstellung des Drakensang-Add-ons und von Ergo Draconis 2 aus um der Zugsituation Rechnung zu tragen.

News - Drakensang

Beide Spiele sahen in den Demos schon sehr schön aus - und das Tuch wurde auch gehoben, was die Erweiterung der Schauplätze im Drakensang-Add-on betrifft. Wie bereits mehrfach vermutet, hat man auch Gelegenheit, sich ein wenig in Tie'Shianna um zu sehen. Das Add-on soll auch parallel mit einem laufenden Fluss der Zeit spielbar sein - das heisst, dass es Verknüpfungen gibt, um die Questen und Sidequesten aus Phileassons Geheimnis mit der Gruppe aus AFdZ zu spielen und zwischen den beiden Geschichten hin und her zu wechseln. Man kann also die auf dem Fluss liebgewonnenen Begleiter - Forgrimm, Cuanu, Ardo, Fayris/Jaakon - mitnehmen und mit ein, zwei (oder so) neuen Gruppenmitgliedern aus Foggwulfs Schar erweitern. Was man so sah war ziemlich ansprechend, und ich freue mich bereits auf das fertige Produkt.

dtp und ein Stand auf dem Mittelaltermarkt verkauften auch wie angekündigt 'Helles Ferdoker'. Zwar zu gepfefferten Preisen (4,50 Euro pro Flasche), aber schmecken tat das Bier schon. Und angesichts der kleinen Auflage, die nur sinnvoll produziert werden konnte, ist der Preis auch schon irgendwie verständlich. Es wurde davon gesprochen dass dtp sich überlege, eventuell die Produktion auszuweiten, wofür dann aber auch der Preis sinken müsste. Allzu groß wird die Produktion auch dann nicht werden können, so dass man dann wirklich extrem gut kalkulieren müsste, wie viel man nehmen kann... (Meine persönliche Meinung ist: wenn das so produziert werden kann, dass es für 1,50 Euronen zum Beispiel an Converanstalter verkauft werden kann, die es dann zu demselben Preis - oder auch mit kleinem Aufschlag für 2 Euri - auf Cons verkaufen, dürfte das wahrscheinlich sogar einigermaßen akzeptabel sin, was den Preis angeht. Das Bier selber ist ganz angenehm, und wirklich ein 'Helles' - der Hopfenanteil ist deutlich niedriger als bei einem Pils oder Export, was dem Geschmack eine eigene Note verleiht. Mich persönlich erinnerte der Geschmack an Bier, das ich in Ungarn in einer Brauereitaverne getrunken habe.

Neben dem Bier verkaufte dtp auch noch anderes Merchandizing, unter anderem Restbestände des Inrah-Spiels wie es bei der Personal Edition mitgeliefert wurde (ein Vergleichstest gegen das 'offizielle' Inrah-Deck von Ulisses kommt in den nächsten Tagen), T-Shirts mit dem Aufdruck 'Tavernenkönig', Ferdoker Bierkrüge, und so weiter. An einem Glücksrad konnte man auch - mit sehr viel Glück – einen MP3-Player gewinnen, der das Drakensang-Logo eingraviert und den Drakensang-Soundrack eingespeichert hatte. Von diesen wurden auch ein paar bei den Vorträgen verlost.

Zum Abschluss des Drakensang-Teils dieses Postings noch eins. Ulisses verkaufte vorab bereits einen Kampagnen-Hintergrundband zum Fluss der Zeit, mit dem man eine Kampagne vor dem Hintergrund leiten kann. Kein Lösungsbuch, und auch kein Abenteuer wie der 'Kult der goldenen Masken', sondern wirklich ein Hintergrundband! Auch diesmal vollfarbig, mit vielen Illustrationen aus dem Computerspiel.

News - andere

Ulisses zeigte auch das Einsteigerset zu Space:1889, das später in diesem Jahr erscheinen wird. Dieses Einsteigerset erinnert nicht nur in der Aufmachung an das von Hollow Earth Expeditions. Die neue Ausgabe von Space:1889 wird auch ein komplett anderes Regelset benutzen als frühere Ausgaben; man wird das Ubiquity-Regelwerk verwenden, das beispielsweise auch bei HEX verwendet wird. Auch soll demnächst der zweite Band zum John Sinclair Erzählspiel erscheinen, mit drei Abenteuern, und man konnte sich den Raumhafen Adamant einmal näher ansehen.

Das Science-Fiction-Rollenspiel Nova, das ich zum ersten Mal vor zwei Jahren in Münster auf der RPC gesehen habe, ist mittlerweile abgeschlossen und erschienen, und zwar in Zusammenarbeit mit Prometheus Games. Ein richtig schweres Regelwerk, das ganz nett aussah. 'Mal sehen, ob ich da mehr Material zu erhalten kann.

Pegasus Spiele hatte einige Neuheiten im Gepäck, von denen ich jetzt einmal beispielhaft die Würfelsets zu Shadowrun nennen möchte: Metalldosen mit 12 W6ern, bei denen auf den 5en und 6en neben der Ziffer auch das Shadowrun-Logo steht, während die 1 eine leere Fläche zeigt, so dass man mit einem Blick erkennen kann, wie das Ergebnis aussieht. Der Pegasus-eigene Preis von 9,95 Euro für das Set erscheint vielleicht auf den ersten Blick hoch, aber für perlmuttgeflämmte W6 zahlt man normalerweise auch schon einen Euro oder mehr, so dass ca. 83 Cent pro Würfel (wenn man die Dose als gratis rechnet) wahrlich nicht mehr so teuer wirken dürften...

Eine interessante Demo zeigte Soylent-Games in Zusammenarbeit mit Tellurian: ein Brettspiel, das noch dieses Jahr erschienen soll und das ... nunja, man könnte es am besten beschreiben als Frag im Weltraum. Auf einem zweidimensionalen Hexfeld mit Asteroiden und Spawn-/Teleportpunkten spielen die Schiffe 'Lasertag'. Wer als ersten drei Mitspieler gefraggt hat, gewinnt, wobei zwar keine Waffen und sonstige Ausrüstung auf dem Spielfeld auftauchen, das aber über die Spielmechanismen für ein derart leichten und lockeren Spiel erstaunlich viel Vorplanung und raffinierte Tricks erlauben.

Erdenstern kündigte ihre nächste CD mit Rollenspiel-Hintergrundmusik an. Viele Fans wird wohl erfreuen, dass der Titel der neuen CD 'Into the White' sein wird - ein Titel, um den schon seit einiger Zeit auf dem Erdenstern-Forum gebeten wird...

