x Roachware: Backschachdamegammon

Montag, 1. Oktober 2007

Backschachdamegammon

Chebache Chebache, ein Spiel aus einem kleinen Eigenverlag, wurde zum ersten Mal im Jahr 2000 in Essen auf der Spiel präsentiert. Seither wurde es regelmäßig verkauft, und hat sich im laufe der Zeit eine kleine Gefolgschaft erworben. Che... was?

Auf den ersten Blick denkt man, ein Schachspiel für Anfänger vor sich zu haben, da das Spielbrett 4 × 4 Felder groß ist und im Schachbrettmuster eingefärbt. Auf den vier zentralen Feldern sind allerdings noch Winkel eingezeichnet, die so genannten 'Tivits'. Außer dem Brett (ein sehr stabiles Brett!) liegen noch Spielsteine (rote Scheiben mit weißer bzw. schwarzer Oberfläche, von jeder Farbe ist einer doppelt hoch), Würfel und ein englischsprachiges Heft mit der Spielregel in de Dose. Die Qualität des ganzen ist ordentlich.

Auf dem Brett mit bewegen die zwei Spieler ihre Steine (je 12 einfache Steine und der doppelt hoher “König”) auf gegenläufigen Bahnen mit dem Ziel, als erster alle Spielsteine vom Feld herunterspielen zu können. Die grundsätzliche Bewegung ähnelt der von Backgammon: nicht nur, weil gewürfelt wird, ein Pasch hat auch die gleiche Bedeutung wie bei Backgammon: man darf die gewürfelte Zahl nicht zwei- sondern viermal ziehen. Außerdem können die Spielsteine 'springen', ähnlich wie beim Damespiel. Die Bahnen laufen in Zickzacklinien (die Richtungsänderungen werden angezeigt durch die Tivits) und überkreuzen sich auf den Schnittpunkten zwischen den 'Feldern', die Spielsteine können in den Feldern sowie auf den Schnittpunkten zwischen den Feldern stehen. Insgesamt ist somit die Bahn eines Steins auf den 16 'Feldern' insgesamt 19 Punkte lang, wenn man Start- und Zielpunkt mitrechnet.

Da sich die Pfade der Spieler nur teilweise überschneiden, können nur auf den Kreuzungspunkten Steine durch Besetzen mit gegnerischen Steinen geschlagen werden. Anders als bei Backgammon kann man aber auch bspw. Eine Gruppe von zwei gegnerischen Steinen schlagen, indem man sie mit mindestens ebenso vielen eigenen Steinen angreift (der doppelt hohe König zählt hier als zwei normale Steine). Außerdem darf ein Stein unter bestimmten Umständen auch rückwärts ziehen (der König darf dies immer), allerdings müssen die Augen eines Würfels von einem Stein in einer Richtung verwendet werden, und ein Stein darf nicht auf demselben Feld landen, auf dem er gestartet ist.

Geschlagene Steine werden an den Start zurückgesandt, mit Ausnahme des Königs, der die Seiten wechselt. Dies bedeutet zwar, dass man mehr Steine ausspielen muss, ist aber durch die zusätzlichen Optionen (z.B. rückwärts ziehen) nicht unbedingt eine schlechte Aktion.

Steine können auch geschlagen werden, indem man sie auf dem Spielfeld umzingelt, in einer Formation, die “Chebache” genannt wird. Wie beim Schach wird dies angekündigt und der Gegner hat eine Runde Zeit, das Chebache zu brechen (wie ein Schachgebot). Auch hier werden die normalen Steine an den Start zurückgesandt, sollte allerdings ein König nicht aus dem Checache entkommen, hat der Spieler sofort verloren.

Die Spielregeln sind einfach geschrieben, außerdem liegen dem Spiel Übersichtskarten bei, die die Wege der Steine und die Chebache-Möglichkeiten anzeigen. Diese beiden Einzelheiten sind allerdings auch schnell verstanden, so dass die Karten schnell überflüssig werden.

Chebache hat als Spiel einen ganz eigenen Charakter, die Verwandtschaft zu den drei namensgebenden Klassikern (CHEss, BAckgammon und CHEckers) ist mehr oder weniger stark ausgeprägt. Am meisten ähnelt das Spiel noch dem Backgammon, von dem ein Großteil der Regeln abstammt, aber die Dame- und Schach-Einflüsse machen es doch zu einem eigenständigen Spiel. Der Glücksfaktor ist ähnlich gering wie bei Backgammon, kalkulierte Risiken und Spielübersicht zählen viel mehr als reines Glück.

Wer das Spiel ausprobieren will und nicht sofort Geld bezahlen, kann es auch auf dem Internet spielen: Higher Games bietet eine Reihe von Chebache-Tischen an.

Hersteller

Pardee Games

Autor

Scott Pardee

Sprache d. Spiels

Englisch

Spieler

2

Denken

8

Glück

6

Geschicklichkeit

0

Preis ca.

30 $

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