Einer meiner besonderen Lieblinge ist ja bekanntlich Cthulhu (für das ich ja auch auf Rollenspiel-Conventions Support mache). Hier wurde noch einmal bestätigt, dass diesen Sommer noch ein Abenteuer zum neuerschienenen Innsmouth-Band erscheinen soll, sowie der erste Teil der 'Berge des Wahnsinns'-Kampagne, die in Fankreisen einen beinahe eben großen Ruf genießt wie die Orient-Express-Kampagne. Außerdem hieß es, dass noch dieses Jahr zur Cthulhu-Con (die am selben Wochenende stattfindet wie die FeenCon) die sogenannte Cthulhu-Jahreskampagne starten soll, eine Reihe von fünf inhaltlich zusammenhängenden, aber unabhängig spielbaren Abenteuern in Arkham, New York, Hamburg, Berlin und Wien - zu Arkham und Berlin gibt es ja bereits Hintergrundmaterial, Wien soll noch dieses Jahr erscheinen, das gleiche gilt für die Übersetzung des New-York-Bandes. Und Hamburg - da kann man zumindest zur Zeit noch versuchen, die Cthulhuide Welten 8 aufzutreiben, in denen einige Artikel zu Hamburg in den '20ern stehen. Es wird einen 'Ausweis' geben, in denen man sich die Teilnahme an den Einzelabenteuern quittieren lassen kann. Außerdem soll sich mit den Abenteuern insgesamt ein größeres Bild ergeben, das in den Einzelabenteuern nicht sichtbar wird, so dass man die Abenteuer ohne weiteres in beliebiger Reihenfolge spielen kann.

Die Messe

Wie auch letztes Jahr teilte die Con sich auf über zwei Hallen: eine mit Computerspielen, die andere mit P&P, CoSim, LARP und so weiter. Glücklicherweise war schönes Wetter, weil im (stark erweiterten) Außengelände eine ganze Menge 'Viktualienstände' zu finden waren, Bühnen mit Musik, ein Mittelaltermarkt etc.

Die Preise der Stände, wo es etwas zu essen oder zu trinken gab, waren... ich glaube, 'Messepreise' ist deutlich, ohne dass ich meiner Meinung auf eine Art und Weise Luft machen müsste, die zu rechtlichen Problemen führen würde. Das Preisniveau lag gefühlt nur minimal unter dem vom vorigen Jahr, aber vielleicht war das auch nur das Ergebnis der allgemeinen Inflation im Alltagsleben. Außer dem Ferdoker Hellen (wegen des Sammlereffekts) beschränkte mein Interesse an den auf der Börse angebotenen Lebensmitteln auf einen Blick aufs Preisschild und ein schauderndes Abwenden.

Auch die Eintrittspreise waren wie auch voriges Jahr ziemlich hoch. Im Vorfeld angemeldete Spielleiter für Rollenspielrunden erhielten allerdings freien Eintritt, was für diese oftmals die einzige Möglichkeit war, hineinzukommen. Der Parkplatz (die 'freien' Parkplätze vor dem Messeeingang, die voriges Jahr etwa halb so viel kosteten, waren geschlossen) war mit 8 Euro/Tag deutlich teurer als der in Essen zur Spiel, hatte aber ein Vielfaches an Personal aufzubieten (Essen: idR zwei, drei Mitarbeiter auf einem Parkplatz der Kölner Größe, während in Köln rund 10 Anweiser, Kassierer, Ordner, Aufsichten etc. beschäftigt waren). Man wurde nicht auf den Parkplatz geschickt, wo man sich seinen Stellplatz hätte suchen müssen: man wurde bis in die spezielle Parklücke durchgewunken, was eine Menge Verärgerung verhinderte.

Man hatte wohl vom vorigen Jahr gelernt, was die Platzierung der Seminarräume anging: statt im Gang zwischen PC- und P&P-Halle (wo im Vorjahr der Lärm, aus der PC-Halle doch recht störend gewirkt hatte) befanden die Abtrennungen für die Seminarräume sich dieses Mal in der P&P-Halle, was dem Lärmniveau doch sehr zugute kam. Es gab zwar noch immer eine gewisse Menge Hintergrundgeräusch, aber das war dieses Mal erträglich. Auch der Ansager für Lesungen, der bei Seitenbacher in die Lehre gegangen zu sein schien ('In Leseraum 2 liest Hansi Müller aus seinem Buch Ich und Du. Hansi Müller liest aus seinem Buch Ich und Du in Leseraum 2. Aus seinem Buch Ich und Du liest in Leseraum 2 Hansi Müller' als eine Ansage) war dieses Jahr nicht zu hören.

A propos Lärm: am Samstag bin ich zwei, dreimal kurz durch die PC-Halle gegangen, und wurde vom Lärm fast erschlagen - er erschien mir heftiger als im Vorjahr. Mein Verdacht, dass mein voranschreitendes Alter dafür verantwortlich sein könnte, wurde am Sonntag allerdings erschüttert, als ich eine dreiviertel Stunde am Stück zu einem Vortrag auf der Bühne von buffed.de in der PC-Halle war, und es - auch verglichen mit Samstag - überraschend ruhig war.

Ein wenig hatte man dieses Jahr auch das Gefühl, dass der (sicherlich auch so gewollte) Synergie-Effekt zwischen P&P- und Computer-Rollenspiel dieses Jahr stärker ausgeprägt war als 2009. Man sah jedenfalls mehr Leute, die rein optisch eher in der anderen halle zuhause schienen, durch die Gänge schlendern und sich für das 'andere' Hobby interessieren. Dieser Crossover-Effekt ist meiner Meinung nach immer noch das stärkste Argument für die RPC: wo sonst erhält der Computer-Spieler eine so gute Chance, sich ins P&P vorzutasten und umgekehrt?

Grundsätzlich war die Orga hervorragend aufgestellt, die größten gemerkten Stolperdrähte waren externe Einflüsse, die man nicht beeinflussen oder vorhersehen konnte (Eyjafjallajökull...). Wer es sich finanziell leisten kann (und über die 'Freikarten für Spielleiter'-Aktion gibt es auch Optionen für die, die es finanziell nicht können), sollte sie nächstes Jahr auf jeden Fall nicht verpassen.
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Dienstag, 19. Januar 2010

Ausgeschlafen

Morpheus 2010

Ich weiss, es gibt noch ein paar Cons vom letzten Jahr, die eine Besprechung verdient haben. Und die werden auch noch kommen - rechtzeitig für jeden, der sich überlegt, ob es sich dieses Jahr lohnt, dorthin zu fahren. Vom letzten Morpheus habe ich aber bereits alle Informationen, die ich benötige, während ich von anderen noch auf Informationen warte.

Jedes Jahr am ersten bzw. zweiten Januarwochenende findet die 'Eröffnung' des Conjahres in Herne, im Jugendzentrum Burg statt. in diesem haus finden sich Rollenspieler ein, die sich nicht vor Eis und Schnee bange machen lassen. Und dieses Jahr (8. bis 10. Januar) war ja mit Daisy ein ausgewachsener Schneesturm angekündigt, der einige Besucher davon Abstand nehmen ließ, den Weg nach Herne auf sich zu nehmen.

Einer dieser vermissten Besucher war dann auch Sabine Weiss. Nein, nicht Sabine Weiss, sondern Sabine Weiss, der die Reise durch das Münsterland beim angekündigten Schneechaos wohl zu unsicher erschien. Aber auch einige andere 'Regulars' wurden vermisst, denen die Aussichten wohl nicht rosig genug gewesen waren.

Im, Nachhinein muss man sagen, dass die Medien (wieder einmal) im voraus aus einer Mücke einen Elefanten gemacht zu haben schienen. Obwohl es am Samstag nahezu ununterbrochen schneite, musste ich am Sonntag nicht mehr als zehn Zentimeter Schnee vom Wagen schieben, bevor ich losfahren konnte. OK, während ich diese zehn Zentimeter ausnahmsweise vertikal messen konnte (normalerweise werden Schneemengen da, wo ich wohne, eher horizontal gemessen, damit man überhaupt etwas messen kann...), war es doch im Endeffekt recht harmlos. Wenn man das vorher hätte wissen können.

Trotzdem ließen viele Besucher es sich nicht nehmen, Petrus und seinen Schergen im DWD zu trotzen - auch wenn die Morpheus-Leute traditionell nicht genau wissen, wie viele Gääste sie hatten (weil sie auch keinen Eintritt nehmen), schien der Con mir zumindest nicht schlechter besucht als in den letzten Jahren.

Auch das Spielrundenangebot war überraschend groß und vielfältig - von Savage Worlds über Cthulhu, DSA und Shadowrun bis hin zu Private Eye waren Runden für jeden Geschmack zu finden. Supporter alle wichtigen Verlage (Pegasus, Prometheus, Ulisses...), ja sogar Spielrundenangebote der Redaktion Phantastik waren zu finden - und fanden ihre Runden meist ziemlich schnell voll. Und auch die 'privaten' Angebote waren sehr zahlreich und gut. Neben meinen fast schon traditionellen Nachtrunden kam ich tatsächlich dazu, selber zu spielen: am Samstag eine DSA-Runde, die um ein Haar von zwei Schelmen geplagt worden wäre (ein Spieler entschied sich für etwas anderes), und am Sonntag ein 'neues' Private-Eye-Abenteuer, das auch in dem neuen Einsteiger-Regelwerk gratis verteilt wird. Ein nettes, geradliniges Abenteuer, das dennoch zu gefallen wusste...

Neben dem Verkaufsstand der Redaktion Phantastik (die neben ihren eigenen Produkten vor allem Fanprodukte wie Dausend Dode Drolle usw. anbieten) war ein Stand vom Highlander alle drei Tage offen, an dem man die Reste des Weihnachtsgeldes in Rollenspielmaterial umsetzen konnte.

Die Gildenküche war natürlich auch wieder aktiv, und hatte ein bekannt gutes und günstiges Sortiment, mit als Highlights eine Lauchsuppe, einen Lauch-Kartoffel-Auflauf und die Morpheus-Klassiker mit den Bartkartoffeln (die man sich nicht entgehen lassen sollte) und Waffeln. Angenehme Überraschung war, dass die letztes Jahr bereits freitags ausverkaufte Cherry Cola diesmal deurlich länger vorhielt.

Das später dann notwendige Entsorgen der Produkte der Gildenküche konnte dieses Jahr auch in etwas angenehmerer Atmosphäre stattfinden: im letzten Jahr war die Heizung repariert worden, so dass auch die Herrentoilette besuchbar war ohne dass man halb erfror. Auch was die Sauberkeit angeht, gab es keinen Anlaß zu Klagen, angesichts der Besuchermenge.

Zusammengefasst: Der Morpheus ist der Beginn des Conjahres (auch wenn manche ihn eher als Abschluss des Vorjahres sehen wollen), und man sollte ihn, wenn möglich, nicht verpassenh.

Veranstaltung

Morpheus

Ort

Spielezentrum Herne

Eintritt

frei

Teilnehmer

ca. 300

Dauer

Freitagabend - Sonntagabend

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Dienstag, 1. Dezember 2009

Geschichten vom Grill

Pfingst-Pogo 2009

... und vom Tentakel. Manche Cons sind schon etwas ganz besonderes - sei es, weil sie ein ganz spezielles Publikum anziehen, sei es, weil man jedes Mal aufs neue überrascht wird.

Der Pogo fällt auf jeden Fall unter die letzte Kategorie, wenn auch in positivem Rahmen. Zweimal im Jahr - zu Pfingsten und Anfang Dezember - findet der 'Kuschelcon' im Jugendheim Pogo in Pulheim bei Köln statt, und zieht ein recht interessant gemischtes Publikum an. Dieses Jahr war zu Pfingsten so einiges neu und anders als in den letzten Jahren, was (zum Glück) auch beizeiten nach außen kommuniziert wurde. Das Ergebnis: das erste Mal seit langem waren wieder mehr Besucher anwesend - statt knapp über 50 wie die letzten Male sprechen die Veranstalter von fast 75. Man merkte gut, dass mehr Leute da waren, aber das Jugendheim bietet ohne weiteres noch einer ganze´n Menge mehr Besuchern Platz.

Einer der Gründe für den ungewohnt hohen Besucheranteil war ein Experiment der Veranstalter: man hatte für tagsüber ein 'Mini-LARP' organisiert. Zwar gab es oprganisatorische Probleme mit den ursprünglich angesprochenen LASP-Partnern, aber man hat dann doch einen Partner gefunden, der Latex-Waffen und Kostüme mitbringen konnte (m.W. wurden auch Kostüme aus dem Fundus der Orga mit verwendet), und auf dem großen Grundstück des Pogo war eine Menge los. Auch eine Bardin sang, ich meine, eine Wahrsagerin gesehen zu haben, und so weiter. Die Teilnehmer klangen auf jeden Fall begeistert.

Da machte es dann auch nichts, dass der normalerweise zur Pogo veranstaltete Vampire-Nacht-LARP ausfiel. Glücklicherweise war wohl niemand "auf gut Glück" zum Pogo gekommen, mir sind jedenfalls keine Nachfragen bekannt geworden.

Aber der Pogo ist ja immer noch in erster Linie ein Rollenspiel-Con, und auch hier war zum Pfingsttermin eine Menge los. Vor allem tentakelig wurde es: bei gut einem Dutzend Spielrunden war eine Shadowrun-Runde (gehalten von einem SR-Supporter), eine DSA-Runde, ein Horror-'Homebrew' ... und der Rest wurde von Cthulhu-Runden in den verschiedensten Variationen ausgefüllt. Es waren vier Cthulhu-Supporter anwesend, und das war beileibe nicht zu viel. Cthulhu Classic (1920er), Now!, Katzulhu... alles mögliche wurde angeboten und euch gerne angenommen.

Ein Beispiel, das deutlich macht, wie gefragt ausgerechnet Cthulhu war: ich bin ja selber auch Supporter, hatte aber meine Nachtrunde ausfallen lassen, weil a) die Runde, die ich früher am Tag angefangen hatte, viel länger dauerte als erwartet und b) zu dem Zeitpunkt alle Spieler, die noch wach waren, in Runden saßen. Ich dachte also schon, dass ich wohl keine Runde leiten würde. Da wurde ich sonntagsmorgens - während bereits drei Cthulhu-Runden und der Horror-Homebrew liefen - angesprochen, ob ich nicht noch eine Runde anbieten wolle, weil da noch Leute wären, die gerne Cthulhu spielen würden... Zu Pfingsten war der Pogo damit fest in Cthultisten-Hand.

Die Küche, bekannt gut und günstig, wurde durch den großen Ansturm auch ein wenig überrascht, die Vorräte waren ziemlich knapp,aber gerade eben ausreichend.Hier gab es nichts zu klagen. Außerdem gibt es beim Pogo ja auch immer den Grill auf dem Freigelände, der dieses Mal auch besser organisiert war. Man scheint also einen gangbaren Kompromiss gefunden zu haben.

Und auch die Toiletten, die letzten Winter ein wenig ... zweifelhaft ... waren, waren zu Pfingsten wieder besser unterhalten. Es gab also keinen Grund für Klagen.

Man darf also erwarten, dass der kommende WinterPogo - der zufälligerweise am ächsten Wochenende stattfindet - ähnlich attraktiv wird. Das Mini-Fantasy-LARP ist jedenfalls wieder geplant (und das Vampie-LARP wird wohl wieder nicht stattfinden). Außerdem feiert einer der Besucher an diesem Wochenende seinen geburtstag, was wohl ebenfalls zu zusätzlichen Besuchern führen wird - es haben sich jedenfalls Besucher angemeldet, die eine ziemliche Reise machen müssen. Auch wird es wohl dieses Mal wieder eine etwas breitere Auswahl an Spielrunden geben: neben den SR- und Cthulhu-Supportern hat sich auch ein Pegasus-Brett-und-Kartenspiel-Supporter angekündigt, es heisst, Midgard-Support sei da, es soll u.a. auch eine Deadlands-Classic- und eine PE-Runde geben, und so weiter.

Ein Besuch bei der Pogo lohnt also immer.

Veranstaltung

PfingstPogo

Ort

Köln-Pulheim, Jugendheim Pogo

Eintritt ein Tag / beide Tage

3 € / 5 €

Teilnehmer

ca. 75

Dauer

Samstagvormittag - Sonntagabend

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Samstag, 3. Oktober 2009

Neues vom Simia-Pokal

Der Simia-Pokal, veranstaltet von den Selemer Tagebüchern, und dem DSA-Hexenkessel, ist ein Wettbewerb, in dem man aufgerufen ist, Material für eine Spielhilfe einzureichen. Die besten Einreichungen werden dann auf der DreieichCon prämiert und als gesammeltes Werk veröffentlicht.

Dieses Jahr ist das Thema des Wettbewerbs Alltagshelden, wie aus der Ausschreibung hervorgeht. ein Thema, zu dem sicher viele etwas zu sagen haben. Wenn man sich ansieht, was in den letzten Jahres bei den vorigen beiden Simia-Pokalen entstanden ist, wird man wohl auch dieses Jahr wieder hohe Erwartungen an das Ergebnis stellen.

Übrigens: nicht erschrecken, wenn man auf dem Hexenkessel nachsieht: Da steht zwar, es gehe um Auf Aves' Spuren, aber es ist der Simia-Pokal gemeint. Ein wenig religiöse Verwirrung...

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Donnerstag, 24. September 2009

Ausgeschlafen

Morpheus 2009

Lang, lang ist's her, aber ich habe inzwischen (endlich) ein paar Nachfragen beantwortet bekommen. Die fehlenden Informationen habe ich allerdings nicht von Jörg Janinhoff erhalten, sondern von Carsten-Dirk Jost, einem anderen Orga-Mitglied und ersten Vorsitzenden des Herner BuRg e.V. Jörg soll TK-Probleme haben, dennoch möchte ich noch einmal auf meinen Aufruf verweisen.

Der Morpheus ist traditionell der erste Con im Kalenderjahr und findet statt am ersten oder zweiten Wochenende im Jannuar. Der Ort, an dem das ganze stattfindet, ist das Spielezentrum Herne, gelegen in der Jan-Vogel-Straße. Nachdem die Con einige Jahre lang zweimal im Jahr stattfand, findet sie seit einiger Zeit nur noch einmal im Jahr statt. So hatte sie in diesem Jahr dann die laufende Nummer 23. Und die Orga hatte sich verschworen, eine kleine Veränderung einzuführen, die einen intreressanten Effekt hervorrief: statt einen Raum im Spielezentrum nachts für die Schläfer herzurichten, wurde eine Übernachtungsgelegenheit im CVJM organisiert, wodurch der ganze Con ein wenig leerer wirkte, weil man abends nicht Tische in den anderen Räumen belegte um nicht nachts noch umziehen zu müssen.

Der Transport zum CVJM funktionierte sogar recht gut, und allgemein waren Stimmen zu hören, dass die Lösung deutlich angenehmer war als das Schlafen in einem Raum des Spielezentrums. Durch die Bauweise des Spielezentrums (eine Treppe, drei Etagen, kein Aufzug) ist die Veranstaltung ja leider nicht sonderlich behindertenfreundlich, aber der anwesende, an den Rollstuhl gefesselte Ulisses-Supporter kam dennoch ganz gut zurecht.

Da der Eintritt frei ist, hat die Orga auch nicht einen so genauen Überblick über die Gästezahl wie bei Cons mit Eintritt, aber man geht davon aus, dass - angesichts der Tischbelegung an den drei Tagen - mehr als 300 Besucher da waren, was eine leichte Steigerung bedeutete.

Das Wetter kann da nicht viel zu beigetragen haben - im Januar ist das Wetter eigentlich immer so, dass man sich zweimal überlegt, ob man eine größere Reise unternehmen will, ob es jetzt nasskalt oder wie dieses Jahr eisig kalt mit Schnee ist. Das Wetter hatte auch noch einen zweiten unangenehmen Nebeneffekt: die Toiletten mussten ja schließlich hin und wieder gelüftet werden, und waren daher zeitweise unangenehm kalt. Womit ich gleich zu einem anderen Punkt komme, der auf vielen Cons ein Problem ist: die Hygiene der Toiletten war recht gut.

Wirklich gut war die Haupteinnahmequelle des Cons, mit der die Unkosten bestritten werden müssen: die Gildenküche. Die Preise waren hervorragend und geldbörsenschonend, und das Essen gut. So sollte es iommer sein.

Unterstützung fand die Orga wie üblich von Supportern verschiedener Verlage: Pegasus bot Karten- und Rollenspiele an (und eröffnet traditionell ja die Munchkin Crusade in Herne), DSA'ler, Alveraniare und Myraniare waren da, und auch die Supporter vom Heidelberger Spieleverlag waren hochwilkommen.

Es gab aber auch noch weitere Möglichkeiten, sein Geld los zu werden: die Tombola war ganz nett - sogar die Nieten erhielten noch einen Trostpreis (so lange der Vorrat reichte - und ein Päckchen mit zehn Bleistiften kann ein Rollenspieler wohl immer gebrauchen...). Ein Verkaufsstand der Highlander war anwesend, und ich meine, auch Sabine Weiss gesehen zu haben, kann mich da allerdings auch im Jahr vertun.

Auch abseits der Supporterrunden gab es eine Menge Rollenspielrunden aller möglichen Couleur. Highlight war wohl ein MPA (MultiParalleles Abenteuer) zu DSA. Aber auch die 'Nischenprodukte' wurden ganz gut unterstützt.

Die Räumlichkeiten sind überhaupt sehr angenehm: neben dem eher brettspiellastigen Erdgeschoss (wo auch die Küche ist) gibt es über zwei weitere Stockwerke Räume, in denen meist nicht mehr als ein, zwei Gruppen spielen - nur ein Raum bietet mit sechs Spieltischen die Chance sich die Stimmbänder zu ruinieren. Der größte Raum im 1. OG war sogar mit Decken abgehangen in eine Reihe 'Spielzellen' aufgeteilt worden, was den Lärmpegel dort noch einmal deutlich minderte.

Wie bereits gesagt: die Orga tat alles um den Con zu einem Erfolg zu machen, ihre Einstellung geht wohl am besten aus einem Kommentar hervor: "Es ist immer schön zu berichten, dass auch dieser Morpheus ohne Zwischenfälle abgelaufen ist und Alle gesund nach Hause gekommen sind."

Wenn man das alles zusammenfasst: ein sehr netter Con, den man auf seinem Plan haben sollte, wenn er einigermaßen erreichbar ist.

Veranstaltung

Morpheus

Ort

Spielezentrum Herne

Eintritt

frei

Teilnehmer

ca. 300

Dauer

Freitagabend - Sonntagabend

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Freitag, 11. September 2009

An der Leine gespielt

Hspielt

Wo liegt die Grenze zum Großcon? Für manche liegt sie bei 100 Besuchern - das würde ich für sehr niedrig halten. Andere sehen nur einen Con mit mindestens 1.000 Besuchern als 'wirklich groß' an, aber dann bleiben - wenn man einmal die eher messeartigen Veranstaltungen außen vor läßt, eigentlich nur noch FeenCon, NordCon und RatCon übrig. Eine sinnvolle Grenze für diese Einteilung liegt also irgendwo dazwischen

'Irgendwo dazwischen' liegt auch die Hspielt, ein anderer Traditionscon, veranstaltet vom selben Verein, der auch die FeenCon durchführt. Die Besucheranzahl ist laut den Veranstaltern bereits seit Jahren konstant und liegt bei rund 500 Besuchern an beiden Tagen.

Interessant war, dass das Gebäude, in dem die Hspielt stattfand, in der Nachbarschaft nahezu unbekannt war (obwohl sowohl 'Stadtteilzentrum Nordstadt' als auch 'Bürgerschule' eher anderes vermuten lassen). Nachdem ich nämlich mit dem Navi in der Nähe des Veranstaltungsortes einen der seltenen Parkplätze gefunden hatte, konnten mir weder Kneipiers, Kioskbudenbesitzer noch der vorbeikommende Postbote (!) den Weg weisen. Erst als ich, wie ich anschließend feststellte, nahezu einen kompletten Kreis um das Gebäude gelaufen war,fand ich jemand, der mir helfen konnte: ein Orgamitglied, am Namensschild zu erkennen.

Anders als andere Cons, die die Orga an T-Shirts in bestimmten Farben kenntlich macht, und bei denen die Besucher sich mit Armbändern oder Stempeln ausweisen können, benutzt die Hspielt Ansteckschilder, an denen man die Rolle erkennen kann. Das hat so seine Vor- und Nachteile: man kann sie nicht durch Händewaschen verlieren, man kann sie nicht zu eng anlegen ... aber je nach Kleidung können sie ganz schön stören. Auch bat die Orga, beim endgültigen Verlassen des Geländes die Schilder zurückzugeben (wegen der Kosten verständlich), was ich tat - und dann in meiner Tasche ein weiteres Schild entdeckte, als ich zuhause ankam. Wie das dahin gekommen ist? Mir ein Rätsel.

Das Gebäude ist ein langer Schlauch, mit Treppenhäusern an beiden Enden. Aber man konnte nicht vom Erdgeschoss bis ins oberste Obergeschoss vordringen, indem man auf einer Treppe blieb. Das Treppenhaus, das vom Eingang am weitesten entfernt war, verband Erdgeschoss und 1. OG, vom 1.OG ins 2. OG musste man dann aber wieder die Treppe am Eingang selbst nehmen. Das Treppenhaus am Eingang zwischen EG und 1. OG wurde für die Spielrundenaushänge verwendet, so dass man dort nicht die Etage wechseln konnte. Man stand also hin und wieder (vor allem im 1. OG) vor einer Treppe, die genau in die andere Richtung ging als die, in der man gerade gehen wollte. Allerdings hatte dieser Aufbau den Vorteil, dass die Spielrundenaushänge nicht so wild umlagert waren wie auf manchen anderen Cons.

Was die Spielrunden betrifft: im Programmheft standen 40 Stück verzeichnet, die größtenteils auch stattfanden - und zusätzlich gab es noch eine ganze Menge ad hoc angesetzte Runden. Das Programm was vielfältig: von DSA und Cthulhu bis hin zu Engel und freien Crossovern (nahezu) ohne Regeln war alles zu finden. Der Platz war allerdings teilweise arg eng: Da keine 'normalen' Tische mehr frei waren, wichen einige Runden notgedrungen sogar in das hauseigene Café aus. Supporter wurden gesichtet von Pegasus, der Edition Phantastik, Ulisses, Prometheus...

Dennoch war das Programm deutlich größer, denn 500 Tagesbesucher sind nicht alleine hiermit 'still zu halten'. Workshops zu DSA, Cthulhu, Mittelaltertanz oder Romanschreiben bildeten einen munteren Reigen, und waren teilweise ebenfalls stark überlaufen. Eine ganze Reihe Händler gab Gelegenheit, die letzten Cent gewinnbringend anzulegen. Und auch für das leiblioche Wohl war gesorgt: ein Hähnchengrill stand draußen, mit Wertmarken, die man drinnen erhalten konnte, konnte man sich am Samstagabend dort verpflegen. Ein besonderes Highlight war dann der Film Astropia, der nachts gezeigt wurde.

Ungewiss ist das weitere Schicksal des 'Goldenen Bechers', da dieses Jahr einige der Veranstalter zum letzten Mal dabei waren. Man kann nur hoffen, dass sich da Ersatz findet.

Die Toiletten waren akzeptabel - zwar nicht supersauber, aber auf jeden Fall brauchbar. Allerdings waren sie ein wenig knapp, was die Stückzahl anging. Zu bestimmten Zeiten harrte eine nette Schlange der Dinge.

Eine Sache ist mir allerdings ein wenig unangenehm aufgefallen: auch wenn es im Programm angekündigt wurde, war ich doch überrascht, dass nachts alle Außentüren verschlossen waren. Man kann verstehen, dass nachts die Gefahr größer ist, dass jemand von 'draußen' versucht, hineinzukommen und sich mausig zu machen, aber im Brandfalle oder ähnlichem wäre wertvolle Zeit verloren gegangen, bis die Fluchtwege geöffnet gewesen wären. Leider verfügt die Bürgerschule nämlich auch nicht über 'Fluchtbalken', wie man sie vor allem im Amerikanischen Raum findet: Außentüren, die von außen nicht zu öffnen sind, die aber auf der Innenseite einen türbreiten Riegel haben, den man nur runterdrücken muss (oder gegen den man nur laufen muss), damit die Türe trotzdem auf geht. Dass so etwas nicht vorhanden war, war sicher kein Verschulden der Conorga, aber ich weiss nicht, was passiert wäre, wenn der Kreisbrandmeister (oder sein Gegenstück in Hannover) vorbei gekommen wäre...

Mit 500 Gästen war das Bürgerzentrum wohl an der Kapazitätsgrenze, wenn man sich so ansah, wie voll es an manchen Stellen zeitweise war.

Durch das umfassende Angebot hat die Hspielt sich einen Namen gemacht, und das ist inzwischen zu einem Selbstläufer geworden: weil das Angebot so groß ist, machen die Verlage ihre Produktvorstellungen gerne hier, weil das Angebot so groß ist, kommen die Spieler auch exotischerer Spiele her - und das wiederum sorgt für die Angebote an Spielrunden etc. Unter den zweitägigen Cons (Samtagmorgen bis Sonntagabend) nimmt sie sicher nicht zu Unrecht einen Platz in der Spitze ein.

Veranstaltung

Hspielt

Ort

Bürgerschule Stadtteilzentrum Nordstadt, Hannover

Eintritt

beide Tage: 6 , ein Tag: 4 €

Teilnehmer

ca. 500

Dauer

Samstagvormittag - Sonntagabend

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Samstag, 29. August 2009

Ohne Wünschelrute

Die rätselhafte Unerschöpflichkeit des kostbaren Nasses

Auf Aves' Spuren ist der Name eines regelmäßig stattfindenden Abenteuerwettbewerbs. Es werden zu einem vorgegebenen, weit gefassten Thema Abenteuer eingereicht, die besten erhalten auf der RatCon (die bekanntlich zur Zeit in Dortmund stattfindet) einen Preis. Diese Preisverleihung soll planmäßig zu demselben Zeitpunkt stattfinden, da diese Rezension on-line verfügbar wird.

Das Thema des diesjährigen Wettbewerbes war 'Dungeons' unter dem Titel "Im Fackelschein", ein Phänomen, das angesichts der derzeit grassierenden Retro-Welle wohl nicht ganz uninteressant zu sein scheint. Es gab eine Menge zum Teil ziemlich langer Einsendungen, und die Veranstalter haben es sich sicherlich nicht leicht gemacht, einen Sieger zu küren.(Nur zur Verdeutlichung: ich gehöre nicht zur Jury, und habe mich auch nicht am Wettbewerb beteiligt. Ich schreibe noch vor RatCon-Beginn diese Rezension anhand einer PDF, die mir freundlicherweise von den Ausrichtern des Wettbewerbes überlassen wurde.)

Der Sieger - dessen Abenteuer auch auf der RatCon in 'Totbaumversion' erhältlich sein soll, aber auch zum Download angeboten werden soll, hat mit 'Die rätselhafte Unerschöpflichkeit des kostbaren Nasses' eine ziemlich interssante Version abgeliefert. Jodoran (der Künstlername des Autors) hat ein weit über 50 Seiten starkes Werk abgeliefert um Intrigen und Geheimnisse in einem Tulamidischen Palast.

Wo kommt das Wasser eigentlich her, das nicht nur den Palast sondern auch die Stadt erfrischt? Die Helden werden beauftragt (bzw. beauftragen sich selbst) das herauszufinden. Ein Karte der Installationen gibt es nänlich nicht - schon weil es ein Kartierverbot gibt.

Das Abenteuer geht aber weit über die Erforschung der Wasserinstallation hinaus. Es wird die gesamte Bewohnerschaft des Palastes beschrieben, die alle bei der Erforschung helfen oder diese behindern können - mit gut verständlichen Gründen, weshalb, und einem allgemeinen Schauplkatz, in dem man viel mehr machen kann als 'einfach nur' die Installation zu erforschen.

Nicht von ungefähr wird auch ausführlich die Möglichkeit besprochen, dass die SCs keine Reisenden Abenteurer sondern Bewohner des Palastes sein können, und viele weiterführende Informationen und Ideen geliefert, wie man eine Themengruppe à la 'Im Palast des Sultans' hierauf basieren kann

Manchmal ist es allerdings auch etwas viel - nach dem ersten Durchlesen hatte ich jedenfalls Schwindelgefühle, weil die vielen Namen und Personen nicht gerade zur Übersichtlichkeit beitrugen. Für die Verwendung als Kampagnenmodul ist so etwas allerdings unumgänglich.

Überhaupt gelingt der Zisternenqueste der Spagat zwischen Abenteuer und Hintergrundwerk überraschend gut. Man gerät unwillkürlich in Versuchung, den Palast so schnell wie möglich in einer eigenen Kampagne einzubauen. Und auch das Basisabenteuer ist ungewöhnlich genug - man bedenke nur, dass sowohl dahergereiste Abenteurer als auch im Palast wohnende Diener des Sultans in der Regel aus Etikettegründen waffentechnisch abgerüstet daherkommen müssen. Auch sind es mehr Rätsel und Fallen, die es zu überwinden gilt als Monster, was gerade zu dem gegebenen Hintergrund hervorragend passt

Schön sind auch so manche 'Kleinigkeiten', die zeigen, dass der Autor sich viele Gedanken gemacht hat, wie zum Beispiel 'Kontrollpunkte' im Palast, die Leuten, die das Passwort nicht sagen, eine Woche lang jeden Tag eine Ohrfeige 'aus heiterem Himmel' versetzen. Nicht unbedingt gefährlich, aber eine nette Kleinigkeit, die man unter 'Dungeondressing' verbuchen kann.

Das Format des Abenteuers ist eindruckweckend: die mehr als 50 Seiten sind eng bedruckt, es gibt nur wenige Illustrationen (die zugegebenermaßen nicht den Ansprüchen eiones offiziellen Abenteuers genügen würden). Verglichen mit anderen DSA-Produkten wurde die Zisternenqueste sicher ein kompletter Abenteuerband werden - und würde viele Abenteuerbände aus der Urzeit ohne Probleme überflügeln.

Wer sich für Tulamidische Baukunst interessiert, wer ein 'etwas anderes' Dungeon sucht, aber auch wer Lust hat an (ergebnis-)offen gestalteten Palastintrigen, kann mit diesem Abenteuer nicht daneben liegen.

HerstellerAuf Aves Spuren

Autor

Jodoran

Spieler

2-6, RPG

Denken

n/a

Glück

n/a

Geschicklichkeit

n/a

Preis ca.

gratis-Download, Preis für Ausdrucke auf dem RatCon nicht bekannt

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Mittwoch, 19. August 2009

Con-Liste

Ich bin bereits mehrfach gfragt worden: die 'Con-Rolle' im linken Balken (die, ich weiss, meist hoffnungslos out of date ist), ist nicht gedacht als Auflistung der nächsten Cons, sondern nur als Übersicht, auf welchen Cons ich zu erscheinen plane. Es kann aber immer etwas schief gehen.

Für alle, die einen brauchbaren ConKalender suchen, gab es bislang hauptsächlich den ziemlich vollständigen Conkalender der GfR. Allerdings erhält dieser jetzt einen interessanten Konkurrenten.

Karsten V., von dem auch der hervorragende Aggregator RSP-Blogs stammt, hat mit Rollenspiel-Cons einen neuen Dienst aus der Taufe gehoben, der durch Verwendung von Web-2.0-Content (vor allem: eine Google-Karte) die Cons noch übersichtlicher sichtbar macht. Man kann so ziemlich schnell erkennen, welche Cons eigentlich in einer Entfernung stattfinden, die zu reisen man gewillt ist, und welche nicht.

Mir gefällt der Service, und Conversanstalter sollten ihn auf jeden Fall ebenfalls nicht ignorieren.

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Freitag, 3. Juli 2009

Neues vom KingCon

Wie bereits bekannt, soll nächstes Jahr nur ein einziger KingCon stattfinden. Veränderungen im Organisationsteam sorgen dafür, dass die ursprünglich angedachten zwei Male pro Jahr nicht durchzuhalten sind.

Inzwischen steht auch schon der Termin, nämlich das Wochenende vom 11. bis zum 13. Juni 2010. Man wird sich also zum Beispiel überlegen müssen, ob man die Eröffnung der Weltmeisterschaft im FNB-Stadion sehen oder doch lieber nach Duisburg fahren will - die Fußballweltmeisterschaft beginnt just am 11. Juni.

Laut der Blogmeldung von ChaosAmSpieltisch ist auch bereits wieder ein Gutteil des allgemeinen Rahmens klar. Stattfinden wird der KingCon wieder im Jugendheim Die Insel in Duisburg-Neuenkamp, und auch die berühmte (und gute) Gyrossuppe soll wieder am Start sein. Die stets freundlichen Leute von den Dragoncats haben ebenfalls bereits ihr Kommen zugesagt, und es steht zu erwarten, dass die üblichen Supporter ebenfalls zu sehen sein werden: die Heidelberger und Pegasus haben ja sowieso ein deutschlandweites Team, Prometheus Games hat seinen Sitz in Duisburg, Sven Flottmann (8t88) und Uwe Vitz von der Würfelwelt sind ja auch auf vielen Cons zu sehen...

Wenn ich nicht noch eines besseren belehrt werde, gehe ich auch ganz einfach davon aus, dss der Eintrittspreis (der KingCon war bislang gratis) unverändert bleibt, und dass Leute, die auf dem vorigen KingCon die 'bodenlose Tasse' (im KingCon-typischen kräftigblau-knallorange-Design) erworben haben, diese wie versprochen auch in 2010 weiter benutzen können.

Mit all diesen Punkten (und einigen weiteren, die laut Posting aber noch nicht spruchreif sind) dürfte der KingCon auch nächstes Jahr wieder ein Anrater sein.

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Freitag, 29. Mai 2009

Today A King

KingCon 4

Am Wochenende vom 1. März dieses Jahres fand der 4. KingCon statt – nach dem Eröffnungscon in der Landfermann-Schule war dies das dritte Mal, dass das Jugendzentrum "die Insel" in Duisburg-Neuenkamp Austragungsort war. Wie immer war der Eintritt unschlagbar günstig (jedenfalls kann ich mir keinen Con vorstellen, bei dem man als normaler Besucher noch Geld dafür erhält, dass man auftaucht, was dann tatsächlich günstiger wäre als "Eintritt frei" wie hier). Das Workshop- und Vortrags-angebot war weiter ausgebaut worden, und die 'üblichen Verdächtigen' qua Support und Händler waren auch da.

Das Wetter spielte auch ein wenig mehr mit als beim letzten Mal, es regnete wenigstens nicht, auch wenn es recht kalt war. Aber das ist in dieser Zeit des Jahres zu erwarten, und drinnen waren die Temperaturen angenehm.

Die Lokalität ist ringförmig gebaut, mit einem großen saalartigen Hauptraum, drei Gruppenräumen, einer Küche, und mehreren Nischen am Rundgang. Platz genug für ein gutes Dutzend Rollenspielrunden parallel, wenn man den 'Saal' für Brettspielangebote und Händler und einen Gruppenraum für Workshops abzieht. Und es gibt beim KingCon immer eine ganze Reihe interessanter Workshops – abgesehen von den 'großen' Cons wie z.B. NordCon, RatCon oder FeenCon weiß ich keinen Con, der sich mit Workshops und Vorträgen so viel Mühe gibt. Und interessant und brauchbar sind die Workshops auch. Es gab unter anderen dieses Mal einen Workshop über geplante Improvisation, einen Workshop über Action im Rollenspiel von Sven "8t88" Flottmann, hier nachzusehen, einen über das Halten von Workshops von Andre Wiesler, oder auch einen über das Schreiben und Veröffentlichen von Rollenspielen von David Grasshoff – und das war nur ein kleiner Teil des Angebots.

Aber auch bei den Rollenspielrunden gab es wie immer eine bunte Mischung von neuen und unbekannten Systemen. Elyrion, Shadowrun, Cthulhu, Würfelwelt, DSA ... es wurde eine bunte Mischung angeboten, die wohl so ziemlich jeden Geschmack traf.

Außerdem waren Brettspiel-Supporter von Pegasus, den Heidelbergern und Kosmos da – der KingCon ist der einzige RSP-Con, den ich kenne, auf dem Kosmos-Supporter zu sehen sind. Für den Verkauf waren die wie immer sehr netten und umfassend informierten Dragoncats anwesend, die ebenfalls die ganze Nacht hindurch Schnupperrunden der Spiele in ihrem Sortiment anboten.

Aber auch außerhalb des reinen Rollenspiels wurde wieder ein rundes Programm geboten. Es gab die übliche Trash-Tombola, im Anschluss daran eine Amerikanische Versteigerung. Die Küche bot zu den bekannt günstigen Preisen wieder ihre ebenfalls bekannt guten Produkte an, allem voran die Gyrossuppe (die diesesmal sogar ausverkauft wurde). Auch das Obst, das dort gratis (!) angeboten wurde, fand rege Nachfrage. Eine Neuerung war der 'lebenslange bodenlose Becher': dieser, in KingCon-Farben (blau-orange) gehaltene Becher gilt nicht nur für den KingCon, auf dem er verkauft wird, sondern auch für alle weiteren KingCons. Eine Flatrate, die sehr attraktiv war.

Die Räumlichkeiten waren, obwohl es sich ja um ein Jugendheim handelt (was einen gewissen Verschleiß bedeutet) hervorragend in Schuss, und auch die Toiletten waren meist sauber. Seltsamerweise scheinen die Cons, die selbst die Sauberkeit der Toiletten organisieren, dies besser kontrollieren zu können als Cons, die einen 'externen' Reinigungsdienst haben. Ob dies der reinen Größe der Cons geschuldet ist oder tatsächlich an der Organisationsform liegt, werde ich wohl am Wochenende vom 5.-7. Juni sehen: der NordCon will die Toiletten diesmal in Eigenregie sauber halten. Aber auch abseits der Toiletten war alles sehr sauber und ansprechend

Leider wird der nächste KingCon, wie bereits geschrieben, erst Mitte 2010 stattfinden. Ich kann schon jetzt sagen: ein Termin, den man sich im Terminkalender vormerken sollte.

Veranstaltung

KingCon 4

Ort

Duisburg-Neuenkamp, Jugendzentrum "Die Insel"

Eintritt

gratis

Teilnehmer

ca. 130

Dauer

48 h (Freitagabend bis Sonntagabend)

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Dienstag, 19. Mai 2009

Neues vom KingCon

Er hat zwar eine kurze aber dennoch wechselvolle Geschichte hinter sich, der KingCon in Duisburg. 2007 Fand er zum ersten Mal statt, damals noch in der Landfermann-Schule mitten in Duisburg, in direkter Nähe zum Hauptbahnhof. 2008 gab es ihn dann zweimal, im Jugendheim Die Insel.

In diesem Jahr fand der erste (und einzige) KingCon am Wochenende des ersten März statt (und wenn ich eine Antwort auf meine Mail mit Nachfargen erhalten sollte, gibt es selbstverständlich auch eine Rezension :) ). Gleichzeitig wurde angekündigt, dass man es dieses Jahr nicht schaffen werde, einen weiteren KingCon auf die Beine zu stellen.

Jetzt machte die Orga bekannt, dass der KingCon in die Mitte des Jahres rücken werde, und ab nächstem Jahr wieder jährlich stattfinden solle. Grund hierfür ist, dass einer der Organisatoren, Falk Bongert, aus dem Team aussteigen muss wegen anderweitiger Verpflichtungen, so dass René Hegmann und Christoph Moser aus dem alten Team übrigbleiben. Unterstützt werden sollen sie (noch besser?) von Jenny und Angelika, den Besuchern der letzten KingCons bereits als die Küchenfeen bekannt. Es wird sogar zusätzlich zur (bekannt guten) Suppe noch Gegrilltes in Aussicht gestellt.

Der geplante Termin ("Mitte Juni") hat natürlich auch so seine Tücken: er liegt zwar rund vier Wochen vor den Sommerferien in NRW, könnte aber leicht mit einigen anderen, großen Cons kollidieren, die einen überregionalen Einzugsbereich haben (zum Beispiel NordCon und LindenCon). Und so manch ein Congänger wird sich auch überlegen, ob er an zwei aufeinander folgenden Wochenenden auf Cons geht, auch wenn der Eintritt zur KingCon bislang gratis war.

Ich werde das ganze auf jeden Fall im Auge behalten.

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